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Kinocharts Deutschland (12. - 15.5.): "Angry Birds" zerrupfen Captain America

Schlechteres Wetter sorgt für mehr Besucher

Aufatmen bei den Kinobesitzern: Das durchwachsene Wetter am Pfingstwochenende sorgte für wieder steigende Zuschauerzahlen nach dem davor bisher schwächsten des Jahres - gegenüber dem Himmelfahrtswochenende kamen über die Hälfte mehr Zuschauer. Aber ob das die Verluste wettgemacht hat, darf bezweifelt werden, denn der Vergleich mit dem Vorjahreswochenende zeigt, dass die Besucherzahlen um minus 24 Prozent hinterherhinken. Damals startete "Pitch Perfect 2" mit Rebel Wilson und 394 000 Besuchern auf dem Premiumplatz durch.

Gold
Eine Verfilmung eines Smartphone-Videospiels? Klingt vielleicht nach einer schlechten Idee, aber Columbia Pictures sind zu beschäftigt, lachend ihr Geld zur Bank zu bringen, um sich Sorgen zu machen. Mit rund 330 000 Besuchern ist der Animationsstreifen "Angry Birds" gut eingestiegen und hat den "Captain America"-Hattrick an der Spitze verhindert. Mit 679 Kopien löste der Streifen "The Jungle Book" als meistgezeigten Film Deutschlands ab. Dem aggressiven Leinwandbelegen folgte die Besuchernachfrage nicht: 486 besetzte Kinosessel pro Saal sind ein mäßiges Ergebnis.

Silber
Der Spitzenreiter "The First Avenger: Civil War" mit Robert Downey Jr. muss sich also mit dem zweiten Platz begnügen. 225 000 Zuschauer am dritten Wochenende waren nach den etwa 290 000 am Vorwochenende ein gutes Ergebnis für den Walt Disney-Film. Der Besucherstrom ließ um nur minus 22 Prozent nach, und durchschnittlich 346 Kinogängern pro Lichtspielhaus zeigen an, dass das Interesse an dem Fantasy-Film weiter hoch ist. Acht Spielorte hatten die Marvel-Verfilmung noch zusätzlich ins Programm genommen, die nun in 651 Filmtheatern zu sehen ist. Insgesamt sind bereits 1,3 Millionen Karten verkauft worden - ein Quantensprung gegenüber den ersten beiden "Captain America"-Werken, die bloß 340 000 beziehungsweise 823 000 Besucher für sich gewinnen konnten.

Bronze
Sogar steigern konnte "Bad Neighbors 2" im Vergleich zu seinem vom herrlichen Sommerwetter sabotierten Debutwochenende seine Zahlen am zweiten Wochenende. Die "nachholende de facto-Premiere" brachte 194 000 verkaufte Karten für die Universal Pictures-Produktion und damit deutlich mehr als eine Woche zuvor, als 152 000 Kinogänger die Seth Rogen-Komödie das Eintrittsgeld wert gewesen war. Das ist eine Steigerung um plus 27 Prozent. Um einen Platz wurde die Fortsetzung nach unten verdrängt. 19 weitere Kinos hatten sie auf den Spielplan gesetzt, so dass sie nun mit 543 Kopien im Umlauf ist. Der Besucherschnitt war mit 358 pro Saal ordentlich. Alles in allem haben 385 000 Zuschauer "Bad Neighbors 2" nun gesehen.

Die Neuen
Schön, dass es eine deutsche Produktion unter die Top Ten schafft, aber mit 40 000 Besuchern vor 292 Leinwänden sorgt "Wie Männer über Frauen reden" nicht gerade für Furore. Nur der siebte Platz war für die Oliver Korittke-Komödie drin. Durchschnittlich schwache 137 Zuschauer verzeichnete die NFP-Produktion.

Ganz böse erwischte es das deutsche Drama "Mängelexemplar", das mit bloß knapp 15 000 Besuchern in 131 Spielstätten lediglich auf dem 13. Platz einstieg.

Auf den Plätzen
Vierter ist "The Jungle Book" (5. Woche / bisher insgesamt 1,5 Millionen Zuschauer); Fünfter ist "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" (3. Woche / 169 000); Sechster ist "Zoomania" (11. Woche / 3,5 Mio.); Achter ist "How to Be Single" (6. Woche / 917 000); Neunter ist "Ein Hologramm für den König" (3. Woche / 144 000) und Zehnter schließlich "Ein Mann namens Ove" (6. Woche / 333 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Der Kriminalfilm "Triple 9" mit Chiwetel Ejiofor hat hierzulande ebenso wenig Zuschauer interessiert wie in den USA und in Großbritannien. Nur 63 000 Besucher haben in zehn Tagen eine Karte für die Wild Bunch-Produktion gelöst, die damit nur am Startwochenende eine Charts-Platzierung erreichen konnte.

Während "The Boss" in den USA noch erfolgreich davon gekommen ist, hielten die Besucher hier zu Lande offenbar wenig von Melissa McCarthy's neuesten komödiantischen Verwicklungen. Die Universal Pictures-Komödie floppt mit 190 000 Zuschauern in vier Wochen.



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