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Robert Downey Jr. in Captain America: Civil War
Robert Downey Jr. in Captain America: Civil War
© Walt Disney Studios

Kinocharts USA (13. - 15.5.): Das wahre "Money Monster" ist "Captain America"

300 Millionen Dollar in Sichtweite

Walt Disney Studios dominieren weiter die US-Kinocharts: Mit drei Produktionen gleichzeitig in den Top Ten, die jeweils die 300 Millionen Dollar-Grenze überschritten haben oder bald überschritten haben werden, schreibt das Haus mit der Maus Box Office-Geschichte: So etwas hat es noch nie gegeben! Die ersten beiden Plätze wurden verteidigt, und alle drei Streifen "Captain America: Civil War", "The Jungle Book" und "Zootopia" hielten sich gut bis herausragend. Ein wahrhafter Siegeszug für Disney. Das war allerdings der einzige echte Silberstreif am Horizont für die Kinobesitzer, denn mit 125 Millionen Dollar blieben die Umsätze der Top Twelve gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück: Damals gaben die Zuschauer 176 Millionen Dollar aus, als sich "Pitch Perfect 2" mit Anna Kendrick und 69 Millionen Dollar neu auf den Kinokassenthron setzte.

Gold
Der Umsatzrückgang von minus 59 Prozent im Vergleich zum Premierenwochenende ist für eine Riesenproduktion dieser Größenordnung noch gut zu verkraften: Mit 72 Millionen Dollar erreicht "Captain America: Civil War" eines der besten Ergebnisse für ein zweites Wochenende aller Zeiten und bleibt wie erwartet unangefochtener Tabellenführer. Unverändert 4226 Kinos zeigen den Fantasy-Film, der damit auch der meistgespielte Streifen Nordamerikas bleibt. Der durchschnittliche Umsatz pro Kopie war mit 17 100 Dollar auch am zweiten Wochenende wieder exzellent. Insgesamt hat das Chris Evans-Werk bis jetzt 296 Millionen Dollar einspielen können. Da erst am übernächsten Wochenende mit "X-Men: Apocalypse" echte Konkurrenz antritt, dürfte die Disney-Produktion noch zwei Wochen lang ungestört Geschäfte machen und sich der 400 Millionen Dollar-Grenze nähern.

Silber
Fünftes Wochenende - und "The Jungle Book" hält sich auf dem zweiten Platz mit 17 Millionen Dollar. Dies entspricht einem guten Zuschauerschwund von lediglich minus 27 Prozent und hievt den Abenteuerfilm auf nun 312 Millionen Dollar. Auf 3970 Leinwänden ist der Jon Favreau-Streifen zu sehen; somit hatten 174 Spielstätten die Disney-Produktion aus dem Programm genommen. Der Umsatzschnitt betrug hervorragende 4400 Dollar.

Bronze
Etwas besser als erwartet, aber immer noch enttäuschend angesichts der Namen Julia Roberts, George Clooney und Regisseurin Jodie Foster ist "Money Monster" mit 15 Millionen Dollar in 3104 Spielstätten eingestiegen. Die TriStar Pictures-Produktion, die lediglich gemischte Kritiken erhalten hat, kam auf einen schwachen Umsatz von 4800 Dollar pro Filmtheater. Die reinen Produktionskosten von 27 Millionen Dollar wird der Thriller wohl einspielen können; für die Gewinnzone muss er das Ausland bemühen.

Die Neuen
Null gute Kritiken, Note "mangelhaft" von den Zuschauern - aber immerhin vierter Platz für "The Darkness", wozu bereits lächerliche 5,1 Millionen Dollar ausreichten. Damit hat die Hightop Releasing-Produktion schon ihre reinen Produktionskosten drin, denn Produzent Jason Blum hat für alle seine Horrorfilm die "5 Millionen Dollar darf es nur kosten"-Strategie gefahren, so dass bereits geringe Umsätze für die Gewinnzone reichen können. Der Kevin Bacon-Streifen startete in 1755 Sälen und erreichte dort einen Umsatzschnitt von schwachen 3000 Dollar.

Auf den Plätzen
Fünfer wurde die Komödie "Mother's Day" mit Jennifer Aniston (3. Woche / bisher insgesamt 29 Millionen Dollar); Sechster wurde "Zootopia" (11. Woche / 332 Mio.); Siebter wurde "The Huntsman: Winter's War" (4. Woche / 44 Mio.); Achter wurde die Komödie "Keanu" mit dem Comedy Central-Duo Key und Peele (3. Woche / 19 Mio.); Neunter wurde die Komödie "Barbershop: The Next Cut" (5. Woche / 51 Mio.) und Zehnter schließlich "The Boss" (6. Woche / 61 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wie in Deutschland und Großbritannien ist der Animationsfilm "Ratchet and Clank" furchtbar gefloppt. Nur kümmerliche 8 Millionen Dollar kamen für die 20 Millionen Dollar teure Focus Features-Produktion in drei Wochen zusammen. Eine weitere Videospieladaption, die weder gut noch erfolgreich gewesen ist.

Ganze Artikel sind darüber geschrieben worden, ob "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" mit Ben Affleck und Henry Cavill nun ein Erfolg oder ein Misserfolg geworden ist. Die reinen Fakten: Die Warner Brothers-Produktion hat 250 Millionen Dollar gekostet und in acht Wochen 328 Millionen Dollar eingebracht. Damit ist sie aktuell hinter "Deadpool" und "Zootopia" der dritterfolgreichste Streifen Nordamerikas, wird in dieser Woche aber von "Captain America: Civil War" überholt werden.

Auf der einen Seite sind 328 Millionen Dollar natürlich ein gewaltiger Erfolg, aber auf der anderen Seite muss das Ausland aushelfen, damit angesichts der absurd hohen Kosten die Gewinnzone erreicht wird. Und nach dem triumphalen Premierenwochenende mit 166 Millionen Dollar sind die jetzt erreichten 328 Millionen Dollar wirklich eher das untere Ende der Erwartungen. Warner und Regisseur Zack Snyder hätten sicherlich lieber die Umsätze erreicht, welche die Marvel-Konkurrenz gerade mit "Captain America: Civil War" bewegt. Also ein "gefühlter Misserfolg".



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