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Jurassic World
Jurassic World
© Universal Pictures

Kinocharts UK (19. - 21.6.): Dinos und sonst nichts

Take That-Konzertübertragung düpiert schwache Neustarts

Dinos und sonst nichts. Auf diese Formel lässt sich das vergangene Kinowochenende im Vereinigten Königreich bringen. Wenn die Konzertübertragung eines Take That-Konzerts am Freitagabend mehr einbringt als acht weitere Filme jeweils am ganzen Wochenende, dann sagt das einiges über das Interesse am Spielfilmangebot aus.

Allein "Jurassic World" sorgte dafür, dass das Wochenende die britischen Kinobesitzer mit einem Lächeln beenden ließ: Um 93 Prozent lagen die Einnahmen dank der Dinosaurier über denen des Vorjahreswochenendes, als die Fußballweltmeisterschaft das Geschehen diktierte und "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" auf dem ersten Rang debütierte.

Der Chris Pratt-Streifen erreichte sagenhafte 11 Millionen Pfund. Hinter "Skyfall" ist "Jurassic World" überhaupt erst das zweite Werk, das am zweiten Wochenende eine zweistellige Millioneneinnahme verbuchen konnte. Der Science Fiction-Film kam auf zusätzliche neun Spielpläne und blieb so mit 614 Lichtspielhäusern der mit Abstand meistgezeigte Film auf der Insel. Der durchschnittliche Umsatz pro Leinwand lag bei unglaublichen 18 000 Pfund. Insgesamt hat die Universal Pictures-Produktion bis jetzt 39 Millionen Pfund eingebracht und dürfte in dieser Woche bereits "Avengers: Age of Ultron" als erfolgreichsten Film des Jahres 2015 ablösen. Die Comic-Verfilmung hat an ihrem neunten Wochenende die Top Ten mit 48 Millionen Pfund verlassen müssen.

Auf Rang zwei als "Best of the Rest" wie eingangs erwähnt die Take That-Konzertübertragung "Take That Live 2015", die in 421 Filmtheatern 965 000 Pfund umsetzte. Bronze ging an "Spy - Susan Cooper Undercover", der von der Ex-Boy Group somit einen Platz nach unten verdrängt wurde. Die in 464 Sälen (minus 68) flimmernde Melissa McCarthy-Komödie hielt mit minus 40 Prozent ihren Zuschauerschwund am dritten Wochenende in Grenzen und erlöste 922 000 Pfund (ein solider Schnitt von 2000 Pfund pro Filmkopie). Insgesamt sind für die 20th Century Fox-Produktion bisher 7,3 Millionen Pfund zusammengekommen.

Die Neustarts floppten allesamt. Das britische Drama "Mr. Holmes" mit Ian McKellen als Sherlock Holmes im Ruhestand lief mit 489 Kopien an und qualifizierte sich mit 741 000 Pfund (schwacher Schnitt von 1500 Pfund) nur für den vierten Rang. Nicht viel besser ging es dem US-Fernsehserienableger "Entourage". Die Komödie, die bereits in den USA gefloppt ist, bekommt auch in Großbritannien keinen Grund für eine Fortsetzung geliefert: Die 632 000 Pfund in 402 Sälen (durchschnittlich ebenfalls nur 1500 Pfund) reichten für Rang fünf. Richtig mies lief es für den Dritten im Bunde: Das US-Drama "The Longest Ride" ("Kein Ort ohne Dich") kam lediglich auf den siebten Platz. Mit 419 000 Pfund lag das Eröffnungswochenende nur gut bei der Hälfte dessen, was die letzten Nicholas Sparks-Adaptionen wie "Safe Haven" oder "The Lucky One" vor Jahren noch umsetzen. Offenbar sind die Briten etwas Sparks-müde.

Auf den anderen Plätzen lagen: Sechster wurde "San Andreas" (4. Woche / insgesamt 10 Millionen Pfund); Achter wurde "Insidious Chapter 3" (3. Woche / 3,5 Mio.); Neunter wurde der in nur einem Kino innerhalb der "Secret Cinema"-Reihe aufgeführte "The Empire Strikes Back" (3. Woche / 1,0 Mio.) und Zehnter schließlich "Mad Max: Fury Road" (6. Woche / 17 Mio.).

Aus den Top Ten musste sich neben "Avengers: Age of Ultron" "Pitch Perfect 2" am 6. Wochenende mit 17 Millionen Pfund verabschieden. Die Anna Kendrick-Komödie ist damit wesentlich erfolgreicher als das Original, das 2012 auf 6,5 Millionen Pfund kam. Das in nur wenigen Kinos gestartete Musical "London Road" mit Olivia Coleman verschwand bereits am zweiten Wochenende mit 250 000 Pfund wieder. Und schließlich erwischte es "Tomorrowland" ("A World Beyond") mit George Clooney, der am 5. Wochenende bei rund 5 Millionen Pfund liegt und damit noch mehr als in den USA ein nur sehr mäßiger Erfolg geworden ist.



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