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The Jungle Book mit Neel Sethi
The Jungle Book mit Neel Sethi
© Walt Disney Studios Motion Pictures

Kinocharts UK (15. - 17.4.): Disney-Doppelpack

Alan Rickman's letzter Film holt Bronze

Mit einem Paukenschlag sind die Dschungeltiere auf Rang eins der britischen Kinocharts gestürmt und machen das bisherige Sahnejahr des Walt Disney-Konzerns augenfällig: Mit "The Jungle Book" und "Zootropolis" stehen gleich zwei Produktionen aus dem Haus mit der Maus ganz vorne. Das Hammerergebnis des neuen Spitzenreiters sorgt für ein exzellentes Wochenende der Top Ten, das um satte 103 Prozent über dem des Vorjahres liegt, als "Fast & Furious 7" mit Paul Walker am dritten Wochenende mit 3,0 Millionen Pfund den Kinothron verteidigte.

Gold
Mit 9,9 Millionen Pfund gelingt "The Jungle Book" ein Einstand nach dem Geschmack von Regisseur Jon Favreau ("Iron Man 2") und Walt Disney Studios, der dem in den USA kaum nachsteht. Erleichterung allerorten, denn mit 175 Millionen Dollar ist der Abenteuerfilm außerordentlich teuer und damit auch ein Wagnis gewesen. Nun können sich alle beruhigt zurücklehnen und schon auf die Fortsetzung freuen, während Warner Brothers bibbern, deren seit 2012 angekündigter "Jungle Book" das teure, buchstäbliche Nachsehen haben könnte. "The Jungle Book" startete in 594 Kinos, ist damit auch der meistgespielte Streifen im United Kingdom und löst damit "Eddie the Eagle" ab. Durchschnittlich wurden Karten im Wert von hervorragenden 16 600 Pfund pro Kopien verkauft.

Silber

Disney können sich derzeit nur selbst schlagen. Die Ankunft von "The Jungle Book" sorgte sicherlich dafür, dass einige Familien nun nicht mehr den seit vier Wochen laufenden "Zootropolis" ansahen. Erstmals fiel der Zuschauerschwund im Wochenvergleich mit minus 52 Prozent heftiger aus. Aber das Niveau des Animationsstreifens ist noch immer so hoch, dass er den zweiten Platz verteidigen konnte. 1,12 Millionen Pfund verblieben in 573 Lichtspielhäusern (minus 28). Der Schnitt pro Leinwand lag bei guten 1900 Pfund. Insgesamt hat das Werk mit der Stimme von Jason Bateman die 20 Millionen Pfund-Marke überwunden.

Bronze
Vor genau einem Jahr floppte Alan Rickman's Regiearbeit "A Little Chaos" ("Die Gärtnerin von Versailles"), nun kann der im Januar verstorbene Mime nicht mehr miterleben, dass der britische Thriller "Eye in the Sky", in welchem er an der Seite von Helen Mirren zu sehen ist, einen Achtungserfolg erringt und mit 1,11 Millionen Pfund auf dem dritten Platz einsteigt. Entertainment One haben das Werk von Gavin Hood ("Ender's Game") auf 428 Spielpläne gesetzt. Im Schnitt verblieben mäßige 2600 Pfund in den Spielstätten.

Die Neuen
Der vorzügliche indische Thriller "Fan" stieg mit 426 000 Pfund aus 109 Kinos auf dem siebten Platz ein, gefolgt auf Rang acht von einem weiteren exzellenten indischen Thriller namens "Theri", dem in lediglich 46 Filmtheatern immerhin 281 000 Pfund zuflossen. Böse gefloppt ist "Criminal", was angesichts der kriminell schlechten Kritiken kaum wundert: Der Kevin Costner-Thriller, den Lionsgate Films in 277 Sälen starteten, lief auf Nummero neun mit 248 000 Pfund ein - weniger als "Theri"! Im Schnitt lagen am Ende des Wochenendes erbärmliche 897 Pfund in den Kassen der Kinos.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (4. Woche / bisher insgesamt 35 Millionen Pfund); Fünfter wurde "Eddie the Eagle" (3. Woche / 7,2 Mio.); Sechster wurde der sagenhaft abgestürzte Spitzenreiter der Vorwoche "The Huntsman: Winter's War" (2. Woche / 4,4 Mio.) und Zehnter schließlich "Kung Fu Panda 3" (6. Woche / 13 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Midnight Special" mit Michael Shannon ist bei den Briten und Iren überhaupt nicht angekommen und so bereits am zweiten Wochenende wieder aus den Top Ten verdrängt. Der Science Fiction-Film hat lediglich 944 000 Pfund für Entertainment One verbucht, die somit an "Eye in the Sky" deutlich mehr Freude haben.

Auch keine großartige Resonanz hat die Universal Pictures-Komödie "My Big Fat Greek Wedding 2" mit Nia Vardalos hervorgerufen, der in vier Wochen nur 3,6 Millionen Pfund eingespielt hat. Der erste Teil hatte 2002 über 13 Millionen Dollar verzeichnet.

Ein nur mäßiger Erfolg ist der Paramount-Thriller "10 Cloverfield Lane" mit Mary Elizabeth Winstead, der den Zuschauern in fünf Wochen 5,2 Millionen Pfund wert gewesen ist.

Hier hat der Heimvorteil mal gezogen: Zwar ist "London Has Fallen" eine amerikanische Produktion, aber der Spielort britische Hauptstadt machte den Thriller für das Inselpublikum offenbar interessanter als für das anderer Nationen. In sieben Wochen hat die Lionsgate-Produktion mit dem Schotten Gerard Butler knapp 11 Millionen Pfund verbucht. Vorgänger "Olympus Has Fallen" war 2013 mit nur knapp 7 Millionen Pfund aus den Kinos gegangen.

Wie in Deutschland und in den USA interessierten sich auch die Briten nicht für "Hardcore", der am zweiten Wochenende schon wieder Geschichte ist. Der russische, allerdings auf Englisch gedrehte Thriller, von Entertainment Film in die Lichtspielhäuser verliehen, hat lediglich 250 000 Pfund einsammeln können.



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