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Chris Hemsworth in Huntsman: Winter's War
Chris Hemsworth in Huntsman: Winter's War
© Universal Pictures

Kinocharts UK (8. - 10.4.): Huntsman serviert Batman und Superman eiskalt ab

"Zootropolis" heimlicher Sieger

Nur dank eines siebentägigen "Premierenwochenendes" konnte sich "The Huntsman: Winter's War" ("The Huntsman & The Ice Queen") vor dem erstaunlichen "Zootropolis" die Kinokassenkrone sichern und "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" an der Spitze der UK-Charts ablösen. Das ordentliche Debut reicht nicht, um die Top Ten besonders zu befeuern, deren Umsätze um 10 Prozent hinter denen des Vorjahreswochenendes zurückbleiben, als "Fast & Furious 7" mit Paul Walker sein zweites Wochenende mit 5,4 Millionen Pfund die Pole Position verteidigte.

Gold
Schon am Montag und damit mitten in den Osterferien starteten Universal Pictures "The Huntsman: Winter's War", eine Fortsetzung, ein Spin-off oder eine Vorgeschichte, um die niemand besonders gebeten hatte. "Snow White and the Huntsman" war 2012 mit insgesamt 15 Millionen Pfund ein großer Erfolg auf der Insel, an den der Fantasy-Film mit Chris Hemsworth nun anzuknüpfen versucht. 3,0 Millionen Pfund kamen jetzt zusammen, etwas weniger als die 3,5 Millionen Pfund, die das Original zum Start hatte verbuchen können.

Vergleicht man nur die reinen Wochenendergebnisse der beiden Streifen ohne die Vorpremierentage, dann bleibt "Winter's War" schon deutlich mit 39 Prozent hinter dem Vorgänger zurück. Dass die Fortsetzung auf die Gesamtsumme des Originals kommt, scheint daher unwahrscheinlich, zumal am Freitag mit "The Jungle Book" ein starker Konkurrent auf den Plan treten wird. 524 Kinos zeigten den Emily Blunt-Streifen, in denen durchschnittlich ordentliche 5700 Pfund verblieben - allerdings, wie gesagt, geschönt durch die vier Extra-Tage.

Silber
Heimlicher Sieger des Wochenendes ist der unvermindert hervorragend laufende "Zootropolis". Egal, ob der Animationsstreifen nun unter diesem Titel oder als "Zootopia" oder "Zoomania" läuft - der bislang weltweit erfolgreichste Film des Jahres 2016 ist eine Bank. In den Osterferien lockte er wieder Groß und Klein in die 601 (plus 2) Lichtspielhäuser und schaffte es an seinem dritten Wochenende sogar, um einen Platz in den Charts zu klettern.

2,3 Millionen Pfund gaben die Kinogänger für die Walt Disney-Produktion aus. Durchschnittlich klingelten die Kassen zur Melodie von sehr guten knapp 4000 Pfund pro Leinwand. Der Zuschauerrückgang war mit nur minus 14 Prozent verschwindend gering - es gibt genügend Familien, die sich den Zeichentrickfilm mehrmals anschauen. Bis jetzt hat das Werk mit der Stimme von Jason Bateman 18 Millionen Pfund erlöst und sollte am Ende ähnliche Ergebnisse wie "Big Hero 6" ("Baymax") oder "Tangled" ("Rapunzel") erzielen, die jeweils rund 20 Millionen Pfund erwirtschaften konnten.

Bronze
"Batman vs. Superman: Dawn of Justice" musste erst recht vor der Stärke von "Zootropolis" zurückstecken und fiel an diesem vorbei vom ersten auf den dritten Rang. Mit minus 51 Prozent war der Besucherschwund nicht so katastrophal gewaltig wie am Wochenende zuvor mit minus 68 Prozent, aber immer noch (zu) hoch. 45 Kinobesitzer hatten schon genug und nahmen den Fantasy-Film aus dem Programm. Zu sehen war die Warner Brothers-Produktion nun auf noch 567 Leinwänden und büßte auch ihren Status als meistgespieltes Werk im United Kingdom an "Eddie the Eagle" ein, der mit 607 Kopien läuft.

Die nackten Zahlen aber stimmen für den Henry Cavill-Film: 2,2 Millionen Pfund am dritten Wochenende entsprechen einem formidablen Schnitt von 4000 Pfund pro Saal, und das Gesamtergebnis liegt bei grandiosen 33 Millionen Pfund. Ob es "Batman vs. Superman" aber schaffen wird, Comic-Konkurrenten "Deadpool" einzuholen, der mit knapp 38 Millionen Pfund aus den Kinos gegangen ist, scheint aufgrund der schnellen Leerung der Kinosäle von Woche zu Woche eher unwahrscheinlich.

Die Neuen
eOne brachte mit "Midnight Special" einen Film, den man wohl eher als Programmkinotitel bezeichnen kann, in immerhin 400 Filmtheater, hatten also wahrscheinlich einige Hoffnungen für den Streifen, der mit Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols ("Mud") einen interessanten Regisseur und ein phantastisches Ensemble - Michael Shannon, Kirsten Dunst, Joel Edgerton, Adam Driver und Sam Shepard - aufweist. Die bloß 497 000 Pfund, die einem Schnitt von nur 1200 Pfund entsprechen, müssen nicht nur deshalb als Enttäuschung gelten. Der Science Fiction-Film wurde so lediglich Sechster.

Richtiggehend katastrophal ist das Ergebnis für "Hardcore Henry". Der russische, auf Englisch, mit internationaler Besetzung mit unter anderem Sharlto Copley und Tim Roth gedrehte Thriller schlüpfte mit Platz zehn nur gerade mal so in die Charts. Entertainment Films können bloß 201 000 Pfund aus 314 Spielorten verzeichnen, ein grotesk niedriger Schnitt von 643 Pfund pro Kopie. Das Gimmick eines aus Ich-Perspektive gefilmten Ego-Shooter-Videospiel-ähnlichen Werkes hat offensichtlich eher abgeschreckt als neugierig gemacht.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Eddie the Eagle" (2. Woche / bisher insgesamt 5,7 Millionen Pfund); Fünfter wurde "Kung Fu Panda 3" (5. Woche / 12 Mio.); Siebter wurde "My Big Fat Greek Wedding 2" (3. Woche / 3,3 Mio.); Achter wurde "10 Cloverfield Lane" (4. Woche / 5,0 Mio.) und Neunter schließlich "London Has Fallen" (6. Woche / 10 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Der Horrorfilm "The Boy" mit Lauren Cohan ist für Entertainment Films ein Achtungserfolg geworden: In vier Wochen sind 2,4 Millionen Pfund für die kleine Independent-Produktion zusammen gekommen. Am fünften Wochenende ist "The Divergent Series: Allegiant" aus den Top Ten verdrängt worden. Mit etwa 4,5 Millionen Pfund ist der Science Fiction-Film mit Shailene Woodley gefloppt. Die ersten beiden Teile "Divergent" und "Insurgent" hatten noch jeweils rund 8 Millionen Pfund verbucht.

Der britische Thriller "High-Rise" mit Tom Hiddleston hat in vier Wochen 1,7 Millionen Pfund eingespielt. Mit Wohlwollen kann man auch diesen sperrigen Streifen als Achtungserfolg für Studiocanal bezeichnen.



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