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Alles steht Kopf
Alles steht Kopf
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts Deutschland (15. - 18.10): Top Ten stehen zum dritten Mal Kopf

"Er ist wieder da", um zum bleiben

Die deutschen Kinos brummen. Ein hervorragendes Wochenende, das 59 Prozent mehr Besucher als am Vorjahreswochenende verzeichnete, als "Teenage Mutant Ninja Turtels" mit Megan Fox und 260 000 Zuschauern an der Spitze einstieg, lässt Kinobesitzer, Verleiher und Filmstudios jubilieren. Besonders Neue Constantin, deren Mega-Hit "Fack ju Göhte 2" mit nun 6,9 Millionen verkauften Karten "Minions" offiziell als erfolgreichsten Film des Jahres abgelöst hat und deren "Er ist wieder da" inzwischen die Millionen-Marke gekreuzt hat. Doch an der Spitze feierte ein anderer Film den Hattrick.

Gold
"Alles steht Kopf" konnte sich mit einem geringen Besucherschwund von lediglich minus 19 Prozent souverän auf dem Kinokassenthron behaupten. Am dritten Wochenende wollten nochmals 428 000 junge und alte Zuschauer in 624 Lichtspielhäusern (plus 11) den Disney-Animationsfilm von Pete Docter ("Oben") sehen, der damit inzwischen 2,0 Millionen Karten hat absetzen können. Der Zuschauerschnitt von 687 pro Saal ist weiterhin hervorragend.

Silber
Nach dem guten Premierenergebnis hatten 112 weitere Spielstätten "Er ist wieder da" ins Programm aufgenommen. Die deutsche Komödie konnte an ihrem zweiten Wochenende daraufhin in 513 Filmtheatern ihren Besucherzahl sogar noch um 11 Prozent steigern, was selten vorkommt. Offensichtlich trifft die Romanverfilmung von David Wnendt ("Feuchtgebiete") einen Nerv. Mit 781 verkauften Karten pro Kopie ist auch hier die Nachfrage unvermindert hoch. Inzwischen hat der Oliver Masucci-Streifen wie beschrieben bereits über eine Million Mal die Kinosessel besetzen können.

Bronze
Einen guten Einstand schafft die erste Premiere der Woche: "Hotel Transsilvanien 2" flackerte vor 362 000 Augenpaaren über die 621 Leinwände. Das entspricht einem Schnitt von 583 Zuschauern pro Saal für den Animationsstreifen mit der Stimme von Rick Kavanian. Das ist ein deutlich stärkeres Ergebnis, als der Vorgänger vor drei Jahren mit 258 000 verkauften Tickets am Debutwochenende erreicht hatte.

Die Neuen

"Hotel Transsilvanien 2" ist mit seinem Erfolg die rühmliche Ausnahme, denn die vier anderen Neustarter konnten nicht überzeugen. "American Ultra" mit Jesse Eisenberg schaffte es mit seinen 31 300 Zuschauern in 239 Kinosälen nicht mal in die Top Ten; ebenso wenig "Picknick mit Bären" mit Robert Redford, der allerdings auch mehr in den Programmkino zu sehen war und mit nur 112 Kopien gestartet war. Hier erwarben 28 300 Besucher eine Kinokarte.

Wie in den USA interessierten sich auch die deutschen Kinozuschauer wenig für "Crimson Peak". Der Horrorfilm von Guillermo del Toro erreichte mit 81 700 Zuschauern lediglich den sechsten Platz. Für die Universal Pictures-Produktion entsprach das einem schwachen Schnitt von 224 Besuchern in den 365 Spielstätten. Etwas mehr Interesse scheint "Black Mass" auf sich gezogen zu haben: Die Kinos waren bei dem Johnny Depp-Kriminalfilm besser ausgelastet (355 besetzte Kinosessel pro Filmtheater), aber da nur 200 Kinos die Warner Brothers-Produktion auf die Spielpläne genommen hatten, reichte es insgesamt nur zu 70 900 Besuchern und Rang sieben.

Auf den Plätzen
Der mit Abstand weiterhin meistgezeigte Film des Landes landete auf dem vierten Platz: "Fuck ju Göhte" ist in 734 Lichtspielhäusern zu sehen und zog auch am sechsten Wochenende noch immer die Massen an. Fünfter wurde "Der Marsianer" (2. Woche / bisher insgesamt 681 000 Zuschauer); Achter wurde "Man lernt nie aus" (4. Woche / 463 000); Neunter wurde "Everest" (5. Woche / 732 000) und Zehnter schließlich "The Visit" (4. Woche / 489 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die Vollkatastrophe, die da "Pan" heißt, setzt sich auch in Deutschland fort. Nachdem der Fantasy-Film schon in den USA strandete, ist der Streifen von Joe Wright ("Anna Karenina") hierzulande geradzu abgestürzt. Bereits am zweiten Wochenende ist das Werk aus den Top Ten verschwunden, hat bisher gerade mal 118 000 junge und alte Besucher verzeichnet. "Natürlich wird es Fortsetzungen geben", hatte Hauptdarsteller Hugh Jackman getönt, "kein Filmstudio gibt doch 150 Millionen Dollar aus, ohne eine Reihe zu planen." Falsch gedacht. Jetzt heulen die Kassenwarte bei Warner Brothers, denen "Pan" Meteorit-große Löcher in die Bilanz schlägt. Die deutschen Zuschauer steuern jedenfalls nur umgerechnet rund 1 Million Dollar bei.

Am vierten Wochenende hat sich "Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste" mit Dylan O'Brien und soliden 466 000 verkauften Tickets aus den Top Ten verabschiedet. Das sind allerdings deutlich weniger als die 864 000, die vor einem Jahr für den ersten Part verkauft werden konnten. Damit setzt sich der Trend aus den USA auch in Deutschland fort, und es scheint eine weise Entscheidung von 20th Century Fox zu sein, den dritten Part nicht in zwei Filme aufzuspalten.

Nur mäßig ist "Sicario" beim deutschen Publikum angekommen. Der Emily Blunt-Thriller wurde in drei Wochen von 262 000 Zuschauern angeschaut.



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