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Kinocharts UK (12. - 14.2.): "Deadpool" nimmt Insel im Sturm

"Chipmunks" lassen "Zoolander" alt aussehen

Als am Sonntagabend die Charts-Zahlen bekannt wurden, trauten viele der Industrieschaffenden, die im Londoner Royal Opera House in London bei den Britischen Filmpreisen versammelt waren, ihren Augen nicht: Mit 13 Millionen Pfund, die "Deadpool" die Chartsspitze im Sturm nehmen ließ, hatte niemand gerechnet. Auch dank des Sensationseinstiegs dieser wenig bekannten Marvel Comic-Figur, aber auch des starken Debuts von "Alvin and the Chipmunks: The Road Chip" lagen die Einnahmen der Top Ten über denen des Vorjahreswochenendes, als "Fifty Shades of Grey" mit Dakota Johnson auch mit 13 Millionen Pfund Premiere feierte.

Gold
20th Century Fox können es wahrscheinlich selbst nicht fassen, dass eine Produktion eines Helden, den kaum einer kennt, mit einem Schauspieler, den zuletzt wenige sehen wollten, von einem Regisseur, der zuvor noch keinen Film gedreht hat, mit einem Inhalt, der eine Altersfreigabe provoziert, die Teile des jugendlichen Publikums ausschließt, einer der größten Hits des Jahres wird. Die 13 Millionen Pfund zum Einstieg für "Deadpool" entsprechen jetzt schon dem Gesamtergebnis von Filmen wie "The Wolverine". 543 Kinos hatten das Glück, den Ryan Reynolds-Kracher ins Programm genommen zu haben. Sie konnten sich über klingelnde Kassen wie selten freuen: Durchschnittlich unglaubliche 25 000 Pfund lagen trotz der strikten Altersfreigabe "ab 15 Jahren" am Ende des Wochenendes in jeder Kasse.

Silber
Von den Halbjahresferien profitierte "Alvin & the Chipmunks: The Road Chip" (und weniger der abgestürzte Spitzenreiter "Goosebumps"), der - ebenfalls von 20th Century Fox gestartet - mit 585 Kopien "Dad's Army" als meistgezeigten Streifen der Insel ablöste. 4,2 Millionen Pfund ließen junge und ältere Zuschauer in den Lichtspielhäusern und sorgten so für einen sehr guten Schnitt von 7300 Pfund pro Saal für die Jason Lee-Komödie. Der Vorgänger dieses vierten Teils "Chipwrecked" war im Dezember 2011 mit nur 2,3 Millionen Pfund eingestiegen.

Bronze
"Zoolander 2" kann jetzt schon für sich in Anspruch nehmen, dass er mit seinem Startwochenende von 2,0 Millionen Pfund bereits das Endergebnis des Originals von 2001 im Sack hat, das damals nur mäßige 2,1 Millionen Pfund erzielte. Paramount Pictures haben die Ben Stiller-Komödie auf 477 Spielpläne gesetzt und einen mäßigen Schnitt von 4300 Pfund erzielt. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die schwache Mundpropaganda den Film runterzieht oder er es wie "Dirty Grandpa" irgendwie schafft, trotzdem genügend Geld aus den Taschen der arglosen Kinogänger zu ziehen.

Die Neuen
Wenn ein Jane Austen-Zombie-Film selbst im Heimatland der Dichterin floppt, dann ist solch einem Unterfangen wohl wirklich nicht zu helfen: Mit lediglich 357 000 Pfund aus 332 Spielorten kam die Lionsgate-Komödie mit Lily James gerade noch so eben mit Rang zehn in die Top Ten. Durchschnittlich nur schwache 1000 Pfund verblieben für "Pride and Prejudice and Zombies" in den Filmtheatern.

Katastrophal das Ergebnis für "Concussion" ("Erschütternde Wahrheit"). Columbia Pictures haben die Hoffnung für das Will Smith-Drama schon im Vorfeld aufgegeben und es mit bloß 169 Kopien gestartet. In den wenigen Kinos wechselten Karten im Wert von nur 112 000 Pfund die Besitzer, was für den 16. Rang qualifizierte.

Auf den Plätzen
Vierter wurde die britische Komödie "Dad's Army" mit Toby Jones (2. Woche / bisher ingesamt 4,8 Millionen Pfund); Fünfter wurde Ex-Spitzenreiter "Goosebumps" (2. Woche / 4,1 Mio.); Sechster wurde "The Revenant" (5. Woche / 19 Mio.); Siebter wurde "Dirty Grandpa" (3. Woche / 4,6 Mio.); Achter wurde das Drama "Spotlight" mit Mark Ruffalo (3. Woche / 3,6 Mio.) und Neunter schließlich "Star Wars: The Force Awakens" (9. Woche / 121 Mio.).

Raus mit Applaus
Ein mäßiger Erfolg ist "The Big Short" mit Christian Bale geworden, für den die Briten in vier Wochen 4,7 Millionen Pfund ausgegeben haben. Etwas besser fuhr in ebenso vier Wochen "Ride Along 2" mit Kevin Hart, der 5,5 Millionen Pfund umsetzte.

Mega-gefloppt ist dagegen das "Gefährliche Brandung"-Remake "Point Break" mit Luke Bracey, das schon am zweiten Wochenende wieder Charts-Geschichte ist, mit gerade mal 500 000 Pfund. Einen großen Erfolg kann dagegen Will Ferrell mit seiner Komödie "Daddy's Home" verbuchen, die in acht Wochen rund 17 Millionen Pfund erlöst hat.



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