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Ride Along 2 mit Kevin Hart und Ice Cube
Ride Along 2 mit Kevin Hart und Ice Cube
© Universal Pictures International Germany

Kinocharts USA (15. - 17.1.): "Ride Along 2" mit gebremsten Gas

Preisgepuschter "The Revenant" zweiter Sieger

Im vergangenen Jahr brachte "American Sniper" mit Bradley Cooper bei seiner landesweiten Premiere mit einem Ergebnis von 89 Millionen Dollar die Charts zum Beben und führte die Top Twelve zu ingesamt 184 Millionen Dollar. In diesem Jahr konnten die umsatzstärksten Zwölf am vergangenen Wochenende mit 145 Millionen Dollar nicht an jenes Ergebnis heranreichen, aber für sich genommen ist dies auch ein gutes Ergebnis dank des starken Neustarters "Ride Along 2", der wie erwartet die vierwöchige "Star Wars"-Herrschaft beendet hat, und dank der weiterhin überzeugenden Platzhirsche "The Revenant" und "Star Wars".

Gold
Analysten hatten damit gerechnet, dass die Fortsetzung zum Überraschungshit "Ride Along" von 2014, der damals mit dem Januar-Rekordstartergebnis von 41 Millionen Dollar noch übertroffen werden würde. Das ist nicht der Fall: Mit 35 Millionen Dollar verfehlten Kevin Hart und Ice Cube und "Ride Along 2" ihren damaligen Rekord deutlich. Die in 3175 Kinos anlaufende 40 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion setzte sich so knapper als erwartet vor dem immer noch starken "The Revenant" auf den Kinokassenthron. Der Schnitt von 11 1000 Dollar pro Kopie ist indes sehr gut und gibt keinen Grund zum Klagen.

Silber

Auch am vierten Wochenende (dem zweiten landesweiten) wieder ein hervorragendes Ergebnis, aber erneut bloß knapp zweiter Sieger: Der durch den Golden Globe-Gewinn und sein Dutzend "Oscar"-Nominierungen preisgeputschte "The Revenant" erspielte in 3559 Lichtspielhäusern (plus 184) 31 Millionen Dollar. Der Zuschauerrückgang blieb für den Leonardo DiCaprio-Abenteuerfilm mit lediglich 20 Prozent gering, und der durchschnittliche Umsatz mit 8900 Dollar hoch. Insgesamt hat der 20th Century Fox-Streifen und derzeitige "Oscar"-Favorit damit 90 Millionen Dollar auf seine Seite gebracht.

Bronze
Alle schönen Dinge finden einmal ihr Ende, und so ist auch Mega-Film "Star Wars: The Force Awakens" nicht länger Charts-Regent, sondern gar nur noch Dritter. Am fünften Wochenende war der Science Fiction-Film den Zuschauern noch immer 26 Millionen Dollar wert, so dass das Gesamt-Wahnsinnsergebnis jetzt auf 852 Millionen Dollar geschraubt wurde. Erstmals hatten Filmtheater den J.J. Abrams-Streifen aus dem Programm genommen: Die Walt Disney-Produktion büßte 312 Leinwände ein, bleibt aber mit 3822 Spielorten das meistgezeigte Werk Nordamerikas. Der Umsatzrückgang fiel mit minus 37 Prozent moderat aus, und der durchschnittliche Umsatz sucht mit 6900 Dollar weiterhin seinesgleichen. Weltweit liegt "The Force Awakens" aktuell noch auf dem dritten Platz der umsatzstärksten Filme aller Zeiten, rund 300 Millionen Dollar hinter "Titanic".

Die Neuen
Michael Bay hat einen vergleichsweise seriösen Thriller vorlegt, der immerhin gemischte Kritiken erhalten hat, doch prompt startet "13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi" mit 16 Millionen Dollar auch nur Lichtjahre von seinen sonstigen "Transformers"-Ergebnissen entfernt. Der John Krasinski-Streifen spricht nicht die breite Masse an und ist mit der Altersfreigabe "R" für Kinder und Jugendliche nur in Erwachsenenbegleitung erlaubt, was die Zielgruppe weiter einschränkt. Insgesamt ein mäßiges Ergebnis für die 50 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion, wie der durchschnittliche Umsatz von 6700 Dollar in den 2389 Sälen und Platz vier in den Charts anzeigen.

"Norm of the North" stieg auf Rang 6 mit 6,8 Millionen Dollar ein. Das ist ein schwaches Ergebnis, aber sogar noch besser als von Branchenkenner erwartet. Der von Lionsgate Films auf 2411 Leinwände gebrachte Animationsfilm hat das Kunststück vollbracht, bisher 0 Prozent positive Kritiken erhalten zu haben. Der Schnitt für den Streifen mit dem Eisbären mit der Stimme von Rob Schneider lag bei schlechten 2800 Dollar pro Saal.

Auf den Plätzen
Fünfter ist die Komödie "Daddy's Home" mit Will Ferrell (4. Woche / bisher ingesamt 129 Millionen Dollar); Siebter der Horrorfilm "The Forest" mit Natalie Dormer (2. Woche / 21 Mio.); Achter ist "The Big Short" (8. Woche / 50 Mio.); Neunter ist die Komödie "Sisters" mit Tina Fey und Amy Poehler (5. Woche / 82 Mio.) und Zehnter schließlich "The Hateful Eight" (4. Woche / 47 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die Zeit der Chipmunks scheint langsam zu Ende zu gehen: 80 Millionen Dollar in fünf Wochen sind ein gutes Ergebnis für "Alvin and the Chipmunks: The Road Chip". Aber zum Einen ist das erheblich weniger als bei den Vorgängern, die teilweise über 200 Millionen Dollar verbuchen konnten, und zum Anderen reicht diese Summe noch nicht mal zur Abdeckung der reinen Produktionskosten von 90 Millionen Dollar der Jason Lee-Komödie. Man darf gespannt sein, ob 20th Century Fox das Glas halb leer oder halb voll sehen und einen fünften in Auftrag geben werden.

Keine Frage, dass "Joy" unter Enttäuschung verbucht werden muss: Die Trias aus Regisseur David O. Russell, Jennifer Lawrence und Bradley Cooper, die mit "American Hustle" (150 Millionen Dollar) und "Silver Linings Playbook" (132 Millionen Dollar) so erfolgreich war, muss sich diesmal mit 52 Millionen Dollar begnügen. Das 60 Millionen Dollar teure Drama wurde am vierten Wochenende aus den Top Ten verdrängt und hinterlässt einstweilen wie "Alvin and the Chipmunks: The Road Chip" rote Zahlen in den Geschäftsbüchern von 20th Century Fox.

Die Zeiten, in denen Will Smith automatisch Erfolg bedeutete, sind lange vorbei. Seit 2008 und "Hancock", um präzise zu sein. Seitdem konnte nur noch "Men in Black 3" voll überzeugen - und das wohl auch mehr wegen der Vorgänger. "Seven Pounds" ("Sieben Leben"), "After Earth" und "Focus" enttäuschten sämtlich, konnten aber noch halbwegs erfolgreich sein. Nicht mal mehr das trifft auf "Concussion" ("Erschütternde Wahrheit") zu, der mit lediglich 33 Millionen Dollar in vier Wochen Smith's erster richtiger Flop seit "The Legend of Bagger Vance" aus dem Jahr 2000. Die Columbia Pictures-Produktion hat 35 Millionen Dollar gekostet.



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