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Fack ju Göhte 2 - (v.l.n.r.) Kameramann Andreas...Barek
Fack ju Göhte 2 - (v.l.n.r.) Kameramann Andreas Berger, Drehbuchautor und Regisseur Bora Dagtekin und Hauptdarsteller Elyas M'Barek
© Constantin Film / Christoph Assmann

"Branchentiger reloaded"

Erfolgreichste Produzenten und Verleiher Deutschlands ausgezeichnet

Ehre, wem Ehre gebührt: Vor über 150 Gästen aus der Filmwirtschaft und -politik, darunter viele prominente Regisseure und Schauspieler, hat die Filmförderungsanstalt (FFA) gestern Abend in Berlin die "Branchentiger 2016" ausgezeichnet. Insgesamt erhalten die erfolgreichsten deutschen Produzenten, Verleiher, Kurzfilmer und Kinobetreiber in diesem Jahr Referenzmittelförderung in Höhe von 23 Millionen Euro. Im Produktionsbereich werden für 64 Filme rund 16 Millionen Euro (2015: 12 Mio.) ausgeschüttet, die Verleiher bekommen für 63 Kinofilme 3,6 Mio. Euro (3,1 Mio.). Moderiert wurde die Bühnenshow im historischen Spiegelzelt der Bar jeder Vernunft von der Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann.

Erfolgreichstes Unternehmen des vergangenen Jahr sowohl als Produzent wie auch als Verleiher war einmal mehr die Constantin Film. Fünf Eigenproduktionen, darunter "Fack ju Göhte 2" als besucherstärkster Film des letzten Jahres, und neun Filme im Verleih sorgten dafür, dass sich der Constantin-Vorstandsvorsitzende Martin Moszkowicz über 3,4 Mio. Euro an Referenzförderung freuen durfte – 2,6 Mio. in der Produktion und 851.000 Euro im Verleih.

Für eine Überraschung sorgte die Bekanntgabe des erfolgreichsten Films im Verleih, der sowohl kulturell als auch an der Kinokasse reüssierte: Sebastian Schipper's Drama "Victoria", das unter anderem sechs Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis 2015 gewann und zugleich fast 400 000 Besucher in die Kinos zog – und dafür mit einer Referenzförderung in Höhe von 173 064 Euro belohnt wurde. Erfolgreichster Kurzfilm war die national und international vielfach ausgezeichnete Produktion "The Chicken", für die die Produzentin Jelena Goldbach unter anderem den Europäischen Kurzfilmpreis 2015 gewann und somit 81 070 Euro an Förderung zugesprochen bekam.

"Die Referenzförderung der FFA ist die einzige erfolgsbasierte automatische Förderung und somit für die Produzenten ein ganz wichtiges Modul innerhalb des deutschen Fördersystems – sie belohnt nicht nur Erfolg, sondern sie schafft auch Erfolg. Viele von der FFA geförderte Filme sind genau dann besonders erfolgreich, wenn sie sowohl Produktionsförderung als auch Referenzmittelförderung enthalten", betonte FFA-Vorstand Peter Dinges. "2015 war ein tolles Jahr mit einem grandiosen deutschen Marktanteil", ergänzte Christine Berg, stellvertretender FFA-Vorstand und verantwortlich für den Förderbereich. Dies zeige sich auch darin, dass gleich vier deutsche Produktionen über eine Million Euro an Referenzförderung erhalten haben. "Auch deshalb freuen wir uns sehr, dass wir nach sieben Jahren den Branchentiger erstmals wieder in diesem Rahmen zusammen mit der Branche feiern konnten."

Die Referenzförderung errechnet sich aus einem Punktesystem, das auf dem Besuchererfolg im Kino sowie Filmpreis- und Festivalauszeichnungen basiert. In diesem Jahr errechnet sich pro verkaufter Kinokarte beziehungsweise Festivalpunkt ein Förderbetrag von 48 Cent (Vorjahr 37 Cent) und in der Referenzverleihförderung von 23 Cent pro Besucher (13 Cent). Kinoreferenzförderung bekommen Filmtheater zugesprochen, die für ihr Filmprogramm besondere Auszeichnungen erhalten haben beziehungsweise hohe Besucherzahlen mit deutschen oder europäischen Filmen verzeichnen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 2,8 Millionen Euro an 219 Kinobetreiber mit 518 Leinwänden vergeben. Am erfolgreichsten: Michael Thomas aus Bayreuth, der für seine sechs Kinos 163.004 Euro erhält.



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