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Der Marsianer - Rettet Mark Watney
Der Marsianer - Rettet Mark Watney
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (30.10. - 1.11.): Tiefpunkt mit Sandra Bullock und Bradley Cooper

Schlechtestes Wochenende des Jahres

Bereits vorletztes Wochenende verzeichneten "Rock the Kasbah" und "Jem and the Holograms" historisch schlechte Premieren. Dies setzte sich am letzten Wochenende mit den miserablen Debuts von "Burnt" mit Bradley Cooper und "Our Brand Is Crisis" mit Sandra Bullock fort, die ebenfalls historisch niedrig ausfielen. Durch Halloween am Samstag und die drei mit miesen Kritiken belasteten Neustarter - der dritte im Bunde "Scouts Guide to the Zombie Apocalypse" erreichte nicht mal die Top Ten - fiel die Bilanz der Top Twelve alles in allem furchterregend aus.

Mit nur 62 Millionen Dollar Umsatz war es das bislang schlechteste Kinowochenende Nordamerikas in diesem Jahr und wird es wohl auch bleiben. Vergangenes Jahr, als "Ouija" in seiner zweiten Woche die Spitze mit 10 Millionen Dollar verteidigte, waren es am Vergleichswochenede immerhin 80 Millionen Dollar gewesen. Während die aktuelle Top Ten dahinsiechte und weitgehend Windstille herrschte, wird "Spectre" am kommenden Wochenende um so gewaltiger einschlagen.

Gold
Fünfte Woche, viertes Wochenende an der Spitze. Qualität setzt sich ab und an dann doch durch. "The Martian" ("Der Marsianer - Rettet Mark Watney") setzte nochmals 11 Millionen Dollar um, was einem wiederum nur schwachen und damit hervorragenden Zuschauerrückgang von minus 25 Prozent entspricht. Und dies obwohl immerhin 286 Lichtspielhäuser das Matt Damon-Werk aus dem Programm genommen haben. Nun zeigen ihn noch 3218 Spielstätten. Den Titel als meistgezeigter Film der USA musste "The Martian" damit an "Goosebumps" abtreten. Die Zuschauer können von dem Science Fiction-Film nicht genug bekommen (der Schnitt liegt weiterhin bei hervorragenden 3600 Dollar pro Kino) und haben Karten im Wert von 184 Millionen Dollar erworben. In dieser Woche wird die 20th Century Fox-Produktion der nach Umsatz erfolgreichste Film in Ridley Scott's Karriere werden.

Silber
Passend zu Halloween strahlten 117 Filmtheater zusätzlich "Goosebumps" ("Gänsehaut") aus, der damit auf 3618 Leinwänden zu sehen ist und den zweiten Platz in seiner dritten Woche verteidigte. 9 Millionen Dollar war den Zuschauern die Columbia Pictures-Produktion wert, was einem soliden Durchschnitt von 2700 Dollar pro Saal und einem ebenso soliden Zuschauerrückgang von lediglich minus 36 Prozent entspricht. Der Fantasy-Film mit Jack Black kommt insgesamt bisher auf 57 Millionen Dollar.

Bronze
Von den schwachen Neuankömmlingen profitiert auch das Qualitätsprodukt "Bridge of Spies - Der Unterhändler", der an seinem dritten Wochenende ebenfalls den Rang halten konnte. Walt Disney Studios räumten dem Steven Spielberg-Streifen weitere 62 Kinos ein, so dass er nun mit 2873 Kopien im Rennen lag und 8 Millionen Dollar erlöste. Das entspricht ordentlichen 2900 Dollar pro Leinwand und einer hervorragenden Zuschauereinbuße von lediglich minus 26 Prozent. 45 Millionen Dollar stehen aktuell für den Tom Hanks-Film unter dem Strich.

Die Neuen
"Burnt" ("Im Rausch der Sterne ") kam mit schlechten Kritiken belastet in die Kinos, und keiner der Zuschauer wollte sich offenbar die Hände an der 20 Millionen Dollar teuren Weinstein Company-Komödie verbrennen, die mit immerhin 3003 Kopien startete. 5,0 Millionen Dollar auf dem sechsten Platz sind da ein erbärmliches Ergebnis und der zweite Mega-Flop für Bradley Cooper nach "Aloha" in diesem Jahr. 1600 Dollar verblieben jedem Kinobesitzer nur im Schnitt.

Noch miseraler erging es der anderen Komödie aus dem Hause Warner Brothers, die 28 Millionen Dollar in "Die Wahlkämpferin" investiert hatten: Mit 3,2 Millionen Dollar auf dem achten Platz ist dieses genauso negativ besprochene Werk nicht nur ebenfalls eine der erfolglosesten Premieren in der Box Office-Geschichte, sondern auch Sandra Bullock's persönlich schlechteste. Der Schnitt liegt hier bei 1400 Dollar.

Die Paramount Pictures-Komödie "Scouts Guide to the Zombie Apocalpyse" erreichte trotz des zu Halloween passenden Gruselfaktors nur 1,8 Millionen Dollar und damit Rang zwölf.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Hotel Transylvania 2" (6. Woche / bisher 156 Millionen Dollar insgesamt); Fünfter ist "The Last Witch Hunter" (2. Woche / 19 Mio.); Siebter ist "Paranormal Activity: The Ghost Dimension" (2. Woche / 14 Mio.); Neunter ist "Crimson Peak" (3. Woche / 28 Mio.) und Zehnter schließlich "Steve Jobs" (4. Woche / 15 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"The Intern" ("Man lernt nie aus") mit Anne Hathaway ist ein solider Erfolg geworden. Die Nancy Meyers-Komödie, die Warner Brothers 35 Millionen Dollar gekostet hatte, hat in sechs Wochen 69 Millionen Dollar verbucht. Für "Sicario" hatten sich Lionsgate Films aufgrund der ausgezeichneten Kritiken sicherlich mehr erhofft: Mit nur 42 Millionen Dollar in sieben Wochen hat der 30 Millionen Dollar teure Thriller mit Emily Blunt enttäuscht.



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