Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Kinocharts Deutschland Hail Caesar
Kinocharts Deutschland Hail Caesar
© United Pictures International

Kinocharts Deutschland (18. - 21.2.): "Zoolander" und Will Smith kippen vom Laufsteg

"Hail, Caesar!" startet gut

Zahlreiche Neustarter mit prominenter Besetzung buhlten am Wochenende um die Gunst des Publikums - doch das ließ sich nicht bitten. Der Besuch gab im Vergleich zum Vorjahreswochenende, als "Fifty Shades of Grey" mit Jamie Dornan am zweiten Wochenende noch immer erstaunliche 790 000 Zuschauer verzeichnen konnte, um 36 Prozent nach. Dass es gleich drei Premieren nicht mal in die Top Ten schafften, und mit "Colonia Dignidad" eine mal so gerade eben, konnte auch der wieder großartige "Deadpool" nicht kompensieren.

Gold
Am zweiten Wochenende verteidigte "Deadpool" mühelos die Tabellenführung. 511 000 Zuschauer wollten den Science Fiction-Film sehen, ein nur erfreulich schwacher Rückgang von minus 28 Prozent gemessen am Premierenwochenende. Nach dem Sensationsstart am Wochenende zuvor hatten 20th Century Fox keine Mühe, noch weitere Kinos zu finden, die den Ryan Reynolds-Streifen zeigen wollten: 105 weitere Kopien gingen in den Umlauf, so dass die Marvel Comic-Verfilmung nun über 628 Leinwände flackerte. Im Schnitt saßen hervorragende 815 Augenpaare vor diesen. Insgesamt hat "Deadpool" schon 1,5 Millionen Besucher angezogen.

Silber
Erstaunlich, wie gut der allseits verrissene "Dirty Grandpa" eine Woche zuvor eingestiegen war, noch erstaunlicher, wie hervorragend er sich an seinem zweiten Wochenende behaupten konnte. 220 000 verkaufte Karten für das Robert De Niro-Werk entsprechen einem fabelhaft geringen Besucherrückgang von lediglich minus 22 Prozent. Auch hier konnte der Rang problemlos gehalten werden. 54 Lichtspielhäuser hatten die Neue Constantin-Produktion zusätzlich ins Programm genommen, so dass die Komödie jetzt in 454 Sälen präsentiert wurde. Durchschnittlich gute 486 Zuschauer fanden sich dort ein. Insgesamt sind es nun 595 000. Ein feiner Erfolg für einen "Karrieretiefpunkt".

Bronze
Ebenfalls richtig gut läuft weiterhin "Bibi & Tina - Mädchen gegen Jungs", der den dritten Platz auch behaupten konnte. 132 000 junge und alte Besucher und damit nur minus 29 Prozent weniger als ein Wochenende zuvor kauften ein Ticket für den deutschen Abenteuerfilm. Zwar war der Detlev Buck-Streifen von fünf Spielplänen genommen worden, mit 770 Einsätzen bleibt die DCM-Produktion aber mit weitem Abstand der meistgezeigte Film Deutschlands. Der Schnitt lag am fünften Wochenende bei guten 172 Kinogängern. Alles in allem hat der Familienfilm jetzt 1,5 Millionen Karten abgesetzt.

Die Neuen
Als einziger Debutant kann "Hail, Caesar!" für sich eine erfolgreiche Premiere deklamieren. Von Universal Pictures nur mit 146 Kopien gestartet, konnte die Coen Brothers-Komödie mit George Clooney 101 000 Besucher für sich gewinnen und den fünften Platz einnehmen. Ein guter Zuschauerschnitt von fast 700 pro Filmtheater.

"Colonia Dignidad" erreichte mit bloß 63 000 Zuschauern nur den zehnten Platz. Das deutsche, auf Englisch mit internationaler Besetzung gedrehte Majestic-Drama mit Daniel Brühl kommt in den 284 Kinosälen auf einen schwachen Schnitt von 225 Interessierten.

Doch das ist Gold gegenüber dem Mega-Flop "Zoolander 2". Das ist eben so eine Sache mit dem angeblichen Kultstatus eines Films. 15 Jahre nach dem Original hat sich schon in den USA das Interesse an der Ben Stiller-Komödie in Grenzen gehalten, hier zu Lande ist es nonexistent. In immerhin 405 Spielstätten starteten Paramount Pictures die Fortsetzung - gerade mal 40 000 Besucher erbarmten sich - ein grotesk schlechter Schnitt von nicht mal 100 Zuschauern pro Saal. Platz 13 ist die Folge.

Das ist sogar noch schlechter als das Ergebnis des Horrorfilms "The Boy", dessen größter Star Lauren Cohan heißt. Hier kauften rund 63 000 Besucher in 190 Filmtheatern eine Eintrittskarte und sorgten so für einen Einstand auf dem elften Platz für die von Capelight Pictures auf die Leinwände gebrachte Independent-Produktion.

Und schließlich die "Erschütternde Wahrheit": Der Name Will Smith zieht auch nicht automatisch. Sein Drama kommt nur auf den 16. Platz mit gerade mal 30 000 Besuchern in 252 Lichtspielhäusern. Ein Mega-Flop für Columbia Pictures.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Die wilden Kerle - Die Legende lebt" (2. Woche / bisher ingesamt 322 000 Zuschauer); Sechster ist "Robinson Crusoe" (3. Woche / 477 000); Siebter ist "Alvin & die Chipmunks - Road Chip" (4. Woche / 754 000); Achter ist "The Revenant" (7. Woche / 2,3 Mio.) und Neunter schließlich "The Hateful Eight" (4. Woche / 1,0 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Tina Fey
und Amy Poehler konnten beim deutschen Publikum nicht punkten: Ihre Komödie "Sisters" ist nach einer Woche schon wieder aus den Top Ten verdrängt worden. Lediglich 156 000 Kinogängern war die Universal Pictures-Produktion das Eintrittsgeld wert.

Mäßig erfolgreich ist Til Schweiger's TATORT-Ausflug auf die große Leinwand geraten. Am dritten Wochenende fällt "Tschiller: Off Duty" mit 262 000 verkauften Karten aus den Charts.



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.