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Kung Fu Panda 3
Kung Fu Panda 3
© 20th Century Fox

Kinocharts USA (29. - 31.1.): Ostküste holt Kinobesuch nach

"Kung Fu Panda 3" mit souveränem Start

Nachdem am vorvergangenen Wochenende die gesamte Ostküste im Schneesturm stecken blieb und Kinobesuche nicht möglich waren, holten die Zuschauer am gerade vergangenen Wochenende ihr Filmerlebnis nach, so dass alle Langläufer nur geringe Zuschauereinbußen gemessen am Vorwochenende verzeichnen konnten. Dies und die Tatsache, dass zumindest "Kung Fu Panda 3" gut startete, ließ die Kinobesitzer wieder strahlen: Mit 123 Millionen Dollar fiel das Gesamtergebnis der Top Twelve besser aus am Vergleichswochenende 2015, als 102 Millionen Dollar Umsatz gemacht wurde. Damals verteidigte "American Sniper" von Clint Eastwood am sechsten Wochenende die Spitze mit 30 Millionen Dollar.

Gold
Dass "Kung Fu Panda 3" nicht wie die beiden Vorgänger im Frühling, sondern bereits im Winter startet, hat viel mit der inzwischen wesentlich größeren Bedeutung des chinesischen Marktes zu tun. 20th Century Fox bringen den Animationsfilm parallel in einer eigens angefertigten Version auf Mandarin in die chinesischen Kinos, pünktlich zum Chinesischen Neujahresfest. Man hofft auf große Geschäfte, und die ersten Ergebnisse sind ermutigend: Am ersten Wochenende sind dort bereits 58 Millionen Dollar in die Kassen gespült worden - und damit deutlich mehr als die 41 Millionen Dollar auf dem Heimatmarkt.

Zwar ist dies deutlich weniger als bei den ersten beiden Teilen, die 2008 und 2011 mit 60 beziehungsweise 47 Millionen Dollar aus ihren Premierenwochenenden kamen, aber dennoch dürften Verleiher Fox und Produktionsstudio DreamWorks Animation zufrieden sein, sind 41 Millionen Dollar doch der dritthöchste Umsatz aller Zeiten für ein Premierenwochenende hinter "American Sniper" und "Ride Along". Die 145 Millionen Dollar teure Produktion mit den Stimmen von Jack Black und Angelina Jolie startete mit 3955 Kopien und löste damit "The Revenant" nicht nur als meistgesehen, sondern auch am meisten gezeigten Streifen ab. Der Zeichentrickfilm erreichte einen guten Schnitt von 10 300 Dollar pro Leinwand.

Silber
Auch Rang zwei belegt eine Produktion von 20th Century Fox. "The Revenant" wurde zwar von der Spitze verdrängt, machte aber am sechsten Wochenende immer noch gute Geschäfte: 12 Millionen Dollar gaben die Zuschauer in 3330 Lichtspielhäusern (minus 381) aus, was einem weiterhin sehr guten Schnitt von 3700 Dollar und einem nur geringen Umsatzrückgang von minus 22 Prozent entspricht. Der Leonardo DiCaprio-Abenteurfilm hat bisher 138 Millionen Dollar verzeichnet und erhöht durch diesen Erfolg seine "Oscar"-Chancen.

Bronze
"Star Wars: The Force Awakens" steht kurz vor der Überquerung zweier weiterer Einspiel-Schallmauern: In den USA fehlen nur noch 5 Millionen bis zu den 900 Millionen Dollar; im Ausland ist gerade die eine Milliarde Dollar-Hürde genommen worden, so dass nun im Laufe der Woche die weltweite 2 Milliarden Dollar-Marke fallen wird. Das Film-Phänomen von J.J. Abrams erlöste am Wochenende 10 Millionen Dollar in 2556 Spielorten (minus 809). Trotz des massiven Verlustes an Kinos blieb der Zuschauerrückgang mit lediglich minus 23 Prozent bemerkenswert gering. Die Macht ist stark bei diesem Walt Disney-Film. Das zeigt auch der sensationell hohe Schnitt von noch immer 4200 Dollar pro Saal am siebten Wochenende.

Die Neuen
Nachdem neulich der Walfänger Essex in "In the Heart of the Sea" fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesunken ist, scheinen Walt Disney Pictures nun mit dem Thriller auf hoher See, "The Finest Hours", auch nicht viel mehr Glück beim Publikum zu haben: Der Chris Pine-Streifen kam mit 10 Millionen Dollar auf den vierten Rang. Die im Schnitt schwachen 3200 Dollar in den 3143 Kinos weisen auf ein nur gebremstes Interesse der Zuschauer hin. Die 80 Millionen Dollar Produktionskosten wird das Werk alleine in Nordamerika nicht einspielen.

Nur 5 Millionen Dollar Produktionskosten sind bei "Fifty Shades of Black", Marlon Wayans' Parodie auf "Fifty Shades of Grey" aufgelaufen. Dennoch lange Gesichter bei Open Road Films: Mit nur 6 Millionen Dollar Einnahmen und Platz 9 ist das allerunterste Ende der Erwartungsspanne getroffen worden, und die Klamotte droht eine Flop-Einwochenfliege zu werden. 2075 Kinos hatten die Komödie ins Programm genommen - und dürften es bereut haben: Durchschnittlich bloß 3000 Dollar verblieben nach dem Wochenende in ihren Kassen.

Ende schlecht, alles schlecht. Der von Produktionsproblemen überschattete Western "Jane Got a Gun" mit Natalie Portman, den The Weinstein Company mit nur 1210 Kopien gestartet haben, verpuffte wie eine Platzpatrone: Rang 17 mit 800 000 Dollar. Die im Schnitt 664 Dollar pro Saal müssen den Kinobesitzern wie ein ganz schlechter Witz vorkommen.

Auf den Plätzen

Fünfter wurde "Ride Along 2" (3. Woche / bisher insgesamt 70 Millionen Dollar); Sechster wurde der Horrorfilm "The Boy" mit Lauren Cohan (2. Woche / 22 Mio.); Siebter wurde die Komödie "Dirty Grandpa" mit Zac Efron (2. Woche / 23 Mio.); Achter wurde "The 5th Wave" (2. Woche / 20 Mio.) und Zehnter schließlich der Thriller "13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi" mit John Krasinski (3. Woche / 42 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Über einen überraschenden Hit können sich Paramount Pictures freuen: Ihre Komödie "Daddy's Home" mit Will Ferrell hat in sechs Wochen 143 Millionen Dollar eingebracht und die 50 Millionen Dollar Produktionskosten deutlich übertroffen.

Der Animationsfilm "Norm of the North" mit einem Eisbären und der Stimme von Rob Schneider kommt in drei Wochen auf nur 16 Millionen Dollar, womit für Lionsgate Films noch nicht mal die reinen Produktionskosten von 18 Millionen Dollar wieder drin sind. Hier wird es sicherlich keine Fortsetzung geben.

"Oscar"-Hoffnungsträger "The Big Short" mit Steve Carell verabschiedet sich einstweilen an seinem achten Wochenende mit 61 Millionen Dollar. Ein solider Erfolg für den Langläufer, der Paramount Pictures 28 Millionen Dollar gekostet hat.



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