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Perfect Guy mit Michael Ealy
Perfect Guy mit Michael Ealy
© Sony Pictures

Kinocharts USA (11. - 13.9.): "Perfect Guy" stiehlt Shyamalan den Sieg

"The Visit" knapper Zweiter

Vor genau einem Jahr toppten Screen Gems die Charts mit dem Thriller "No Good Deed" mit Idris Elba und 24 Millionen Dollar. Jetzt gelang der Sony-Tochter dies erneut mit einer afro-amerikanischen Besetzung ohne Stars und erneut schlechten Kritiken: "The Perfect Guy" schoss an die Spitze und schnappte M. Night Shyamalan's "The Visit" die Kinokassenkrone weg. Beide Produktionen erreichten wesentlich höhere Premierenergebnisse als vorausgesagt, so dass auch insgesamt die Top Twelve denen des Vorjahres voraus waren: 85 gegenüber 77 Millionen Dollar.

Gold

Screen Gems haben ein Händchen: Günstig produzierte Filme wie "The Perfect Guy" erreichen auch trotz schlechter Mundpropaganda und dem Todeskuss "Kritikerembargo" ("überraschend" gefolgt von schlechten Kritiken) schnell die Profitablilität. So setzte der Thriller mit Sanaa Lathan unerwartet starke 26 Millionen Dollar in 2221 Kinos um, was einem sehr guten Schnitt von 12 000 Dollar pro Leinwand entspricht.

Silber
Das mit Spannung erwartete Horror-Comeback von Regisseur M. Night Shyamalan schlug sich ebenfalls besser als erwartet und erreichte 25 Millionen Dollar, was dann aber nur zum Zweiten Sieger reichte. Dank guter Kritiken und solider Mundpropaganda ist "The Visit" zwar eines von Shyamalan's schwächsten Debüts, aber die von Universal Pictures mit 3069 Kopien gestartete Independent-Produktion hat nur 5 Millionen Dollar (und nicht 150 Millionen Dollar, wie das vorangegangene Werk "After Earth") gekostet und ist damit auch schon nach drei Tagen ein Gewinn für alle Beteiligten. Der Schnitt lag bei guten 8300 Dollar pro Lichtspielhaus.

Bronze
Vorwochenendspitzenreiter "War Room" hielt sich sensationell gut und büßte nur minus 21 Prozent seiner Zuschauer vom Vorwochenende ein. Nochmals 7 Millionen Dollar konnte das kleine christliche Drama verbuchen, was das Gesamtergebnis für die nur drei Millionen Dollar teure Independent-Produktion auf 39 Millionen Dollar hochschraubt. Aufgrund der starken Ergebnisse der Vorwochen hatten nochmals 121 zusätzliche Spielstätten den Streifen ins Programm genommen, so dass er nun in 1647 Filmtheatern zu sehen war. Der Erfolg von "War Room" ist aus zwei Gründen bemerkenswert: Zum Einen erwuchs ihm durch "The Perfect Guy" Konkurrenz aus dem afro-amerikanischen Filmlager, zum Anderen feierte mit "90 Minutes in Heaven" eine andere christlich-angehauchte Produktion Premiere.

Die Neuen
"90 Minutes in Heaven" kann im Gegensatz zu "War Room" mit Kate Bosworth und Hayden Christensen zwei halbwegs bekannte Namen ins Feld führen, allerdings verhieß das keinen automatischen Erfolg. So gut sich "War Room" hielt, so schwach schnitt die Independent-Produktion, die mit nur 878 Kopien anlief, ab und landete nur auf dem 9. Rang. Die 2,1 Millionen Dollar laufen auf einen schwachen Kopienschnitt von 2400 Dollar heraus. Der christliche Blitz schlägt also nur einmal in den Top Ten so richtig ein.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "A Walk in the Woods" ("Picknick mit Bären" / 2. Woche / insgesamt bisher 20 Millionen Dollar) mit Robert Redford; Fünfter wurde "Mission Impossible - Rogue Nation" (7. Woche / 188 Mio.); Sechster wurde "Straight Outta Compton" (5. Woche / 155 Mio.); Siebter wurde "No Escape" (3. Woche / 24 Mio.) mit Owen Wilson; Achter wurde "The Transporter Refueled" (2. Woche / 13 Mio.) und Zehnter schließlich der mexikanische Animationsstreifen "Un Gallo con Muchos Huevos" (2. Woche / 6 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Mit "The Man from U.N.C.L.E." konnten die Zuschauer nicht viel anfangen. Der launige Guy Ritchie-Thriller, mit dem die Fernsehserie aus den Sechzigern auf die Leinwand gebracht wurde, kommt in fünf Wochen auf lediglich 43 Millionen Dollar. Damit hat die Warner Brothers-Produktion nicht mal ihr Produktionsbudget von 75 Millionen Dollar eingebracht. Eine Reihe wird so ein Ergebnis nicht bringen, so dass Armie Hammer das Pech hat, dass nach "Lone Ranger" schon wieder ein Streifen eine Eintagsfliege bleibt.

Auch "Sinister 2" wird Fortsetzungen wahrscheinlich nur noch auf Disc erleben: Nach vier Wochen ist bei 25 Millionen Dollar Schluss - der erste Teil hatte 2012 noch 48 Millionen Dollar eingebracht. Dank der geringen Kosten von nur 10 Millionen Dollar dürften Focus Features ein bescheidenes Plus bleiben.

Mega-Hit "Inside Out" ("Alles steht Kopf") ist nach seinem Wiedereinstieg am vergangenen Wochenende nun endgültig in der 13. Woche aus den Top Ten verschwunden. Der Disney-Animationsstreifen hat 351 Millionen Dollar eingebracht und ist hinter "Jurassic World" und "Avengers: Age of Ultron" der dritterfolgreichste Streifen des Jahres in den Vereinigten Staaten.



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