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Star Wars: The Force Awakens mit Daisy Ridley
Star Wars: The Force Awakens mit Daisy Ridley
© Lucasfilm

Kinocharts USA (25. - 27.12.): Eine schöne "Star Wars"-Bescherung

"Daddy's Home" überrascht mit starkem Start

Am vorletzten Wochenende trieb "Star Wars: The Force Awakens" mit dem besten Premierenergebnis aller Zeiten in Höhe von 247 Millionen Dollar die Top Twelve zum umsatzstärksten Wochenende aller Zeiten. An diesem Wochenende sorgten 153 Millionen Dollar am zweiten Wochenende für den Science Fiction-Film für das zweitbeste Wochenende aller Zeiten eines Films. Mit diesem Ergebnis qualifiziert sich der Walt Disney-Film sogar für die Top Ten der besten Kinostarts aller Zeiten.

So half der J.J. Abrams-Streifen wiederum mit, das zweitumsatzstärkste Top Twelve-Wochenende der Geschichte anzuschieben: Kinokarten im Wert von 260 Millionen Dollar wechselten die Besitzer - vor einem Jahr, als "The Hobbit: The Battle of the Five Armies" mit Martin Freeman und 40 Millionen Dollar sein zweites Wochenende an der Spitze verbrachte, waren es 187 Millionen Dollar gewesen.

Gold
Inzwischen hält "Star Wars: The Force Awakens" 35 Kinokassenrekorde und bricht durch die Bestmarken, als wären sie aus Pappe. Bereits nach zwölf Tagen sind in den USA über eine halbe Milliarde Dollar und weltweit insgesamt über eine Milliarde Dollar in die Kassen gespült worden. Die Zuschauer stürmen die Lichtspielhäuser in einem nicht für möglich gehaltenen Tempo. Schon jetzt ist das Daisy Ridley-Werk die zweiterfolgreichste Produktion 2015 und wird bald "Jurassic World" als den noch erfolgreichsten Film des Jahres sowohl bei den US- als auch den internationalen Zahlen überrundet haben.

"Star Wars: The Force Awakens" liegt bei den Zuschauerzahlen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in den USA bereits auf Rang 50, nach weltweitem Umsatz schon auf Platz 15. Ob er es mit den James Cameron-Giganten "Titanic" und "Avatar" wird aufnehmen können, die auf Rang 2 und 1 der umsatzstärksten Filme aller Zeiten liegen, bleibt abzuwarten. Rang 3, den derzeit noch "Jurassic World" besetzt, ist auf jeden Fall drin.

Mit nur minus 38 Prozent fiel der Zuschauerrückgang gegenüber dem Debut-Wochenende sehr moderat aus. Für einen derart riesig gestarteten Film, bei dem normalerweise Besuchereinbußen in Höhe von 50 Prozent die Regel sind, ist das ein außergewöhnlich gutes Ergebnis und kann das Haus mit der Maus berechtigt hoffen lassen, dass die Disney-Produktion weitere Rekorde brechen wird. Mit unverändert 4134 Kopien blieb der Streifen mit Abstand der meistgezeigte des Landes. Die 153 Millionen Dollar sorgten so für einen Fabelschnitt von etwa 37 000 Dollar pro Saal. Insgesamt hat "Star Wars: The Force Awakens" bisher atemberaubende 544 Millionen Dollar erlöst.

Silber
Viel besser als erwartet und mit einem richtig guten Ergebnis kamen Will Ferrell und Mark Wahlberg aus den Startlöchern: Ihre Komödie "Daddy's Home" erreichte trotz schlechter Kritiken mit 38 Millionen Dollar mit weitem Abstand auf den Bronze-Rang den zweiten Platz. Die 50 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion konnte so aus den 3271 Spielstätten einen starken Umsatzschnitt von 11 800 Dollar vermelden.

Bronze
Eine ordentliche Premiere feierte "Joy". Das 20th Century Fox-Drama, das Regisseur David O. Russell zum dritten Mal mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper vereint, setzte in 2896 Lichtspielhäusern 17 Millionen Dollar um, was einem Schnitt von 6000 Dollar pro Leinwand für den 60 Millionen Dollar teuren Streifen entspricht, der nur gemischte Kritiken erhalten hat.

