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Wie, nicht Erster? - Ted 2
Wie, nicht Erster? - Ted 2
© Universal Pictures International Germany

Kinocharts UK (10. - 12.7.): "Ted 2" nur Zweiter

Noch nie dagewesen: Ein Filmstudio besetzt erste drei Plätze

Was für ein irres Jahr für Universal Pictures! In den USA hat das Studio einen neuen Rekord aufgestellt - noch nie konnte ein Filmstudio so früh im Jahr die Milliarden-Dollar-Umsatzgrenze knacken. Momentan liegen Universal bei rund 1,6 Milliarden Dollar und beherrschen damit im Jahr 2015 über ein Viertel des Umsatzes in den nordamerikanischen Kinos.

Am Wochenende zeigte sich die Dominanz von Universal Pictures dann auch in den britischen Kinocharts: Mit "Minions", "Ted 2" und "Jurassic World" lagen drei Universal-Produktionen auf den ersten drei Plätzen. Das hat es noch nie gegeben. Zuvor hatte das Studio schon den Rekord mit den meisten zweistelligen Millionen Pfund-Premieren im United Kingdom aufgestellt: Vier Starts wie Universal mit "Fifty Shades of Grey", "Furious 7", "Jurassic World" und "Minions" hat noch kein Filmstudio geschafft

Spitzenreiter "Minions" hat insgesamt bereits 28 Millionen Pfund erlöst und liegt damit vor "Despicable Me 2" ("Ich - einfach unverbesserlich 2"), der vor zwei Jahren am dritten Wochenende bei 27 Millionen Pfund rangierte. Der US-Animationsfilm blieb der meistgezeigte Streifen auf der Insel, steigerte seine Kinozahl sogar nochmal um 19 auf 605. Der Umsatz lag bei 4,1 Millionen Pfund. Der Zuschauerschwund war im Vergleich zum Vorwochenende mit minus 33 Prozent nur gering. Der Schnitt pro Leinwand war mit 6800 Pfund unverändert hervorragend. Die ganze Welt ist gelb - und das Vereinigte Königreich macht da keine Ausnahme.

Der freche Teddybär hatte da keine Chance: "Ted 2" musste sich mit Platz zwei und 3,8 Millionen Pfund zufrieden geben. Die Seth McFarlane-Komödie flackerte auf 549 Leinwände (ein sehr guter Schnitt von 7000 Pfund pro Saal). Nur der Vergleich mit dem Original von 2012 macht deutlich, dass das Interesse eher enttäuschend ist: Damals debütierten Mark Wahlberg und Co. zum Klang der Kassen in Höhe von 9,3 Millionen Pfund. Das mega-mäßige Endergebnis von 30 Millionen Pfund wird die Fortsetzung also nur durch das Fernglas sehen können.

Auf dem dritten Platz liegt "Jurassic World", der nun in die Top Ten der erfolgreichsten Filme aller Zeiten eingedrungen ist. Alles in allem hat der Science Fiction-Streifen bisher 57 Millionen Pfund umgesetzt. Am Wochenende kamen 1,8 Millionen Pfund in 564 Filmtheatern (minus 42) hinzu. Der Zuschauerschwund war mit minus 29 Prozent erstaunlich gering. Die Filmfans konnten selbst am fünften Wochenende nicht genug bekommen von den Dinosaueriern, was auch der sehr gute Durchschnitt von 3400 Pfund bezeugt.

Zwei weitere Neustarts kamen auf nur wenige Spielpläne, enttäuschten total und landeten so nur auf den hintersten Rängen. Das Drama "Love & Mercy" um den Beach Boy Brian Wilson startete in 128 Lichtspielhäusern, in denen Tickets in Höhe von nur 105 000 Pfund die Besitzer wechselten (ein grottiger Schnitt von gerade mal 800 Pfund pro Saal). Für das mit guten Kritiken bedachten Paul Dano-Werk eine Enttäuschung, die auf Rang neun landet. Aber offenbar zieht es musikinteressierte Zuschauer derzeit eher in den ebenfalls hoch gelobten Dokumentarfilm "Amy". Der irische Animationsstreifen "Die Melodie des Meeres" erreichte mit bedauernswerten 72 000 Pfund in 103 Lichtspielhäusern gerade mal so eben den zehnten Platz. Der Schnitt ist hier mit 700 Pfund pro Kino noch fürchterlicher.

Auf den weiteren Plätzen liegen: Vierter ist "Terminator Genisys" (2. Woche / insgesamt bisher 7,2 Millionen Pfund); Fünfter ist "Magic Mike XXL" (2. Woche / 4,0 Mio.); Sechster ist "Amy" (2. Woche / 1,3 Mio.); Siebter ist "The Empire Strikes Back" (6. Woche / 2,2 Mio.) und Achter schließlich ist "Spy" (6. Woche / 9,7 Mio.).

Aus den Top Ten mussten Abschied nehmen: Das britische Drama "Mr. Holmes" mit Ian McKellen, das mit lediglich 2,3 Millionen Pfund in vier Wochen enttäuscht hat. Der US-Horrorfilm "Knock Knock" mit Keanu Reeves hat mit rund 600 000 Pfund in drei Wochen keinen Eindruck hinterlassen.

Erstmals seit Wochen blieb der Umsatz mal wieder hinter dem des Vorjahres zurück, als die Fußballweltmeisterschaft zu Ende ging. Mit "Transformers: Age of Extinction" mit Mark Wahlberg an der Spitze lag der Umsatz der Top Ten 2014 um 41 Prozent höher.



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