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The First Avenger: Civil War mit Chris Evans
The First Avenger: Civil War mit Chris Evans
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (6. - 8.5.): "Captain America" ein Riese, aber kein Gigant

"Mother's Day" profitiert vom Muttertag

Die Konkurrenz ging ihm schon mal von vornherein aus dem Weg. Kein anderes Filmstudio wagte es, eine Premiere gegen den Film der Woche - "Captain America: Civil War" - des Studios des Jahres - Walt Disney Studios - zu setzen. So hatte der Quasi-"Avengers"-Streifen das Feld für sich und nutzte es weidlich - wobei es zu neuen Rekorden nicht reichte. Insgesamt zog die Comic-Verfilmung die Top Twelve zu hervorragenden 230 Millionen Dollar und damit deutlich mehr als am Vorjahreswochenende. Damals setzten die Charts-Filme - mit "Avengers: Age of Ultron" mit Robert Downey Jr. und 77 Millonen Dollar am zweiten Wochenende an der Spitze - 122 Millionen Dollar um.

Gold
Einige Analysten trauten "Captain America: Civil War" zu, als vierter Film nach "Star Wars: The Force Awakens", "Jurassic World" und "The Avengers" mit über 200 Millionen Dollar zu starten. Großartige Debuts am Wochenende zuvor in Europa und Asien, die exzellenten Kritiken und Mundpropaganda, die Rekordvorverkäufe bei Fandango für ein Superhelden-Epos und mehr kostspielige 3D-Karten als bei früheren Comic-Filmen rückten diese Box Office-Schallmauer tatsächlich für Captain America und seine Marvel-Kollegen in Reichweite. Letztlich verfehlte der Fantasy-Film die Marke allerdings deutlich.

Das Ergebnis fällt mit 181 Millionen Dollar dennoch imponierend aus und ist die fünftstärkste Premiere aller Zeiten. Der Chris Evans-Streifen startete mit 4226 Kopien und löste "The Jungle Book" somit nicht nur als meistgesehenen, sondern auch als meistgezeigtes Werk Nordamerikas ab. Der Durchschnittsumsatz betrug wahnwitzige 43 000 Dollar pro Kino. (Fast) ganz Amerika schaute "Captain America"! Dieser startet daher zwar nicht als Gigant, aber als Riese. Für die 250 Millionen Dollar teure Walt Disney-Produktion scheinen nun 450 Millionen Dollar machbar. International hat die Comic-Verfilmung bereits die halbe Milliarde Dollar eingespielt.

Silber
Das Sahnejahr von Disney geht auch auf dem zweiten Platz ungebremst weiter. Inzwischen ist "The Jungle Book" mit weltweiten Umsätzen von 777 Millionen Dollar an "Deadpool" (ebenfalls aus dem Haus mit der Maus) auf Rang drei des Jahres 2016 vorgerückt. Knapp 22 Millionen Dollar konnte der Abenteuerfilm an seinem vierten Wochenende noch verbuchen - eine starke Leistung. Nur wenige Produktionen haben es bisher geschafft, an ihrem vierten Wochenende über 20 Millionen Dollar umzusetzen, darunter "Zootopia" (schon wieder Disney).

Die Kinobesitzer konnten von dem Jon Favreau-Film nicht genug bekommen und buchten diesen nochmals für 103 Leinwände. Jetzt konnten Jung und Alt Mowgli's Abenteuer in 4144 Sälen verfolgen und ließen dort durchschnittlich exzellente 5200 Dollar. Die Ankunft des Captain machte sich mit einem deutlichen Zuschauerrückgang von minus 50 Prozent zum Vorwochenende zwar bemerkbar, aber mit 285 Millionen Dollar ist die Ernte schon in der Scheuer.

Bronze
Nach dem katastrophalen Start in der Vorwoche konnte "Mother's Day" vom Muttertag profitieren und sich um zwei Positionen auf den dritten Platz verbessern. Als einziger Film in den Top Ten kamen hier mehr Zuschauer als am Vorwochenende: Der Umsatz stieg um plus 7 Prozent auf 9,0 Millionen Dollar für die Julia Roberts-Komödie. Auch hier orderten die Kinoketten zur Feier des (Mutter)Tags nach: Die Open Roads-Produktion flackert jetzt in 3141 Lichtspielhäusern. Der durchschnittliche Umsatz war mit 2900 Dollar deutlich besser als am Premierenwochenende. Nun steht "Mother's Day" bei über 20 Millionen Dollar.

Auf den Plätzen
Vierter ist "The Huntsman: Winter's War" (3. Woche / bisher insgesamt 40 Millionen Dollar); Fünfter ist die Komödie "Keanu" mit den Comedy Central-Stars Key und Peele (2. Woche / 15 Mio.); Sechster ist die Komödie "Barbershop: The Next Cut" mit Ice Cube (4. Woche / 49 Mio.); Siebter ist "Zootopia" (10. Woche / 328 Mio.); Achter ist "The Boss" (5. Woche / 59 Mio.); Neunter ist "Ratchet & Clank" (2. Woche / 7,0 Mio.) und Zehnter schließlich "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (7. Woche / 327 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Als die miserablen Kritiken herauskamen, war das Schicksal von "Criminal" quasi schon besiegelt. Auch eine tolle Besetzung mit Kevin Costner, Ryan Reynolds, Tommy Lee Jones und Gary Oldman konnte diese Lionsgate und Summit Entertainment-Co-Produktion nicht retten. Nach vier Wochen verschwindet der 31 Millionen Dollar teure Thriller mit einem Umsatz von lediglich 14 Millionen Dollar.



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