Die Neuen
Schwache Starts dagegen für die beiden anderen Debutanten "Concussion" und "Point Break", während der ausgeweitete "The Big Short" solide Zahlen aufweist. Das Columbia Pictures-Drama "Concussion" ("Erschütternde Wahrheit") mit Will Smith, das gute Kritiken erhalten hat, kam in 2841 Kinos auf lediglich 11 Millionen Dollar. Damit stieg das 35 Millionen Dollar teure Werk auf dem sechsten Platz ein, wobei der durchschnittliche Umsatz pro Kopie bei 3800 Dollar lag.

"Point Break", die Wiederverfilmung von "Gefährliche Brandung", war vor der Premiere den Kritikern nicht vorgeführt worden, was Schlimmes befürchten ließ. Die Besucher rochen den verbrannten Braten - inzwischen sind auch die miserablen ersten Besprechungen des Warner Brothers-Thriller veröffentlicht - und gaben nicht mehr als 10 Millionen Dollar in den 2910 Lichtspielhäusern aus. Dies entspricht einem Schnitt von schwachen 3500 Dollar pro Spielstätte und schickt den 105 Millionen Dollar teuren Luke Bracey-Film auf Rang acht und damit auf's Flop-Gleis.

"The Big Short", das 28 Millionen Dollar teure Ensemble-Drama von Adam McKay ("Die etwas anderen Cops") über die US-Finanzkrise, setzten Paramount auf 1585 Spielpläne. 10 Millionen Dollar klingelten in den Kassen, was für den Steve Carrell-Streifen einen soliden Schnitt von 6600 Dollar entspricht und in Rang sieben mündet. Insgesamt liegt "The Big Short" nach drei Wochen bei 16 Millionen Dollar.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Sisters" mit Tina Fey und Amy Poehler (2. Woche / bisher insgesamt 37 Millionen Dollar); Fünfter ist "Alvin and the Chipmunks: Road Chip" (2. Woche / 39 Mio.); Neunter ist "The Hunger Games: Mockingjay - Part 2" (6. Woche / 265 Mio.) und Zehnter schließlich "Creed" mit Michael B. Jordan (5. Woche / 96 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Der Pixar-Animationsfilm "The Good Dinosaur" ("Arlo & Spot") ist mit 105 Millionen Dollar in fünf Wochen ein Erfolg geworden, aber gemessen am horrenden Budget von 200 Millionen Dollar und der hohen Messlatte der so erfolgsverwöhnten Disney-Tochter ("Alles steht Kopf" spielte im Sommer 356 Millionen Dollar ein) bleibt ein schaler Beigeschmack.

Mit 40 Millionen Dollar in vier Wochen ist der Adam Scott-Horrorfilm "Krampus", der Universal Pictures 15 Millionen Dollar gekostet hat, mäßig erfolgreich gewesen. Dagegen ist "In the Heart of the Sea" ein Mega-Flop. Nur 22 Millionen Dollar war der Chris Hemsworth-Abenteuerfilm den Zuschauern wert, der Warner Brothers 100 Millionen Dollar gekostet hat und nun nach drei Wochen schon wieder Box Office-Geschichte ist.

Am achten Wochenende traf es "Spectre", der sich mit 196 Millionen Dollar verabschiedet. Ein Riesenerfolg für Columbia Pictures, gemessen am absurden Budget in Höhe von 245 Millionen Dollar aber auch eine Notwendigkeit für den Daniel Craig-Streifen. Mit "Skyfall", der vor drei Jahren 304 Millionen Dollar umsetzte, kann "Spectre" in Nordamerika indes absolut nicht Schritt halten.

"Spotlight", einer der mutmaßlichen großen "Oscar"-Anwärter, ist von Open Road Films bisher nur in den großen Städten gezeigt worden, konnte aber in seinen inzwischen acht Wochen immer mal wieder in die Top Ten vordringen und dabei 25 Millionen Dollar erwirtschaften. Das Ensemble-Drama mit Rachel McAdams hat 20 Millionen Dollar gekostet. Durch einen "Oscar"-Schub könnte es noch profitabel werden.



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