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The Jungle Book mit Neel Sethi
The Jungle Book mit Neel Sethi
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts UK (22. - 24.4.): Briten weiter im Dschungelfieber

Alan Rickman klettert auf Rang zwei

Das letzte Wochenende hatte im Jahresvergleich keine Chance, das des Vorjahres zu toppen. Damals debutierte "Avengers: Age of Ultron" mit Chris Evans auf dem Premiumplatz mit 18 Millionen Pfund. Das konnten Filme wie "Bastille Day" oder "Friend Request" natürlich niemals auch nur annähernd erreichen. Ohne den erstaunlich starken "The Jungle Book" wäre der Jahresvergleich wohl absurd unvorteilhaft ausgefallen, aber auch so lag der Umsatz noch um minus 43 Prozent unter dem des letzten April-Wochenendes von 2015.

Gold
An einem zweiten Wochenende 8 Millionen Pfund zu generieren, schaffen nicht viele Filme. In diesem Jahr konnten "Batman vs. Superman" und "Deadpool" an ihren zweiten Wochenenden jedenfalls diese Zahl auch nicht ansatzweise erreichen - und das sind die aktuell beiden erfolgreichsten Streifen des Jahres im United Kingdom. Für "The Jungle Book" ist dies ein sicheres Zeichen, dass der Abenteuerfilm im Konzert der ganz großen wird mitwirken können. Insgesamt sind nach zehn Tagen bereits 21 Millionen Pfund in die Kassen der Walt Disney-Produktion geflossen.

Zehn weitere Kinos hatten den Jon Favreau-Streifen noch ins Programm genommen, so dass das sowieso schon meistgezeigte Werk der Insel nun mit 604 Kopien im Einsatz ist. Der Zuschauerschwund blieb mit lediglich minus 18 Prozent grandios gering. Offensichtlich spricht sich die exzellente Qualität der Realfilm-Wiederverfilmung des Zeichentrickfilms von 1967 rum, und viele Zuschauer kommen noch ein weiteres Mal. Durchschnittlich wurden Karten im Wert von phantastischen 13 000 Pfund pro Lichtspielhaus verkauft. "Captain America: Civil War" wird am kommenden Wochenende die Herrschafft des Dschungels an der Charts-Spitze beenden - am vom Erfolgskurs wird "The Jungle Book" nicht mehr abzubringen sein.

Silber
Es war schon eine kleine Überraschung, dass sich der britische Thriller "Eye in the Sky" beim Debut die Bronzemedaille sichern konnte. Noch überraschender jetzt, dass die Entertainment One-Produktion mit 826 000 Pfund am zweiten Wochenende sogar noch einen Platz zu klettern. Offensichtlich überzeugt auch hier die Güteklasse die Zuschauer; zudem ist es auch die letzte Gelegenheit, den im Januar verstorbenen Alan Rickman noch einmal auf der Leinwand zu sehen.

Die absoluten Zahlen sind nicht toll - dem Rest der Top Ten bleiben weiter nur die Krümel, die "The Jungle Book" übrig lässt. Aber nichtsdestotrotz ist es für eine kleinere Produktion wie "Eye in the Sky" ein schöner Achtungserfolg, sich zwei Wochen lang so weit oben zu behaupten. Der Umsatz sackte um lediglich erfreuliche minus 26 Prozent ab. 50 weitere Spielstätten hatten das Helen Mirren-Werk auf den Plan gesetzt; nun flackerte es über 487 Leinwände. Im Schnitt blieben mäßige 1700 Pfund in den Kassen. Alles in allem sind bis jetzt 2,6 Millionen Pfund zusammen gekommen.

Bronze
Höchster Neueinsteiger ist "Bastille Day", der 762 000 Pfund in 439 Filmtheatern verbuchen konnte. Das entspricht einem schwachen Schnitt von 1700 Pfund für den Idris Elba-Thriller, den StudioCanal in die Kinos gebracht haben.

Die Neuen
Der deutsche, aber auf Englisch gedrehte Horrorfilm "Friend Request", der in Deutschland unter "Unfriend" zu sehen war, feiert mit 624 000 Pfund seine Premiere auf dem fünften Platz. Warner Brothers hatten für den Simon Verhoeven-Streifen 402 Säle geordert, in denen er es auf einen ebenfalls nur schwachen Schnitt von 1500 Pfund brachte.

Der Programmkinotitel "Miles Ahead", eine Biographie über den Jazz-Musiker Miles Davis, der von Don Cheadle verkörpert wird, welcher auch Regie geführt und das Drehbuch verfasst hat, schafft es mit Rang neun in die Top Ten. Die Icon-Produktion startete mit 155 Kopien und setzte 168 000 Pfund um - durchschnittlich also bloß rund 1000 Pfund pro Leinwand.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Zootropolis" ("Zoomania" / 5. Woche / bisher insgesamt 21 Millionen Pfund); Sechster wurde "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (5. Woche / 36 Mio.); Siebter wurde "Eddie the Eagle" (4. Woche / 8,0 Mio.); Achter wurde "The Huntsman: Winter's War" ("The Huntsman & the Ice Queen" / 3. Woche / 5,0 Mio.) und Zehnter schließlich wurde "Kung Fu Panda 3" (7. Woche / 13 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die beiden hochgelobten indischen Thriller "Fan" und "Theri" konnten sich ebenso wie der Mega-Flop "Criminal" mit Ryan Reynolds nur eine Woche in den Top Ten behaupten und sind am zweiten Wochenende schon wieder Box Office-Geschichte. Letzterer ist mit nur 300 000 Pfund noch extremer als in den USA abgewatscht worden.



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