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The Jungle Book -  Mowgli (Neel Sethi) und König Louie
The Jungle Book - Mowgli (Neel Sethi) und König Louie
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (22. - 24.4.): Huntsman vom Dschungel verschluckt

"The Huntsman: Winter's War" auf Crash-Kurs

Keine Überraschung am US-Kinowochenende: Die Zuschauer sahen sich lieber nochmal den überraschend gigantisch gestarteten "The Jungle Book" an dessen zweitem Wochenende an als den neuen "The Huntsman: Winter's War" ("The Huntsman & the Ice Queen"), der noch schwächer startete als angenommen. Dank des immer noch großartigen Spitzenreiters war es ein erfolgreiches Wochenende für die Kinoindustrie. Die Top Twelve setzten knapp 120 Millionen Dollar um, wesentlich mehr als am entsprechenden Wochenende des Vorjahres, als sich "Furious 7" mit Vin Diesel ein erstaunliches viertes Mal mit 17 Millionen Dollar an der Spitze behauptete.

Gold
Dem sensationellen Aufschlag mit 103 Millionen Dollar zur Premiere hat "The Jungle Book" einen überraschend niedrigen Zuschauerschwund von nur minus 41 Prozent im Vergleich zum Debutwochenende folgen lassen. Offensichtlich machen sich gute Mundpropaganda und Wiederholungsseher bei dem Jon Favreau-Streifen bemerkbar. So kamen am zweiten Wochenende 60 Millionen Dollar zusammen, dreimal so viel wie für "The Huntsman" an dessen ersten. Mit unverändert 4028 Kinos bleibt der Abenteuerfilm das mit Abstand meistgespielte Werk in Nordamerika. Die Säle waren immer noch pickepacke voll: Im Schnitt verblieben grandiose 15 000 Dollar in jeder Kinokasse. Die Walt Disney-Produktion steht jetzt bei insgesamt 191 Millionen Dollar und könnte die 350 Millionen Dollar-Marke überwinden, wenn es in diesem Stil weitergeht.

Silber
Dass es "The Huntsman: Winter's War" bei diesem großen Gegner das Nachsehen haben würde, war schon vorher klar. Aber selbst ohne "The Jungle Book" hätte es der Fantasy-Film mit seinen miserablen Kritiken und schwacher Mundpropaganda schwer gehabt. Die 20 Millionen Dollar liegen noch unterhalb der Erwartungen und vor allem Lichtjahre von der Premiere des Vorgängers "Snow White and the Huntsman" zurück, der 2012 mit 56 Millionen Dollar aus dem Gatter gegangen war. 3791 Lichtspielhäuser zeigten die Universal Pictures-Produktion; durchschnittlich mäßige 5200 Dollar wanderten dort über die Ladentheken. Für Chris Hemsworth der nächste schlimme Flop außerhalb des "Avengers"-Universums, denn mit 115 Millionen Dollar ist das Werk nicht gerade billig geraten.

Bronze
Um einen Platz ging es für "Barbershop: The Next Cut" am zweiten Wochenende runter. Die Zuschauer sind bei weitem nicht so begeistert wie die Kritiker über diese Ice Cube-Komödie, die nach zwölf Jahren Pause die "Barbershop"-Geschichten weiterschreibt. So ist der Start solide, aber nicht so erfolgreich wie bei den ersten beiden Teilen geraten. Warner Brothers Studios spendierten ihrer Produktion weitere 15 Leinwände, so dass ingesamt 2676 Spielorte den dritten Part im Programm hatten. 10 Millionen Dollar entsprechen einem mäßigen Besucherrückgang von minus 46 Prozent und einem guten Schnitt von 4000 Dollar pro Filmtheater. Nach zehn Tagen haben die Kinogänger 36 Millionen Dollar für den 20 Millionen Dollar teuren Streifen ausgegeben.

Die Neuen
Die mexikanische Komödie "Compadres", die Pantelion in 368 Kinos startete, schaffte es mit gerade mal 1,3 Millionen Dollar auf den neunten Platz.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Zootopia" (8. Woche / bisher insgesamt 316 Millionen Dollar); Fünfter wurde "The Boss" (3. Woche / 50 Mio.); Sechster wurde "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (5. Woche / 320 Mio.); Siebter wurde der Thriller "Criminal" mit Kevin Costner (2. Woche / 11 Mio.); Achter wurde "My Big Fat Greek Weddding 2" (5. Woche / 55 Mio.) und Zehnter schließlich der Thriller "Eye in the Sky" mit Helen Mirren (7. Woche / 15 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein göttlicher Doppelpack hat das cineastische Zeitliche segnen und die Top Ten verlassen müssen. Zwei mehr oder minder offen religiöse Filme sind mit unterschiedlichem Erfolg gelaufen. Das Drama "Miracle from Heaven" ("Himmelskind") mit Jennifer Garner erreichte in sechs Wochen 59 Millionen Dollar und ist damit ein Erfolg für TriStar Pictures, die nur 13 Millionen Dollar investiert haben.

Auch finanziell erfolgreich mit 19 Millionen Dollar hat sich "God's Not Dead" behaupten können. Die kleine Independent-Produktion, die Purexflix in den Verleih gebracht haben, hat nur 5 Millionen Dollar gekostet. Gemessen am ersten Teil, dem sensationell erfolgreichen "God's Not Dead", der vor zwei Jahren 62 Millionen Dollar erlöste, ist die Fortsetzung mit Melissa Joan Hart indes eine Enttäuschung.



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