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Til Schweiger
Til Schweiger
© BANG Showbizz

Flüchtlingsproblematik - Til Schweiger im Shitstorm

Angriff auf Hamburger Haus des Stars

(20.07.2015) Til Schweiger wütend: "Empathieloses Pack!"
Til Schweiger
konnte nicht mehr an sich halten: "Verpisst Euch von meiner Seite, empathieloses Pack!", schimpft der Mime auf seiner Facebook-Seite. Grund für den Ausbruch: Die abwertenden und aggressiven Reaktionen auf seinen Aufruf, sich an einer Spendenaktion für Flüchtlinge in Hamburg zu beteiligen.

Gegenüber "Bild" erklärte der Mime: "Ich habe doch nichts weiter gemacht, als einen Zeitungs-Artikel mit einem Spenden-Aufruf bei Facebook zu teilen. Und der Bitte, das Nötigste - Zahnpasta, T-Shirts oder Unterhosen - zu spenden. Es gibt Flüchtlinge, die haben nichts außer ihr Leben. Ich habe auch schon was gespendet. Wenn man nichts spenden will, ist das ja auch okay. Aber dann sollte man es einfach dabei belassen." Auf Facebook schrieb Til Klartext bezüglich der Kommentare: "Oh Mann - ich hab's befürchtet! Ihr seid zum Kotzen! Wirklich! Verpisst Euch von meiner Seite, empathieloses Pack! Mir wird schlecht!"

Der Schauspieler kann noch immer nicht glauben, was er gelesen hat, so sagte er im Interview weiter: "Für diese Menschen in Deutschland schäme ich mich. Bei uns hat jeder eine Krankenversicherung, jeder bekommt Hartz IV, jeder kann bei uns seine Meinung sagen. Und wir leben in Frieden! Da platzt mir einfach der Kragen. All diese Leute sollten einmal selbst erleben, wie es ist, in einem Flüchtlingscamp zu leben - mit der Angst und Belastung, die die Menschen dort erleiden müssen. Deutschland ist eines der reichsten Länder dieser Erde. Nach dem Krieg lag es am Boden, und die Amerikaner haben Milliarden in unser Land gepumpt."

27.07.15 - Star rangelt weiter mit "Facebook"-Nutzern
Til Schweiger
legt sich weiter mit Schreibern auf seiner Facebook-Seite an, die sein Engagement für Flüchtlinge kritisieren. So schreibt der Akteur einem Nutzer, der den Eintrag "Geh pennen, alter, is spät, dein gutsmenschenasylgelalle nervt langsam" hinterlassen hatte: "geh du pennen! aber vorher zeig mal deine dumme fresse auf deinem profil..."

In einem Interview mit der ARD hat sich Schweiger besorgt über die Diskussion um die Kriegsflüchtlinge geäußert. Er forderte seine prominenten Kollegen auf, sich eindeutig gegen rechtsradikale Äußerungen zu positionieren, um ein Zeichen zu setzen. Der 51-Jährige erhält für seine klare Stellungnahmen auch Zustimmung. So schreiben mehrere Nutzer im Internet im Tenor, dass sie Til noch nie besonders haben leiden mögen, er nun aber ihren Respekt erhalte.

(14.08.2015) - Harte Worte im Fernsehen
Til Schweiger hat sich gegen die Kritik der Öffentlichkeit an seinem sozialen Engagement gewehrt. Diesmal ließ der Schauspieler nicht nur die üblichen Twitter-Zeilen und Facebook-Post sprechen, sondern untermauerte seine Meinung mit harten Worten im Fernsehen. Der 51-Jährige hat die Vorwürfe zurück gewiesen, das Flüchtlingsheim in Osterode im Harz nur aus PR-Gründen eröffnen zu wollen. "Ich bin der erfolgreichste Filmemacher im Land. Was brauche ich denn für eine PR? Das ist so dumpf und stumpfsinnig, das zu sagen. Das ist das Einfachste", stellte er in der ZDF-Talkshow "Donnerstalk" klar.

Der "Tatort"-Kommissar ärgert sich, weil er statt Zuspruch und Hilfe eher Spott und Häme erntet. Unter seinen Aufrufen in den sozialen Netzwerken hatte es vermehrt ausländerfeindliche Kommentare gegeben. Und doch gibt der Regisseur zu, dass nicht alle Bedenken über die steigenden Flüchtlingszahlen unberechtigt seien. "Ich verstehe die Leute, die sagen: 'Mir geht es auch nicht gut. Warum kommen jetzt alle her?' Das kann ich ein Stück weit verstehen. Aber nicht in dem Ton und nicht so menschenverachtend", sagte der Produzent von "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken".

