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The Jungle Book - Bagheera und Mowgli (Neel Sethi)
The Jungle Book - Bagheera und Mowgli (Neel Sethi)
© Walt Disney Studios Motion Pictures

Kinocharts USA (29.4. - 1.5.): Das Schnarchen im Dschungel

"Jungle Book"-Hattrick als Captain America-Statthalter

Letztes Jahr startete am ersten Mai-Wochenende "Avengers: Age of Ultron" mit Robert Downey Jr. mit gigantischen 197 Millionen Dollar und schoben die Top Twelve zu 226 Millionen Dollar an. Dieses Jahr kamen die Top Twelve auf nur knapp 97 Millionen Dollar. So etwas passiert, wenn die größte Box Office-Hoffnung eine Klamotte um eine entführte Katze namens Keanu ist...

Gold
Die drei Neustarts hatten von vornherein keine Schnitte gegen den Spitzenreiter "The Jungle Book". Dass der Abenteuerfilm aber dermaßen mit den Konkurrenten Schlitten fahren würde, hätten selbst Optimisten bei Walt Disney Studios nicht für möglich gehalten. Der Hattrick wurde mit einem erstaunlichen dritten Wochenende von 42 Millionen Dollar erreicht, während selbst der Zweitplatzierte einstellig im Millionenergebnis blieb. Um nur erfreuliche minus 31 Prozent gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorwochenende zurück.

13 weitere Kinos hatten den Jon Favreau-Streifen ins Programm genommen; das sowieso schon mit weitem Abstand meistgezeigte Werk Nordamerikas läuft jetzt mit 4041 Kopien. Pro Lichtspielhaus blieben durchschnittlich grandiose 10 500 Dollar in den Kassen. Bereits 252 Millionen Dollar hat "The Jungle Book" eingespielt. Jetzt müssen Disney abwarten, wie viel der am Freitag startende "Captain America: Civil War" ihrem Erfolgsfilm abzwacken wird. Gewinnen wird das Haus mit der Maus in jedem Fall: Auch "Captain America" wird von ihnen auf die Leinwände gebracht.

Silber
"Keanu" ist der beste der drei Neustarter. Damit hören die guten Nachrichten allerdings schon auf, denn 9,5 Millionen Dollar zum Auftakt sind kein Grund zum Jubeln für Warner Brothers, die sich aufgrund der guten Kritiken und ihrer großen Werbekampagne sicherlich mehr erhofft hatten - wenigstens ein zweistelliges Millionenergebnis. Die Comedy Central-Stars Keegan-Michael Key und Jordan Peele scheinen im Kino noch nicht so zu ziehen. Die durchschnittlich 3500 Dollar in den 2658 Spielstätten sind jedenfalls schwach.

Bronze
"The Huntsman: Winter's War" ("The Huntsman & the Ice Queen") hat bereits mit dem zweiten Film die Hoffnungen von Universal Pictures auf eine neue Fantasy-Reihe beerdigt. Und zwar erster Klasse: Der 115 Millionen Dollar teure Chris Hemsworth-Streifen ist nach seinem schwachen Start nun am zweiten Wochenende mit einem Besucherschwund von minus 51 Prozent auch noch abgestürzt. Nur noch 9,4 Millionen Dollar kamen in den 3802 Filmtheatern (plus 11) zusammen. Die im Schnitt 2500 Dollar sind ein mäßiges Ergebnis. Alles in allem haben die Zuschauer 34 Millionen Dollar für den Emily Blunt-Film ausgegeben.

Die Neuen
Was waren das noch für Zeiten, als "Valentine's Day" 2010 56 Millionen Dollar am Startwochenende einbrachte. Bei "New Year's Day" ein Jahr später war es mit 13 Millionen Dollar bereits nur noch ein Bruchteil dieser Summe - und nun hat Regisseur Garry Marshall den Qualitäts- und Umsatz-Limbo mit seinem dritten Jahrezeiten-Werk noch ein bisschen mehr Richtung Bodensatz getrieben. Sein mit schlimmen Kritiken belasteter "Mother's Day" kam auf nur noch bemittleidenswerte 8,3 Millionen Dollar und auf den vierten Platz. Und das trotz einer Starbesetzung mit Julia Roberts und Jennifer Aniston. Open Road Films schickten die Komödie mit 3035 Kopien ins Rennen - und mussten einen Kopienschnitt von lediglich 2700 Dollar und damit einen wesentlich schwächeren als den von "Keanu" hinnehmen.

Focus Features' Hoffnung, mit "Ratchet & Clank" junge Videospiel-Fans auch vor den Leinwänden zu versammeln, ist gründlich schief gegangen: Mit bloß 4,8 Millionen Dollar landete der Animationsfilm auf dem siebten Platz. Grausame 1600 Dollar verblieben durchschnittlich in den 2891 Sälen.

Auf den Plätzen
Fünfter wurde die Komödie "Barbershop: The Next Cut" mit Ice Cube (3. Woche / bisher ingesamt 45 Millionen Dollar); Sechster wurde "Zootopia" (9. Woche / 324 Mio.); Achter wurde "The Boss" (4. Woche / 56 Mio.); Neunter wurde "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (6. Woche / 325 Mio.) und Zehnter schließlich der Thriller "Criminal" mit Kevin Costner.

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"My Big Fat Greek Wedding" konnte 2002 unglaubliche 241 Millionen Dollar einspielen - das wären heute 355 Millionen Dollar. Da nehmen sich die 57 Millionen Dollar in sechs Wochen für die Fortsetzung eher bescheiden aus. Aber für sich genommen ist die 18 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Komödie mit Nia Vardalos doch noch ein solider Erfolg geworden.

Nur eine Woche hielt sich die mexikanische Komödie "Compadres" unter den erfolgreichsten Zehn und ist mit 2,3 Millionen Dollar für Pantelion wieder verschwunden. Der britische Bleckerstreet-Thriller "Eye in the Sky" mit Helen Mirren ist als Achtungserfolg mit 18 Millionen Dollar nach acht Wochen aus den Charts verdrängt worden.



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