Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten
Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten
© 20th Century Fox

Kinocharts UK (6. - 8.11.): James Bond übertrumpft "Jurassic World"

"Brooklyn" stärkster irischer Film seit "Michael Collins"

"Spectre" dominierte auch am zweiten Wochenende die britischen Charts und hat am Montag "Jurassic World" als erfolgreichsten Film des United Kingdom im Jahr 2015 abgelöst: Der Science Fiction-Film hatte im Sommer 64,2 Millionen Pfund eingespielt, die 007 nun übertrumpft hat. Dank des starken Thrillers und des überzeugenden Debuts des britischen Dramas "Brooklyn" setzten die Top Ten 58 Prozent mehr um als am Vorjahreswochenende, als "Interstellar" mit Matthew McConaughey und 8,5 Millionen Pfund an der Spitze einstieg.

Gold
Exzellente Zahlen für den Agenten im Geheimdienst Ihrer Majestät: Nach 14 Tagen liegt "Spectre" sogar im Vergleich mit "Skyfall" vorne, dem erfolgreichsten Film aller Zeiten in Großbritannien: 64 Millionen Pfund hat der neue Sam Mendes-Streifen gegenüber den 61 Millionen Pfund des Vorgängers umgesetzt. Neun weitere Kinos hatten die Columbia Pictures-Produktion auf ihre Spielpläne gesetzt, die mit jetzt 660 Leinwänden die meistgezeigte Produktion auf der Insel blieb. 13 Millionen Pfund kamen in die Kinokassen hinzu, das entspricht einem Schnitt von wahnwitzigen 19 900 Pfund pro Lichtspielhaus. Im Wochenendvergleich hielt sich der Zuschauerrückgang mit minus 34 Prozent sehr gut.

Silber
Und noch ein Columbia Pictures-Erfolgsfilm auf dem Treppchen: Am vierten Wochenende behauptete "Hotel Transylvania 2" ("Hotel Transsilvanien 2") am vierten Wochenende den zweiten Rang mit 1,1 Millionen Pfund in 559 Spielstätten (minus 30). Der heftige Zuschauerrückgang von minus 54 Prozent suggeriert allerdings, dass der Adam Sandler-Animationsfilm nun langsam an die Grenzen seines Zuschauerpotentials stößt. Der Schnitt von 1900 Pfund pro Filmtheater ist immer noch solide. Insgesamt 17 Millionen Pfund hat die Fortsetzung bereits eingespielt.

Bronze
Knapp dahinter mit 1,0 Millionen Pfund eine weitere Erfolgsgeschichte: Das britische Drama "Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten" startete mit nur 308 Kopien, aber die wenigen Kinos waren voll: Der Schnitt lag bei ordentlichen 3300 Pfund. Die irische Co-Produktion kam mit der Empfehlung guter Kritiken und Lob auf den Festivals von Sundance, Toronto und London. Namen wie Romanautor Colm Tóibín, Drehbuchautor Nick Hornby, die Schauspieler Saoirse Ronan, Domnhall Gleeson, Julie Walters und Jim Broadbent zogen ebenfalls. Besonders in Irland, wo "Brooklyn" mit 432 000 Pfund erheblich zum guten Einstand des von Lionsgate Films auf die Leinwände gebrachten Werks beitrug. Das ist das beste Ergebnis für eine irische (Co-)Produktion seit "Michael Collins" von 1996.

Die Neuen
Wie in den USA floppten "Burnt" ("Im Rausch der Sterne") und "Scouts Guide to the Apocalypse" auch im United Kingdom. Die Bradley Cooper-Komödie setzte in 364 Lichtspielhäusern nur Karten im Wert von 445 000 Pfund ab, was einem schwachen Schnitt von 1200 Pfund entspricht. Das reichte lediglich zu Rang fünf - trotz einer ebenfalls beeindruckenden Besetzung mit Sienna Miller, Daniel Brühl, Alicia Vikander, Emma Thompson und Uma Thurman.

Die Teenager-Komödie "Scouts Guide to the Apocalypse" ("Scouts vs. Zombies - Handbuch zur Zombie-Apokalyps") erreichte mit 297 000 Pfund in immerhin 407 Sälen gar nur den achten Platz. Die Paramount Pictures-Produktion kam so auf einen lachhaften Schnitt von 730 Pfund pro Spielstätte. In Zeiten des Internets muss niemand mehr ins Kino gehen, um sich von einem schlechten Streifen böse überraschen zu lassen. Die miesen Kritiken hatten sich offenbar bereits über den Atlantik verbreitet.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Pan" (4. Woche / bisher insgesamt 7,8 Millionen Pfund); Sechster ist "The Martian" (6. Woche / 22 Mio.); Siebter ist "Suffragette" mit Carey Mulligan (4. Woche / 8,5 Mio.); Neunter ist "Paranormal Activity: Ghost Dimension" (3. Woche / 3,5 Mio.) und Zehnter schließlich "The Last Witch Hunter" (3. Woche / 2,5 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wiedereinsteiger und Wahnsinnserfolg "Inside Out" ("Alles steht Kopf") ist an seinem 16. Wochenende wieder raus und steht bei 39 Millionen Pfund. Erst am vierten Wochenende musste die mit nur wenigen Kopien gestartete britische Komödie "The Lobster" mit Colin Farrell die Top Ten verlassen und hat mit 1,0 Millionen Pfund immerhin die Siebenstelligkeit erreicht. Zwar hat "Crimson Peak" mit Tom Hiddleston in vier Wochen gut 2,5 Millionen Pfund eingesackt, aber für die große Hollywood-Produktion ist das ein schwaches Ergebnis.



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.