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The Revenant mit Leonardo DiCaprio
The Revenant mit Leonardo DiCaprio
© 20th Century Fox

Kinocharts UK (29. - 31.1): Kritikerschreck "Dirty Grandpa" beinahe Erster

"The Revenant" noch einmal knapp vorne

Die aktuellen britischen Kinocharts sind fast mit dem Super-GAU geendet: Der von den Kritikern - man muss es wirklich so sagen - gehasste "Dirty Grandpa" hat bei seinem Debut fast die Spitze erklommen. Es fehlte nicht viel, "The Revenant" zu entthronen, der an seinem dritten Wochenende knapp verhinderte, dass Universal Pictures ihren "Dirty Grandpa" nun mit "The Number One Hit" bewerben dürfen. Der Zweikampf um die Spitze spielte sich allerdings auf bescheidenem Umsatzniveau ab, so dass es alles in allem war ein umsatzschwaches Wochenende gewesen ist, das 15 Prozent hinter den Einnahmen des Vorjahreswochenendes zurückblieb. Damals feierte der Walt Disney-Animationsfilm "Big Hero 6" ("Baymax") mit 4,2 Millionen Pfund seinen Einstand auf dem Kinokassenthron.

Gold
"The Revenant" bleibt der meistgezeigte Streifen im United Kingdom: Vor dem dritten Wochenende hatten nur sieben Kinos den 20th Century Fox-Abenteuerfilm aus dem Programm genommen, der daher mit 616 Kopien im Einsatz war. 2,2 Millionen Pfund war das Alejandro Inarritu-Werk den Zuschauern noch wert, womit der Besucherrückgang mit nur minus 41 Prozent mäßig blieb und die Nachfrage mit durchschnittlich 3700 Pfund pro Leinwand weiterhin hoch. Wie in den USA und in Deutschland liefern die Zahlen in Großbritannien starke Argumente für den "Oscar" als "Bester Film": 16 Millionen Pfund haben bis jetzt insgesamt in den Kassen des Leonardo DiCaprio-Films geklingelt.

Silber
Die Kritiker schlagen die Hände über den Kopf zusammen: "Dirty Grandpa" wird als Katastrophe gesehen, für die keine schnelle Entschuldigung zur Hand ist - zu endlos ist das Dauerfeuer homophober, sexistischer, antisemitischer und sonstiger geschmackloser Gags. Doch das Publikum schert das offensichtlich einen Kehricht: Trotz der Warnungen, Kinos mit diesem kontaminierten Stück Film aufzusuchen, spendierten die Zuschauer der Robert De Niro-Komödie 2,0 Millionen Pfund in 424 Spielstätten, was einem soliden Schnitt von 4800 Pfund pro Saal entspricht. Damit kam der Film diesseits des Atlantiks sogar besser an als in seinem Heimatland.

Bronze
Unbeeindruckt von dem, was links und rechts von ihm ins Feld um die Zuschauergunst geschickt wird, zieht "Star Wars: The Force Awakens" seine Kreise. Am siebten Wochenende kamen nochmals 1,3 Millionen Pfund in 536 Filmtheatern (minus 38) zusammen und erhöhten das Gesamteinspiel auf gigantische 119 Millionen Pfund. Die Kinogänger sind des Harrison Ford-Films immer noch nicht müde, wie der mit lediglich minus 33 Prozent geringe Besucherschwund und der weiterhin sehr gute Umsatzschnitt von 2500 Pfund pro Kino zeigen.

Die Neuen
"Spotlight" ist ebenfalls für den "Oscar" als "Bester Film" nominiert. Das Ensembledrama um die Aufdeckungen von sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche durch Journalisten des "Boston Globe" startete mit nur 241 Kopien, wobei knapp über 1 Million Pfund zusammen kamen. Das von eOne Films auf die Leinwände gebrachte Mark Ruffalo-Werk feierte seine Premiere damit auf dem fünften Rang und einem soliden Schnitt von 4400 Pfund pro Saal.

Nicht besonders hoch ist der Bedarf an einem spanischen Animationsfilm gewesen: "Capture the Flag" ("Einmal Mond und zurück") debutierte mit bloß 774 000 Pfund auf dem siebten Platz. Paramount Pictures starteten den Streifen über Kinder, die mit einer Rakete zum Mond reisen, mit 459 Kopien, auf die durchschnittlich nur schwache 1100 Pfund kamen.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Ride Along 2" (2. Woche / bisher insgesamt 4,2 Millionen Pfund); Sechster wurde "The Big Short" (2. Woche / 3,0 Mio.); Achter wurde "Daddy's Home" (6. Woche / 16 Mio.); Neunter wurde "Creed" (3. Woche / 5,3 Mio.) und Zehnter schließlich das "Oscar"-nominierte irische Drama "Room" mit Brie Larson (3. Woche / 2,6 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"The Hateful Eight" ist am vierten Wochenende aus den Top Ten ausgeschieden. Der Quentin Tarantino-Western ist mit 6,8 Millionen Pfund ein solider Erfolg geworden. Dagegen ist der Science Fiction-Film "The 5th Wave" mit Chloe Grace Moretz böse gefloppt. Bereits am zweiten Wochenende flog die Columbia Pictures-Produktion mit gerade mal 600 000 Pfund aus den Charts. Besser sieht es da schon für den heimischen "The Danish Girl" aus. Das Alicia Vikander-Drama hat in fünf Wochen erfreuliche 6,8 Millionen Pfund einspielen können.



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