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Hotel Transsilvanien 2
Hotel Transsilvanien 2
© Sony Pictures

Kinocharts USA (26. - 28.9.): "Hotel Transylvania 2" überbucht

Bester September-Start aller Zeiten

So kann man sich vertun. Branchenkenner sagten ein mäßig ausgebuchtes "Hotel Transylvania 2" voraus - stattdessen konnte sich das Etablissement mit Adam Sandler vor Buchungsanfragen kaum retten. Statt der erwarteten mäßigen 35 Millionen Dollar zum Eröffnungswochenende kauften die nordamerikanischen Zuschauer Tickets im Wert von 47 Millionen Dollar. Das ist Rekord für den September! Damit löst der Nachfolger seinen Vorgänger "Hotel Transylvania" als bester Starter im September ab. Das Original hatte vor drei Jahren mit 42 Millionen Dollar Premiere gefeiert. Insgesamt setzten die Top Twelve 127 Millionen Dollar um - wesentlich mehr als am Wochenenende des Vorjahres, als "The Equalizer" mit Denzel Washington und 34 Millionen Dollar die Top Twelve zu insgesamt lediglich 98 Millionen Dollar führte.

Gold
"Hotel Transylvania 2" ("Hotel Transsilvanien 2") erlöste seine 47 Millionen Dollar in 3745 Kinos, was einem hervorragenden Schnitt von 12 600 Dollar pro Leinwand entspricht. Der Animationsfilm des russischen Regisseurs Gennadiy Tartakovskiy, der auch den ersten Teil inszenierte, hat Columbia Pictures 80 Millionen Dollar gekostet. Das schwächer gestartete Original kam am Ende auf 148 Millionen Dollar; dieses Ergebnis sollte der zweite Teil auch erreichen, so dass Adam Sandler wieder selbstbewusster in den Spiegel schauen kann und die Columbia-Manager einen dritten Teil in Auftrag geben können.

Silber
Auf das erwartete und erwartet mäßige Ergebnis ist "The Intern" ("Man lernt nie aus") von Nancy Meyers gekommen. Die Anne Hathaway-Komödie erreichte in 3305 Lichtspielhäusern einen Umsatz von 18 Millionen Dollar. Das entspricht einem Schnitt von 5500 Dollar pro Spielstätte für die 40 Millionen Dollar teure Warner Brothers-Produktion.

Bronze
Obwohl weder "Hotel Transylvania 2" noch "The Intern" die Zielgruppe von "The Maze Runner: The Scorch Trials" ("Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste") ansprachen, musste der Science Fiction-Film einen Zuschauerrückgang von minus 53 Prozent hinnehmen. Der Spitzenreiter, den 20th Century Fox auf einen weiteren Spielplan setzten, so dass der Dylan O'Brien-Streifen mit jetzt 3792 Einsätzen der meistgezeigte Film Nordamerikas blieb, spielte 14 Millionen Dollar ein. Durchschnittlich solide 3700 Dollar verblieben in jeder Kinokasse. Insgesamt hat die 61 Millionen Dollar teure Jugendbuchverfilmung bis jetzt 52 Millionen Dollar verbucht. Der erste Teil lag zum selben Zeitpunkt bei 58 Millionen Dollar.

Die Neuen
"The Green Inferno", der zwei Jahre alte Horrorfilm von Eli Roth, erreichte in lediglich 1540 Filmtheatern 3,4 Millionen Dollar und damit nur den neunten Platz. Der kleine Verleiher High Top Releasing hatte laut eigenen Angaben die Kinos handverlesen ausgesucht - dort sollten angeblich traditionell viele Horror-Fans ein- und ausgehen. Diesmal blieben sie aber offensichtlich in der Mehrheit zu Hause, wie der schwache Schnitt von 2200 Dollar pro Kopie belegt. Da die Verleiher selbst als Ziel 5 Millionen Dollar angegeben hatten, muss man nicht lange um das Wort Enttäuschung rumreden.

Das gilt auch für "Everest" - obwohl Ernüchterung der passendere Ausdruck wäre. Nach der erfolgreichen und vielversprechenden Premiere in 545 IMAX-Kinos weiteten Universal Pictures den Abenteuerfilm am zweiten Wochenende auf 3006 Lichtspielhäuser aus, in denen Kinokarten im Wert von 13 Millionen Dollar die Besitzer wechselten. Das kommt auf einen mittelprächtigen Schnitt von 4300 Dollar pro Saal und Platz vier heraus. Alles in allem hat der Jason Clarke-Streifen bisher 23 Millionen Dollar umgesetzt. Die Produktionskosten von 55 Millionen Dollar sind da schon ein hehres Gipfel-Ziel.

Auf den Plätzen
Fünfter ist "Black Mass" mit Johnny Depp (2. Woche / bisher insgesamt 43 Millionen Dollar); Sechster ist "The Visit" (3. Woche / 52 Mio.); Siebter ist der Stalking-Thriller "The Perfect Guy" (3. Woche / 49 Mio.); Achter ist das religiöse Drama "War Room" (5. Woche / 56 Mio.) und Zehnter schließlich der an seinem zweiten Wochenende in nur 59 Kinos gezeigte, hochgelobte und mit Spannung erwartete Thriller "Sicario" mit Emily Blunt, der es dank phänomenaler 1,7 Millionen Dollar schon eine Woche vor dem landesweiten Start in die Top Ten geschafft hat.

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die Komödie "A Walk in the Woods" mit Robert Redford hat kein großes Publikum gefunden und ist mit lediglich 27 Millionen Dollar in vier Wochen gefloppt. Ganz anders sieht das für "Mission Impossible - Rogue Nation" mit Tom Cruise aus, der in neun Wochen 193 Millionen Dollar eingespielt hat. Das Auslandsgeschäft ist zwar stärker und auch gemessen an den anderen Teilen ist das US-Ergebnis eher mäßig (zum vierten Teil "Ghost Protocol" fehlen noch 16 Millionen Dollar), aber Paramount Pictures können ohne Bedenken einen sechsten Part in Auftrag geben.

"Straight Outta Compton" mit O'Shea Jackson, der im Drama seinen Vater Ice Cube verkörpert - sicherlich einer der Überraschungserfolge des Jahres - hat in sieben Wochen 160 Millionen Dollar umgesetzt. Die Independent-Komödie "Grandma" mit Lily Tomlin hat es nur für eine Woche unter die Top Ten geschafft. Nach sechs Wochen liegt der Umsatz hier bei 5,2 Millionen Dollar.



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