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Ant-Man
Ant-Man
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (17. - 19.7.): "Ant-Man" gar nicht so klein

Wahrer Star des Wochenendes ist Amy Schumer

Das Dutzend ist voll, und das Marvel Cinematic Universe wächst. Am Wochenende veröffentlichte die Disney-Tochter Marvel Films ihr zwölftes Abenteuer und führte mit "Ant-Man" eine neue Figur ein. Und jener machte eine recht gute. Zwar liegt das Ergebnis von 58 Millionen Dollar etwas unterhalb der Erwartungen von Branchenkennern, die für den Science Fiction-Film 60 bis 70 Millionen Dollar veranschlagt hatten. Auch gemessen an anderen Marvel-Produktionen ist das Premiereneinspiel schwach. Aber dennoch ist das Ergebnis, das für den ersten Rang reicht, ein Erfolg.

Die Paul Rudd-Produktion, die mit dem Abgang von Regisseur Edgar Wright zu kämpfen hatte, kann sich sowohl über gute Kritiken als auch über exzellente Mundpropaganda freuen. Wenn sich dies in Langlebigkeit in den Lichtspielhäusern umsetzen lässt, dann sollte die Comic-Verfilmung ihre Produktionskosten von 130 Millionen Dollar bereits in Nordamerika wieder einspielen. Bis zum 31. Juli, wenn "Mission Impossible - Rogue Nation" startet, hat "Ant-Man" das Action-Feld für sich und sollte es noch weidlich nutzen. Derzeit läuft der Streifen in 3856 Filmtheatern und erzielte einen guten Schnitt von 15 000 Dollar pro Kino.

Stärker als erwartet ließ "Minions" nach und verpasste so am zweiten Wochenende, den Spitzenplatz zu halten: Der Zuschauerzuspruch ließ um 56 Prozent gegenüber dem Premierenwochenende nach, sodass der Umsatz 50 Millionen Dollar erreichte. Der Universal Pictures-Animationsfilm stürzte damit wesentlich stärker als die beiden "Despicable Me"-Streifen ab, die an ihren zweiten Wochenenden nur 41 beziehungsweise 47 Prozent nachgegeben hatten. Das Spin-off hatte zehn weitere Leinwände erhalten und blieb mit weitem Abstand und 4311 Sälen der meistgezeigte Film Nordamerikas. Der Schnitt pro Kopie liegt bei immer noch exzellenten 11 600 Dollar. Insgesamt hat "Minions" bereits 217 Millionen Dollar in zehn Tagen eingebracht und liegt auf Kurs, zu den erfolgreichsten Zeichentrickfilmen aller Zeiten zu werden.

Der wahre Star des Wochenendes ist allerdings die Komikerin Amy Schumer, die den ersten Film, den sie als Hauptdarstellerin anführt, trotz des strikten "R"-Altersfreigabe, die nur Jugendliche ab 18 Jahren einlässt, mit stolzen 30 Millionen Dollar auf den dritten Platz brachte. Das übertrifft Analystenerwartungen. "Trainwreck" ("Dating Queen") wurde von Universal Pictures in 3158 Lichtspielhäusern gestartet und erreichte einen guten Schnitt von knapp 10 000 Dollar pro Saal. Für Schumer, die bisher nur aus dem Fernsehen und als Stand-Up-Komödiantin bekannt ist, könnte diese Komödie den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere auch auf der großen Leinwand legen. Zwar sind die ersten Zuschauerreaktionen nicht ganz so enthusiastisch, aber die Kritiker mögen den Film und bedenken ihn mit den besten Besprechungen für einen Judd Apatow-Film seit dessen "The 40 Year Old Virgin" mit Steve Carell aus dem Jahr 2005.

Auf den weiteren Plätzen finden sich: Vierter ist "Inside Out" ("Alles steht Kopf" / 5. Woche / insgesamt bisher 306 Millionen Dollar); Fünfter ist "Jurassic World" (6. Woche / 611 Mio.); Sechster ist "Terminator Genisys" (3. Woche / 81 Mio.); Siebter ist "Magic Mike XXL" (3. Woche / 59 Mio.); Achter ist der Billig-Horrorfilm "The Gallows" (2. Woche / 18 Mio.); Neunter ist "Ted 2" (4. Woche / 77 Mio.) und Zehnter ist schließlich das britische Drama "Mr. Holmes" mit Ian McKellen, das mit nur 363 Kopien anlief (1. Woche / 2,5 Mio.).

Aus den Top Ten fielen heraus: "Self/Less", der Thriller-Flop mit Ryan Reynolds (2. Woche / 10 Mio.); das Hunde-Drama "Max", das als Achtungserfolg durchgehen kann (4. Woche / 38 Mio.) und schließlich "Spy", der einen halben Fehlstart hinlegte, aber sich dank seiner Qualität noch zu einem Erfolg gemausert hat (7. Woche / 107 Mio.).

Alles in allem gab es für die Kinobesitzer wieder allen Grund zur Freude: Die Top Twelve erlösten 185 Millionen Dollar, wesentlich mehr als vor einem Jahr, als 135 Millionen Dollar zusammenkamen und "Dawn of the Planet of the Apes" an seinem zweiten Wochenende mit 36 Millionen Dollar die Goldmedaille verteidigt hatte.



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