Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Batman vs. Superman: Dawn of Justice
Batman vs. Superman: Dawn of Justice
© Warner Bros.

Kinocharts USA (25. - 27.3.): Batman und Superman vs. die Kritiker

Fantasy-Film bricht Rekorde

Kritiker, was sind schon Kritiker? Noch nie hat es ein Spielfilm, der miese Kritiken hatte, geschafft, über 150 Millionen Dollar zum Premierenwochenende einzunehmen. Bis Ostern 2016. "Batman vs. Superman" überwand diese unsichtbare Hürde locker und hat dabei mehrere Rekorde gebrochen. Da auch das Gegenprogramm "My Big Fat Greek Wedding 2" funktionierte, konnte sich die Kinoindustrie über das stärkste Wochenende aller Zeiten am letzten März-Wochenende freuen: Bisher stand der Rekord aus dem Jahr 2012, als "The Hunger Games" Premiere feierte und die Top Twelve 203 Millionen Dollar umsetzten. Jetzt kamen die von dem ultra-starken "Batman vs. Superman", der alleine mehr einspielte als eine Woche zuvor alle in den USA laufenden Kinofilme zusammen, angeführten Top Twelve auf 248 Millionen Dollar. Auch das Vorjahreswochenende verblasst mit seinen rund 140 Millionen Dollar, als der 20th Century-Animationsfilm "Home" mit 52 Millionen Dollar an der Spitze debutierte.

Gold
"Batman vs. Superman: Dawn of Justice" lief mit der gigantischen Kopienzahl von 4242 an - womit er natürlich mit Abstand der meistgezeigte Streifen Nordamerikas ist und "Zootopia" ablöst. Die Nachfrage rechtfertigte das Angebot: 166 Millionen Dollar gaben die Amerikaner für den Fantasy-Film aus, was einem irrwitzigen Umsatzschnitt von 39 100 Dollar entspricht. Die Warner Brothers-Produktion mit Ben Affleck und Henry Cavill ist damit auch der am besten zu Ostern gestartete Streifen aller Zeiten.

Jetzt muss sich zeigen, ob die sich andeutende miese Mundpropaganda dem Zack Snyder-Werk unter der Woche derart schaden, dass er an seinem zweiten Wochenende abstürzt und die unglaubliche Produktionskostensumme von 250 Millionen Dollar (da sind die Kosten für die gigantische und wirkungsvolle Marketing-Kampagne noch gar nicht eingerechnet) aus dem Blick gerät, oder ob die DC Comic-Verfilmung sich weiterhin immun gegen schlechte Kritiken und abratende Meinungen zeigen wird. Stand heute muss "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" mit dem siebtbesten Eröffnungswochenende aller Zeiten in den USA als Riesenerfolg gelten.

Silber
Der auf Platz zwei verdrängte "Zootopia" ("Zoomania") geht in seine vierte Woche und zeigt weiterhin keine Ermüdungserscheinungen. Nur um mäßige minus 35 Prozent ließ der Besuch gegenüber der Vorwoche nach, so dass diesmal 24 Millionen Dollar in den Kassen der 3670 Kinos verblieben. 289 Lichtspielhäuser hatten die Walt Disney-Produktion aus dem Programm genommen; der durchschnittliche Umsatz pro Saal lag bei immer noch großartigen 6500 Dollar. Insgesamt hat der Animationsfilm mit der Stimme von Jason Bateman bis jetzt 241 Millionen Dollar erlöst.

Bronze
14 Jahre nach dem Überraschungserfolg von "My Big Fat Greek Wedding" brachten Universal Pictures nun die Fortsetzung "My Big Fat Greek Wedding 2" auf 3133 Leinwände. Durchaus ein Wagnis: 14 Jahre sind eine sehr lange Zeit, und niemand konnte wissen, ob sich Zuschauer noch für weitere Erlebnisse der Familie Portokalos interessieren würden. Zudem hatte Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin Nia Vardalos mit weiteren Projekten in der Zwischenzeit keinen Anklang gefunden.

Doch nun dürfte die Erleichterung bei allen Beteiligten groß sein: 17 Millionen Dollar sind zwar kein tolles Ergebnis, liegen aber am oberen Ende der Erwartungen. Die Besucher kauften trotz mieser Kritiken im Schnitt Karten im Wert von 5700 Dollar pro Spielstätte, was ein solides Ergebnis für die 15 Millionen Dollar teure Komödie ist.

Auf den Plätzen
Vierter wurde das Drama "Miracles from Heaven" mit Jennifer Garner (2. Woche / bisher insgesamt 34 Millionen Dollar); Fünfter wurde "The Divergent Series: Allegiant" (2. Woche / 47 Mio.); Sechster wurde "10 Cloverfield Lane" (3. Woche / 56 Mio.); Siebter wurde "Deadpool" (7. Woche / 349 Mio.); Achter wurde "London Has Fallen" (4. Woche / 56 Mio.); Neunter wurde die Independent-Komödie und Top Ten-Neueinsteiger "Hello, My Name Is Doris" mit Sally Field (3. Woche / 3,2 Mio.) und Zehnter schließlich das Drama und Top Ten-Wiedereinsteiger "Risen" mit Joseph Fiennes (6. Woche / 36 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die Komödie "Whiskey Tango Foxtrot" mit Tina Fey ist am vierten Wochenende mit 21 Millionen Dollar aus den Top Ten verdrängt worden. Damit ist die 35 Millionen Dollar teure Paramount Pictures-Produktion gefloppt. Ebenfalls zu wenig Publikum hat die Komödie "The Perfect Match" in drei Wochen gefunden: Nur 8 Millionen Dollar gaben die Zuschauer für die von Lionsgate Films in die Filmtheater gebrachte Independent-Produktion mit Cassie Ventura, die 5 Millionen Dollar gekostet hat.

Mega-Flop "The Brothers Grimsby" ("Der Spion und sein Bruder") stürzt an seinem dritten Wochenende vom neunten auf den 27. Rang ab. Einen Umsatzrückgang von minus 92 Prozent darf man wohl als rekordverdächtig bezeichnen. Columbia Pictures und Sacha Baron Cohen tun am besten so, als habe es diese britische "Komödie" niemals gegeben. Gerade mal 6,7 Millionen Dollar hat der Louis Leterrier-Streifen eingebracht, und international sieht es für die 35 Millionen Dollar teure Produktion nicht viel besser aus.

Und Flop Nummer vier: Am fünften Wochenende erwischt es "Gods of Egypt". Das von den Kritikern verhöhnte Fantasy-Spektakel mit Gerard Butler kommt bisher auf nur 30 Millionen Dollar, hat Summit Entertainment und Lionsgate Films aber 140 Millionen Dollar gekostet.



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.