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Der Marsianer mit Matt Damon
Der Marsianer mit Matt Damon
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (9. - 11.10.): Böser Absturz von "The Walk"

"The Martian" bleibt vorne

Wie allseits erwartet, ist der einzige große echte Neustarter "Pan" böse gefloppt. Die "Origins: Peter Pan"-Story interessierte zu wenige Zuschauer, so dass es zwar noch zum Treppchen reichte, Matt Damon als "The Martian" aber vollkommen unbehelligt an der Spitze verweilen konnte. Da auch der expandierende "The Walk" böse abstürzte, war es trotz der guten Dauerbrenner in den Top Twelve ein schwächeres Wochenende als das im Vorjahr. Während damals 133 Millionen Dollar für die Top Twelve zusammen kamen, als "Gone Girl" und Ben Affleck mit ihrem zweiten Wochenende mit 26 Millionen Dollar vorne lagen, konnten die Top Twelve diesmal nur 115 Millionen Dollar umsetzen.

Gold
Hier passt alles: Begeisterte Kritiker, begeisterte Zuschauer und zufriedene Kinobesitzer. Mit "The Martian" ("Der Marsianer - Rettet Mark Watney") könnte Matt Damon bei diesem Ausagebetempo der nordamerikanischen Zuschauer der größte Erfolg seiner Karriere winken - die 227 Millionen Dollar von "The Bourne Ultimatum" aus dem Jahr 2007 sind einholbar. Nach zehn Tagen liegt der Science Fiction-Film bereits bei 109 Millionen Dollar, nachdem am zweiten Wochenende nochmals 37 Millionen Dollar hinzugekommen sind. Das ist ein hervorragender Zuschauerschwund gemessen am Premierenwochenende von nur minus 31 Prozent. Der Ridley Scott-Film blieb mit 3854 Leinwänden der meistgezeigte Film der USA und Kanadas. 20th Century Fox hatten ihr 108 Millionen Dollar teures Werk auf weitere 23 Spielpläne gesetzt. Der Schnitt entspricht exzellenten 9600 Dollar pro Saal.

Silber
Auch "Hotel Transylvania 2" ("Hotel Transsilvanien 2") konnte seinen Rang mit 20 Millionen Dollar behaupten. Und ebenso war hier der Besucherschwund mit lediglich minus 38 Prozent gut. Der Animationsfilm war in 3768 Spielstätten zu sehen (plus 14) und erreichte am dritten Wochenende noch immer einen exzellenten Schnitt von 5300 Dollar pro Filmtheater. Die Columbia Pictures-Produktion mit der Stimme von Adam Sandler liegt nun bei insgesamt 117 Millionen Dollar und dürfte den Vorgänger von 2012, der 148 Milllionen Dollar umgesetzt hatte, übertreffen.

Bronze
Die Zeichen standen auf Flop bei "Pan" - die Nachdrehs, die das Verschieben des Starttermins vom Juni in den Oktober notwendig gemacht hatten, die schlechten Kritiken und die nachteilige Mundpropaganda arbeiteten in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung alle gegen den Fantasy-Film. Doch so schlimm wie es jetzt gekommen ist, hatten es die Analysten nicht erwartet, die der Warner Brothers-Produktion zumindest um die 20 Millionen Dollar zugetraut hatten. Stattdessen sind es gerade mal 15 Millionen Dollar geworden - ein Zehntel der reinen Produktionskosten. Da ist das Budget für die aufwendige Werbung noch nicht mal eingerechnet. Es sieht also ganz böse für Regisseur Joe Wright ("Anna Karenina") und Hauptdarsteller Hugh Jackman aus. Der schwache Schnitt von 4400 Dollar in den 3515 Kinos spricht Bände - die Zuschauer sind an einer CGI-Vorgeschichte von Peter Pan einfach nicht interessiert.

Die Neuen
Wenn es "Pan" schon übel traf, so ist das Ergebnis von "The Walk" eine richtige Katastrophe. Bereits die exklusive IMAX-Premiere eine Woche zuvor war bitter in die Hose gegangen, als das Drama von Robert Zemeckis ("Flight") über den Seiltänzer Philippe Petit, der 1974 zwischen den Türmen des World Trade Centers balancieren wollte, nicht mal in die Top Ten kam. Nun expandierte die TriStar Pictures-Produktion in 2509 Lichtspielhäuser (plus 2061), konnte aber mit nur 3,6 Millionen Dollar lediglich den siebten Platz erreichen. Das ist zwar ein Klettern um vier Ränge, aber dennoch ein böser Absturz. Der Kopienschnitt liegt bei lachhaften 1400 Dollar. Obwohl der Joseph Gordon-Levitt-Film hervorragende Kritiken erhalten hat, verfing er ebenfalls nicht beim Publikum. Wenigstens lagen hier die Kosten nur bei 35 Millionen Dollar.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "The Intern" ("Man lernt nie aus" / 3. Woche / bisher insgesamt 50 Millionen Dollar); Fünfter wurde "Sicario" (4. Woche / 27 Mio.); Sechster wurde "Maze Runner: The Scorch Trials" (4. Woche / 71 Mio.); Achter wurde "Black Mass" mit Johnny Depp (4. Woche / 58 Mio.); Neunter wurde "Everest" (4. Woche / 38 Mio.) und Zehnter "The Visit" (5. Woche / 61 Mio.).

Raus mit Applaus
Eine der Überraschungen des Jahres, der Star-lose "War Room", hat am siebten Wochenende mit 64 Millionen Dollar die Top Ten verlassen. Das für 3 Millionen Dollar hergestellte religiöse Independent-Drama hat bewiesen, dass es immer noch einen Markt für solche Filme gibt. Zwar nicht unbegrenzt, wie die Flops "90 Minutes in Heaven" und "Captive" bewiesen haben, aber doch immer mal wieder.

Ebenso gibt es eine Nachfrage für Thriller mit afro-amerikanischer Besetzung. "The Perfect Guy", ebenfalls ohne namhafte Stars, erreichte in fünf Wochen 55 Millionen Dollar. Sony-Tochter Screen Gems hatte 12 Millionen Dollar investiert und damit das Erfolgsrezept von "No Good Deed" vom Vorjahr (52 Millionen Dollar) wiederholt.



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