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Die Peanuts - Der Film
Die Peanuts - Der Film
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (7. - 9.11.): 007 und Peanuts beenden vorzeitigen Kino-Winterschlaf

"Spectre" an der Spitze

Nach dem schlechtesten Oktober seit 2007 mit dem umsatzschwächsten Wochenende des bisherigen Jahrens mit rekordverdächtig schlechten Premieren und zwei Wochen lang keiner Bewegung unter den ersten Dreien, beendeten wie erwartet "Spectre" und "The Peanuts Movie" am Wochenende den vorzeitigen Winterschlaf, in den die nordamerikanische Kinolandschaft gefallen war. Die Top Twelve setzten dank der zwei starken Neustarts 156 Millionen Dollar um (am Wochenende davor waren es 62 Millionen Dollar gewesen) und übertrafen das Vorjahreswochenende, als der Disney-Animationsfilm "Big Hero 6" mit 56 Millionen Dollar auf dem ersten Platz einstieg und die Top Twelve 146 Millionen Dollar erlösten.

Gold
"Spectre" konnte 73 Millionen Dollar in 3929 Lichtspielhäusern umsetzen. Der Thriller löste damit "Goosebumps" als meistgezeigten und "The Martian" als meistgesehen Streifen der USA ab. Der Schnitt lag bei exzellenten 18 500 Dollar pro Saal. Die mit rund 250 Millionen Dollar Produktionskosten exorbitant teure Columbia Pictures-Produktion kann jeden Dollar brauchen. Weltweit hat sie mit aktuell knapp 300 Millionen Dollar Umsatz zumindest die reinen Produktionskosten eingespielt; um Marketing- und Verleihkosten ebenfalls noch zu egalisieren, muss der Sam Mendes-Film etwa 600 Millionen Dollar einnehmen, um in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Das sollte er nach dieser überzeugenden US-Premiere und den vielen Vorgänger "Skyfall" übertreffenden Debuts beispielsweise in Mexiko, Brasilien, Russland, Belgien, Österreich, Malaysia und Polen schaffen. Einziger Wermutstropfen für Daniel Craig und Co.: An das US-Debüt von "Skyfall" in den USA, der vor drei Jahren mit dem 007-Rekordstart von 88 Millionen Dollar Premiere gefeiert hatte, kam "Spectre" nicht annähernd heran.

Silber
15 Jahre nach Ende der Comic-Reihe und 35 Jahre seit dem letzten "Peanuts"-Kinofilm brachten 20th Century Fox mit ihrem "Ice Age"-Team "The Peanuts Movie" ("Die Peanuts - Der Film") in 3897 Spielstätten. Der diesmal computergenerierte und in 3D produzierte Animationsfilm profitierte von sehr guten Kritiken (besser als die von "Spectre") und setzte Karten im Wert von 45 Millionen Dollar ab. Das entspricht einem guten Schnitt von 11 500 Dollar für das 99 Millionen Dollar teure Werk.

Bronze

Erstaunlich gut - oder angesichts der Qualität des Films: erwartbar gut - hält sich "The Martian" ("Der Marsianer - Rettet Mark Watney") trotz der starken neuen Konkurrenz. Zwar musste der Science Fiction-Film den Kinokassenthron räumen, verlor aber an seinem sechsten Wochenende nur sensationell wenige Zuschauer im Vergleich zum Wochenende zuvor (minus 20 Prozent) und hielt einen phantastischen Schnitt von 3200 Dollar pro Filmtheater. 363 Kinos hatten den Matt Damon-Streifen aus dem Programm genommen, so dass er noch mit 2855 Kopien im Rennen lag. 197 Millionen Dollar hat das Ridley Scott-Werk 20th Century Fox bisher insgesamt eingebracht.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Goosebumps" mit Jack Black (4. Woche / bisher insgesamt 66 Millionen Dollar); Fünfter ist "Bridge of Spies" mit Tom Hanks (4. Woche / 55 Mio.); Sechster ist "Hotel Transylvania 2" (7. Woche / 161 Mio.); Siebter ist "Burnt" mit Bradley Cooper ("Im Rausch der Sterne" / 2. Woche / 10 Mio.); Achter ist "The Last Witch Hunter" (3. Woche / 23 Mio.); Neunter ist Top Ten-Wiedereinsteiger "The Intern" ("Man lernt nie aus / 7. Woche / 71 Mio.) und Zehnter schließlich "Paranormal Activity: The Ghost Dimension" (3. Woche / 16 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Sandra Bullock's größter Flop ihrer Karriere, die Komödie "Our Brand Is Crisis", ist bereits nach einer Woche wieder aus den Top Ten vertrieben worden. Gerade mal 6 Millionen Dollar hat die 28 Millionen Dollar teure Weinstein Company-Produktion eingebracht.

Zwei der größten finanziellen Enttäuschungen des Jahres sind trotz guter Kritiken schon Box Office-Geschichte und ernüchtern das so erfolgsverwöhnte Universal Pictures-Filmstudio: Am vierten Wochenende hat es "Crimson Peak" von Guillermo del Toro erwischt. Der 55 Millionen Dollar teure Horrorfilm steht bei 30 Millionen Dollar. Noch schlimmer hat es "Steve Jobs" erwischt: Am fünften Wochenende ist Danny Boyle's Drama, das 30 Millionen Dollar gekostet hat, mit 16 Millionen Dollar aus den Top Ten herausgepurzelt.



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