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Jurassic World mit Chris Pratt
Jurassic World mit Chris Pratt
© Universal Pictures International Germany © Chuck Zlotnick

Kinocharts USA (19. - 21.6.): Die US-Kinos stehen Kopf

Bärenstarker Pixar-Streifen knapp hinter "Jurassic World"

Nach dem vorletzten Hammer-Wochenende, als "Jurassic World" mit 208 Millionen Dollar einen neuen Startwochenende-Rekord aufstellte und die Top Twelve zum Allzeit-Rekord von rund 260 Millionen Dollar antrieb, konnten die Kinobesitzer an diesem Wochenende erneut jubilieren – und diesmal sind es nicht nur die Dinosaurier gewesen, die den Rubel rollen ließen.

Mit einem atemberaubenden Kampf in schwindelerregenden Box Office-Höhen konnte sich "Jurassic World" nochmal vor einem bärenstarken "Alles steht Kopf" aus dem Hause Pixar behaupten: Der Science Fiction-Film erreichte dabei 102 Millionen Dollar, während der Animationsstreifen 91 Millionen Dollar erreichte.

"Jurassic World" bleibt also an seinem zweiten Wochenende Spitzenreiter: Nach einem solchen Mega-Premierenergebnis nur etwas über die Hälfte des Publikums der Vorwoche einzubüßen (minus 51 Prozent), ist ein starkes Signal für die Langlebigkeit der Universal Pictures-Produktion, die nun bereits bei 398 Millionen Dollar steht und keine Probleme haben wird, "Avengers: Age of Ultron", der bei insgesamt 451 Millionen Dollar steht, bereits am kommenden Wochenende als erfolgreichsten Film des Jahres 2015 eingeholt zu haben. 17 zusätzliche Kinos hatten den Chris Pratt-Streifen auf die Spielpläne genommen, so dass er mit 4291 Leinwänden der meistgezeigte Film Amerikas blieb und einen weiterhin formidablen Schnitt von knapp 24 000 Dollar pro Saal umsetzte.

Doch nicht minder staunenswert ist der Einstieg von "Inside Out" (so der Originaltitel von "Alles steht Kopf"). Analysten hatten rund 60 Millionen Dollar erwartet – der Zeichentrickfilm von Pete Docter ("Oben") und Ronaldo Del Carmen holte rund ein Drittel mehr. Die Walt Disney Pictures-Produktion, die mit fast einhellig begeisterten Kritiken startete und phantastische Mundpropaganda aufweist, startete mit 3946 Kopien und verbuchte einen grandiosen Schnitt von 23 000 Pfund pro Saal – ebenfalls nur knapp hinter "Jurassic World".

Im Schatten dieser beiden Giganten macht "Spy - Susan Cooper Undercover" weiterhin solide Geschäfte. Nach der enttäuschend niedrigen Premiere erfüllt die Melissa McCarthy-Komödie die Erwartungen und hält dank der guten Mundpropaganda und weiterer Nachfrage der Lichtspielhäuser auch am dritten Wochenende den Besucherverlust niedrig und erreicht als "Best of the Rest" auf Platz drei als einziges weiteres Werk eine zweistellige Millionensumme. 10 Millionen Dollar in 3558 Filmtheatern (plus 383 Leinwände) entsprechen einem soliden Schnitt von knapp 3000 Dollar pro Kino. Alles in allem hat sich die 20th Century Fox-Produktion nun bis auf 74 Millionen Dollar gemausert.

Etwas schwächer als gedacht startete "Dope", die beim diesjährigen Sundance Festival gefeierte Komödie von Rick Famuyiwa ("Our Family Wedding"). Statt der prognostizierten 9 Millionen Dollar kamen in den 2002 Filmtheatern nur 6 Millionen Dollar zusammen, was für Rang 5 reichte. Der Schnitt lag bei schwachen 3000 Dollar. Offenbar wog die Namenlosigkeit der Besetzung für die Zuschauer mehr als die sehr guten Rezensionen der von Open Road Films in die Lichtspielhäuser gebrachten Independent-Produktion.

Auf den weiteren Plätzen fanden sich ein: Vierter ist "San Andreas" (4. Woche / insgesamt 132 Millionen Dollar); Sechster ist "Insidious Chapter 3" (3. Woche / 45 Mio.); Siebter ist "Pitch Perfect 2" (6. Woche / 178 Mio.); Achter ist "Mad Max: Fury Road" (6. Woche / 144 Mio.); Neunter ist "Avengers: Age of Ultron" (8. Woche / 451 Mio.) und Zehnter schließlich "Tomorrowland" ("A World Beyond" / 5. Woche / 88 Mio.).

Aus den Top Ten wurden verdrängt: Die TV-Serien-Adaption "Entourage" von Warner Brothers Pictures, die mit etwa 30 Millionen Dollar in drei Wochen gefloppt ist, und das Independent-Drama "Love & Mercy" mit Paul Dano und John Cusack als Beach Boy Brian Wilson. Der Streifen hat in drei Wochen auch nur 7 Millionen Dollar erreicht.

Die Top Twelve erzielten insgesamt 236 Millionen Dollar und damit das zweite hintereinander, das zu den zehn besten Wochenenden aller Zeiten zählt. Das ist um Welten besser als das Wochenende des Vorjahres, als "Think Like a Man Too" mit 29 Millionen Dollar auf dem ersten Rang debütierte.



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