Doch nicht nur die User, die sich hinter ihrer Anonymität im Netz verstecken und ihn so angreifen, kritisierte der erfolgreiche Drehbuchautor. Auch mit der Berichterstattung der Zeitungen wie "SPIEGEL ONLINE" und "Zeit" war der vierfache Familienvater nicht zufrieden. Die Medien hätten sich darüber lustig gemacht, dass der "Manta, Manta"-Darsteller mit dem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel über sein Vorhaben gesprochen habe. Schweiger ließ sich nicht davon abhalten, sich in der vergangenen Woche mit dem SPD-Parteivorsitzenden zu treffen und über Hilfe für Flüchtlinge zu diskutieren. Auch von den Kommentaren lässt sich der mehrfache Bambi-Gewinner nicht beeindrucken und gibt so schnell nicht auf. Nächste Woche plant er in Hamburg eine Stiftung für traumatisierte Kinder ins Leben zu rufen. "Nicht nur für Flüchtlingskinder, auch für deutsche traumatisierte Kinder. Da gibt es ja auch genug", erklärte er in der Sendung.

(19.08.2015) Kritik an CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer
Til Schweiger hat CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer stark kritisiert. Der Schauspieler und Regisseur war am Dienstagabend zu Gast in der Talkshow '"Menschen bei Maischberger", um über die Flüchtlingsproblematik zu diskutieren. Da er sich in den Medien seit einigen Wochen engagiert zu dem Thema äußert, schien er eine logische Wahl zu sein.

Tatsächlich sorgte der Auftritt des 51-Jährigen für Zündstoff - spätestens, als er vorschlug, den Soli zur Finanzierung der Flüchtlingsheime zu nutzen. Scheuer, der ebenfalls als Gast geladen war, bezeichnete diesen Vorschlag als "albern", woraufhin Schweiger sich mit, "Sie gehen mir auf den Sack, echt!" rechtfertigte. Zudem unterstellte der Produzent dem Politiker "faschistoides Gedankengut" und warnte ihn in Bezug auf den vorherrschenden Rassismus in Deutschland: "Ich werde Sie beobachten, Herr Generalsekretär, ob Sie demnächst mal irgendwie sich mit Vehemenz gegen diesen Mob stellen."

Schweiger entschuldigte sich anschließend für seine Äußerungen, beharrt aber auf seiner Forderung, dass Politiker sich deutlicher gegen Rassismus positionieren müssten. Auf seiner Facebook-Seite hatte er kürzlich einen Post des "Heute Journal" vom ZDF aufgegriffen. Dort wurde das Zitat von Angela Merkel "Gewalt gegen Flüchtlinge ist unseres Landes nicht würdig" mit den Worten angekündigt, dass die Kanzlerin klare Worte gefunden hätte. Schweiger empfand dies anders: "Hallo...? ZDF?! Schuss nicht gehört?! Klare Worte wären folgende: Wir werden niemals tolerieren, dass Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, in unserem Land bedroht und angegriffen werden! Wir werden jeden, der dies tut mit aller Härte des Rechtsstaates verfolgen!!!!"

(25.08.2015) Update
Nicht nur in Heidenau entlädt sich derzeit die angestaute Aggression gegen Flüchtlinge, auch Til Schweiger, der sich vehement für die nach Deutschland geflohenen Menschen stark macht, scheint wegen seiner Stellungnahme ins Visier von Gewalttätern zu kommen.

So meldet "Bild", dass am Sonntagabend ein Großaufgebot der Polizei zu dem Haus des Schauspielers in Hamburg ausrückte, weil Unbekannte offenbar versuchten, sich Zugang zu dem Anwesen zu verschaffen. Auch ein Hubschrauber mit Nachtsichtkamera soll angefordert worden sein. Ein Kabel der Außenbeleuchtung sei durchtrennt worden, und mindestens ein mutmaßlicher Täter flüchtete von dem Grundstück des 51-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen übernommen.

Zuvor soll Schweiger's Tochter bereits am Vormittag die Polizei gerufen haben, weil ein Holzzaun auf dem Grundstück angezündet worden war. Die Beamten gehen von Brandstiftung aus, da ein Unbekannter von dem Areal geflüchtet sein soll. Ob Til Schweiger während der Vorfälle zu Hause war, ist unklar. Nach dem Feuer soll die Polizei Schutzmaßnahmen ergriffen und am Abend unbekannte Personen im Garten, welche die Außenbeleuchtung zerstörten, entdeckt haben. Bislang konnte aber niemand festgenommen werden. Die Polizei nimmt an, dass die Angriffe von Rechtsradikalen ausgingen.


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