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X-Men Apocalypse mit James McAvoy
X-Men Apocalypse mit James McAvoy
© 20th Century Fox

Kinocharts Deutschland (18. - 22.5.): Schönes Wetter blendet die "X-Men"

Superhelden stoßen "The First Avenger" vom Treppchen

Die Verbindung von steigenden Temperaturen und leeren Kinoreihen ist am vergangenen Wochenende zielsicher weiter gegangen. Kaum lockte das schöne Wetter, setzten die Sessel in den Sälen wieder Spinnweben an. Gegenüber dem Vorjahreswochenende blieben die Geschäfte um ein Viertel niedriger. Damals konnte "Pitch Perfect 2" mit Anna Kendrick am zweiten Wochenende den Kinokassenthron verteidigen, als 215 000 Zuschauer eine Kinokarte lösten. So viele kamen jetzt nicht mal am Premierenwochenende von "X-Men - Apocalypse".

Gold
Keine Frage: Die "X-Men" hätten gerne auf das schöne Mai-Wetter verzichtet. Die 213 000 Besucher zum Start sind ein maues Ergebnis, das hinter dem der beiden Vorgänger "Erste Entscheidung" (229 000) und "Zukunft ist Vergangenheit" (302 000) zurückbleibt. 630 Kinos hatten die 20th Century Fox-Produktion gebucht; mit 338 durchschnittlich pro Leinwand verkauften Karten erzielte der Fantasy-Film mit James McAvoy ein schwaches Resultat.

Silber
"Angry Birds" flatterten zur zweiten Woche in 29 weiteren Lichtspielhäusern und blieben mit 708 Kinos der mit Abstand meistgezeigte Streifen Deutschlands. Columbia Pictures setzen ihre aggressive Strategie des "Erfolgs um jeden Preis" fort, und nach dem soliden Einstand am Premierenwochenende buchten die Kinos ihren Animationsstreifen gerne. Mit 145 000 jungen und älteren Zuschauern ging es durch den Neueinsteiger "X-Men - Apocalypse" einen Rang herunter. Die Nachfrage kam dem Angebot nicht nach: Um satte minus 56 Prozent ließ der Besucherstrom nach, und im Schnitt nahmen nur mäßige 205 Augenpaare vor den Leinwänden Platz. Aber mit insgesamt schon 742 000 Besuchern nach zehn Tagen liegt das Werk mit der Stimme von Christoph Maria Herbst auf Erfolgskurs.

Bronze
"Bad Neighbors 2" brachen fast exakt wie "Angry Birds" die Besucher weg - um minus 55 Prozent weniger Zuschauer kamen am dritten Wochenende in die Rose Byrne-Komödie. 87 000 verliefen sich in den 565 Filmtheatern, immerhin 23 mehr als in der Woche zuvor. Der Schnitt für die Universal Pictures-Produktion lag bei mäßigen 155. Dennoch verteidigte die Fortsetzung ihren Platz, und auch hier ist das Polster mit alles in allem 568 000 verkauften Tickets bereits erfolgreich angewachsen. Die 1,7 Millionen Besucher des Vorgängers sind allerdings nicht mehr zu erreichen.

Die Neuen
Nicht allzu vielen Kinogängern war nach Gruseln zumute: Der Horrorfilm "The Witch", ohne Star-Namen auf dem Poster, konnte lediglich 29 000 Besucher in 172 Kinos verbuchen. Die beim Sundance Filmfestival gefeierte Universal-Produktion kam so auf bloß schwache 170 Zuschauer pro Kopie und stieg als Sechste ein.

Auf den Plätzen
Vierter ist "The First Avenger: Civil War" (4. Woche / bisher insgesamt 1,5 Millionen Zuschauer); Fünfter ist "The Jungle Book" (6. Woche / 1,6 Mio.); Siebter ist "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" (4. Woche / 232 000); Achter ist "Zoomania" (12. Woche / 3,6 Mio.); Neunter ist "How to Be Single" (7. Woche / 951 000) und Zehnter schließlich "Wie Männer über Frauen reden" (2. Woche / 88 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Er wurde ordentlich beworben, er hatte mit Tom Hanks einen internationalen Star und mit Tom Tykwer einen bekannten deutschen Regisseur, aber die geballte Tom-Power konnte die Deutschen nicht für die heimische Komödie "Ein Hologramm für den König" erwärmen. Die von Tykwer's X-Verleih in die Lichtspielhäuser gebrachte Romanverfilmung ist mit bloß 170 000 Zuschauern in vier Wochen ein Reinfall.

Neben "Birnenkuchen mit Lavendel" ist "Ein Mann namens Ove" die Programmkino-Erfolgsgeschichte des Jahres. Die schwedische Komödie mit Rolf Lassgard konnte sich sechs Wochen in den Charts behaupten und ist nun am siebten Wochenende mit insgesamt 359 000 verkauften Karten herausgefallen. Ein toller Erfolg für Concorde Film!



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