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Hotel Transsilvanien 2
Hotel Transsilvanien 2
© Sony Pictures

Kinocharts Großbritannien (16. - 18.10.): Briten haben Blut geleckt

"Hotel Transylvania 2" mit aufgeblähtem Superstart

Es ist wie bei der Tour de France: Wenn alle dopen, sind die Ergebnisse doch wieder vergleichbar. Und da auf der Jagd nach dem Nummer eins-Hit und dem aufgeblähten "Wochenendergebnis" von sieben Tagen immer mehr Verleiher mitmachen, kann man zwar wettern, dass das beeindruckende Ergebnis von "Hotel Transylvania 2" am vergangenen Wochenende nur dadurch zustande gekommen ist, weil Columbia Pictures den Film sieben statt nur drei Tage lang in die Kinos vor dem Sonntag brachten - und die Briten dann den bis zum Wochenende getätigten Umsatz auch mitzählen. Da allerdings auch "Suffragette" bereits ab Montag zu sehen war und "Pan" ebenfalls bereits zwei Tage Vorpremieren dazubuchte, kommt dann doch alles zumindest im Verhältnis wieder einigermaßen hin. Auf jeden Fall waren die Debuts so erfolgreich, dass es ein insgesamt umsatzstarkes Wochenende für die Top Ten gewesen ist: Um 33 Prozent lagen die Umsätze höher als am Vorjahreswochenende, als "Teenage Mutant Ninja Turtles" mit Megan Fox und 4,7 Millionen Pfund auf der Spitzenposition einstieg.

Gold
6,3 Millionen Pfund lautete das Ergebnis von "Hotel Transylvania 2" ("Hotel Transsilvanien"), mit dem Columbia sehr zufrieden sein dürfte. Der erste Teil hatte vor drei Jahren 8,3 Millionen Pfund eingespielt - allerdings insgesamt! Der in 557 Kinos startende Animationsfilm mit der Stimme von Adam Sandler verbuchte einen hervorragenden Schnitt von 11 300 Pfund pro Leinwand.

Silber
Das britische Drama "Suffragette" mit Carey Mulligan feierte eine nicht ganz so fabulöse, aber sehr beachtliche Premiere mit 2,9 Millionen Pfund in 526 Lichtspielhäusern. Der Streifen über die britischen Frauen, die vor dem Ersten Weltkrieg teilweise auch gewalttätig für ihr Wahlrecht kämpften, kam auf einen guten Schnitt von 5500 Pfund pro Saal.

Bronze
Der Mega-Flop, der "Pan" in Nordamerika und Deutschland geworden ist, wiederholte sich im Vereinigten Königreich nicht für den Fantasy-Film des heimischen Regisseurs Joe Wright ("Anna Karenina"). Die Warner Brothers-Produktion kommt im Gegenteil mit 2,7 Millionen Pfund sogar auf das Treppchen - und bei 491 Spielstätten lag der Schnitt mit 5500 Pfund pro Filmtheater genauso hoch wie bei "Suffragette".

Die Neuen
Anders als bei "Pan" vollendete "Crimson Peak" seinen Enttäuschungs-Hattrick. Nach den USA und hierzulande strömten auch auf der Insel die Kinobesucher nicht gerade in Massen, um den Horrorfilm zu sehen - trotz des Mitwirkens des heimischen Tom Hiddleston. Mit schmächlichen 967 000 Pfund reichte es für die Universal Pictures-Produktion lediglich zum fünften Rang. Durchschnittlich 2200 Pfund verblieben in den 421 Kinos.

Einen Achtungserfolg schaffte "The Lobster - Eine unkonventionelle Liebesgeschichte". Das englischsprachige Debut des in Cannes ausgezeichneten griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos ("Alpen") lief mit lediglich 75 Kopien an, schaffte es aber mit Platz neun dennoch in die Top Ten. Die skurrile britische Komödie mit Colin Farrell war den Zuschauern 229 000 Pfund wert (Schnitt von 3000 Pfund).

Auf den Plätzen
Vierter ist "The Martian" (3. Woche / bisher insgesamt 17 Millionen Pfund), der mit 564 Einsätzen der meistgezeigte Film Großbritanniens bleibt; Sechster ist "Sicario" (2. Woche / 3,3 Mio.); Siebter ist "Legend" mit dem doppelten Tom Hardy (6. Woche / 17 Mio.); Achter ist "The Intern" (2. Woche / 3,4 Mio.) und Zehnter schließlich ist "Everest" (5. Woche / 10 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Im Film bleibt Joseph Gordon-Levitt auf dem Seil, aber sein Film selbst ist abgestürzt, wie man es selten erlebt: Nach Rang drei am Premierenwochenende reichte es am zweiten Wochenende für "The Walk" nur noch zu Platz 15. Unglaubliche 83 Prozent des Umsatzes brachen weg. Nun steht die TriStar Pictures-Produktion mit 1,2 Millionen Pfund da und ist wie in den USA ein unerklärlicher Flop.

Etwas besser schlug sich die britische Shakespeare-Verfilmung "Macbeth" mit Michael Fassbender. In drei Wochen wanderten Karten im Wert von 2,3 Millionen Pfund über die Theken.

Erfolgreich ist "Maze Runner: The Scorch Trials" gewesen: 8,6 Millionen Pfund kamen in sechs Wochen für den Dylan O'Brien-Streifen zusammen. Das ist etwas weniger als beim ersten Teil, der auf 8,8 Millionen Pfund gekommen war.

Der kanadische Kriminalfilm "Regression" mit Emma Watson flog in hohem Bogen wieder aus den Top Ten: 300 000 Pfund in zwei Wochen sichern dem Werk einen Flop-Status.

Ganz im Gegenteil dagegen der unverwüstliche "Inside Out" ("Alles steht Kopf"), der in 13 Wochen 37 Millionen Pfund umgesetzt hat und damit derzeit der vierterfolgreichste Film des Jahres auf der Insel ist.



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