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Legend mit Tom Hardy in einer Doppelrolle
Legend mit Tom Hardy in einer Doppelrolle
© Studiocanal

Kinocharts Großbritannien (11. - 13.9.): Tom Hardy als besserer Maze Runner

Krimi "Legend" mit tollem Start

In letzter Zeit hatten es heimische Produkte auf der Insel schwer. Mit dem letzten Wochenende ist dieser Trend beendet worden: "Legend" schlug mit einem großartigen Startergebnis ein wie eine Bombe und erklomm als einziger britischer Film in den Top Ten mit Riesenabstand an die Spitze vor der Hollywood-Konkurrenz. Um 57 Prozent besser war hauptsächlich wegen des doppelten Tom Hardy das Geschäft in den britischen Kinos gemessen am Vorjahreswochenende, als der Animationsfilm "The Boxtrolls" mit 3,2 Millionen Pfund auf dem Thron einstieg.

Gold
Die Kritiker sind sich einig: Tom Hardy ist das Beste an "Legend", dem britischen Kriminalfilm über die Kray-Zwillinge, die in den Fünfzigern und Sechzigern die Londoner Unterwelt beherrschten. Und was für ein Glück für Regisseur Brian Helgeland ("Ritter aus Leidenschaft"): Hardy spielt eine Doppelrolle. Zwei phantastische Darstellungen zum Preis von einer Kinokarte. Das ließen sich die Zuschauer nicht zweimal sagen: Sie investierten 5,1 Millionen Pfund in 522 Kinos. Offenbar war die Neugierde auf einen großartigen Mimen wie Hardy in einer solch interessanten Rolle - die Krays sind als berüchtigte Gangster immer noch im kollektiven Gedächtnis präsent - ein ausschlaggebender Faktor für den großen Andrang. Für Tom könnte das einen weiteren Karriereschub geben, denn die Produktionsgesellschaften sehen hier sehr wohl, dass es sein Name ist, der für diesen Riesenstart gesorgt hat.

Silber
Zwischen "Divergent" und "The Hunger Games" eröffnete "The Maze Runner" seinen zweiten Teil "Scorch Trial" ("Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste") und konnte ein gutes Ergebnis erzielen. Nachdem der erste Part vor einem Jahr mit 2,0 Millionen Pfund aus den Startlöchern gekommen war, erreichte die Fortsetzung nun 2,8 Millionen Pfund in 518 Spielstätten. Die beiden "Divergent"-Filme hatten 1,7 beziehungsweise 2,9 Millionen Pfund Umsatz am Startwochenende gemacht. Das Ergebnis des Dylan O'Brien-Streifen kann sich also sehen lassen.

Bronze
In Nordamerika schrammte "The Visit" nur knapp an der Pole Position vorbei, im Vereinigten Königreich lag sie in weiter Ferne. Die Rückkehr von M. Night Shyamalan ins Horrorfach öffnete die Brieftaschen der Kinofans aber immerhin zur Melodie von 1,0 Millionen Pfund in 413 Filmtheatern. Ein ordentliches Ergebnis verglichen mit anderen Produktionen von Produzent Jason Blum wie "Insidious" und "Sinister", die jeweils mit 1,4 Millionen Pfund gestartet waren.

Die Neuen
"Irrational Man" von Woody Allen hinterlässt keinen großen Eindruck. Das Drama mit Joaquin Phoenix lief auf nur 166 Leinwänden an, wo lediglich 197 000 Pfund zusammenkamen. Das reichte nur für den zehnten Rang.

Auf den Plätzen
Spitzenreiter "Straight Outta Compton" war den Premieren nicht gewachsen und fiel komplett vom Siegertreppchen auf den vierten Rang (3. Woche / bisher insgesamt 7,1 Millionen Pfund); Fünfter wurde "Inside Out" (8. Woche / 36,8 Mio.), der weiterhin der meistgespielte Streifen Großbritanniens ist: Der Pixar-Animationsstreifen ist in 534 Filmtheatern zu sehen. Sechster wurde "Mission Impossible - Rogue Nation" (7. Woche / 20 Mio.); Siebter wurde "Pixels" (5. Woche / 7,9 Mio.); Achter wurde "No Escape" (2. Woche / 1,2 Mio.) und Neunter aus der Secret Cinema-Reihe "The Empire Strikes Back" (15. Woche / 5,5 Mio.)

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
(Nicht) gesehen und für zu schwach befunden: Das US-Drama "Me and Earl and the Dying Girl" mit Thomas Mann, der auf dem Sundance Filmfestival gefeierte Streifen, flog an seinem zweiten Wochenende direkt wieder aus den Top Ten mit gerade mal 730 000 Pfund. Die Independent-Produktion kann jetzt nur hoffen, irgendwann als Kultfilm zu gelten.

Ohne Jason Statham wollte auch niemand "The Transporter Refueled" sehen. Der französischen Thriller aus dem Hause Luc Besson büßte an seinem zweiten Wochenende rekordverdächtige 81 Prozent seines Premierenwochenend-Publikums ein und ist schon jetzt nur noch ferne Erinnerung. 500 000 Pfund sind kein Grund, die Reihe fortzusetzen.

Null Anklang fand auch Jesse Eisenberg als "American Ultra". Die Komödie ist die dritte im Bunde, die ihr zweites Wochenende schon nicht mehr unter den erfolgreichsten Zehn erlebte. 636 000 Pfund stehen hier zu Buche.

"The Man from U.N.C.L.E" ist mit 6,2 Millionen Pfund in fünf Wochen ein solider Erfolg geworden. Möglicherweise spielte der Warner Brothers-Produktion auch in die Hände, dass es mit Guy Ritchie ein bekannter Brite ist, der hier Regie geführt hat.

Und schließlich erwischte es am dritten Wochenende "Hitman - Agent 47" mit Rupert Friend, der mit rund 2 Millionen Pfund noch vergleichsweise gut abgeschnitten hat. Aber "besser als erwartet" heißt nicht unbedingt "erfolgreich".



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