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Amber Heard und Johnny Depp
Amber Heard und Johnny Depp
© BANG Showbizz

Amber Heard muss in Australien vor Gericht

Bewährungsstrafe für die Hundeschmugglerin

(24.06.2015) Gattin Amber Heard sauer wegen Hunde-Drama
Amber Heard
hat in einem Fernsehinterview erklärt, dass sie und ihr Ehemann Johnny Depp in näherer Zukunft Australien nicht mehr besuchen wollen, nachdem der australische Minister Barnaby Joyce damit gedroht hatte, ihre Hunde töten zu lassen, weil das Promi-Paar angeblich Quarantäne-Gesetze gebrochen hatte, die in Australien zu den strengsten der Welt gehören.

Die Schauspieler war letzten Monat beschuldigt worden, in einem Privatflugzeug ihre beiden Hunde Pistol und Boo auf dem Fünften Kontinent eingeflogen zu haben, wo Depp seinen fünften "Pirates of the Caribbean"-Film drehte. Landschaftsminister Joyce hatte nach Bekanntwerden dieser ungesetzlichen, weil am Zoll vorbei erfolgten Einfuhr der Hunde gewettert: "Wenn wir Filmstars - selbst wenn darunter der zweimal gewählte sexiest man alive dabei ist - erlauben, Gesetze zu brechen, wenn sie in unser Land kommen, warum erlauben wir es dann nicht gleich jedem?" Das Paar wurde gezwungen, die Yorkshire Terriers wieder nach Los Angeles auszufliegen.

Heard erklärte nun gegenüber dem australischen Sender "Channel Seven": "Ich denke jeder - auch Regierungsmitglieder - möchten mal 15 Minuten Berühmtheit erlangen. Dank gewisser Politiker dort werden wir Down Under von jetzt an meiden."

(16.07.2015) Androhung von zehn Jahren Haft wegen Hundeschmuggels
Nun wird es ernst: Amber Heard ist in Australien angeklagt worden, im Mai ihre zwei Hunde Pistol und Boo illegal auf den Fünften Kontinent eingeführt zu haben. Die Aktrice wird darüberhinaus noch beschuldigt, ein gefälschtes Dokument vorgelegt zu haben, wie heute das Commonwealth Department of Public Prosecutions mitteilte.

Der Schmuggelvorwurf geht einher mit der Androhung einer Strafe von bis zu zehn Jahren Haft und einer Geldbuße von bis zu 102 000 Australischen Dollar (umgerechnet rund 70 000 Euro). Für die Anklage, ein Dokument gefälscht zu haben, könnten der 29-Jährigen bis zu einem Jahr Haft und eine Geldbuße von 10 000 Australischen Dollar (umgerechnet 6800 Euro) drohen. Aber selbst der Staatsanwalt rechnet nicht mit einer hohen Strafe, denn die "potentielle Gefährdung" sei in keine reale umgeschlagen und außerdem habe man es hier mit "Haustieren und keinen wilden Biestern zu tun".

Es wird damit gerechnet, dass Heard - ihr Mann Johnny Depp wird nicht als Beschuldigter genannt - am 7. September persönlich in einem Gericht in Queensland erscheinen wird. Die Darstellerin hatte nicht, wie es die Quarantäne-Gesetze Australiens verlangen, einen Erlaubnisantrag auf das Einführen der beiden Yorkshire Terrier gestellt und die beiden Hunde auch nicht wie vorgeschrieben zehn Tage in Quarantäne gegeben. Die Hunde waren wieder zurück in die USA geschickt worden, sobald die Behörden Wind von der Einfuhr erhalten hatten.

(19.04.2016) Update
Amber Heard hat sich gestern vor einem Gericht im australischen Queensland schuldig erklärt, vergangenes Jahr ihre beiden Hunde Pistol und Boo in das Land geschmuggelt und gegen Quarantäne-Bestimmungen verstoßen zu haben. Sie gab zu, auf ihrem Einreisedokument falsche Angaben gemacht und die Quarantäne-Papiere gefälscht zu haben. Ihr Anwalt Jeremy Kirk legte dar, dass seine Klientin glaubte, dass die Angestellten ihres Ehemanns Johnny Depp sich um die Einreiseerlaubnis ihrer Vierbeiner gekümmert hätten. Dass sie ihre eigenen Einreisedokumente falsch ausgefüllt hatte, sei laut ihm ein "schrecklicher, schrecklicher Fehler" gewesen. Sie habe niemanden bewusst täuschen wollen.

Richterin Bernadette Callaghan verurteilte die Mimin nun zu einer Bewährungsstrafe - sie muss nur dann 700 Euro Strafe zahlen, wenn sie sich innerhalb eines Monats in Australien etwas zu Schulden kommen lassen würde.

Heard und Depp entschuldigten sich dabei per Video. Das Paar ließ eine Videobotschaft vor Gericht abspielen, in welchem sie erklären: "Australien ist eine wundervolle Insel und wahre Schatzkiste mit einzigartigen Pflanzen, Tieren und Menschen. Und das muss geschützt werden. Australien ist bislang von vielen Seuchen und Krankheiten verschont geblieben, die in der Welt verbreitet sind. Darum hat Australien auch so strenge Sicherheitsgesetze. Und Australier sind in ihrer Herzlichkeit und Direktheit einzigartig. Wenn man ihre Gesetze missachtet, sagen sie einem das schon recht nachdrücklich. Es tut mir wirklich leid, dass ich die Hunde nicht angemeldet habe. Dabei ist der Schutz Australiens doch so wichtig."



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