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X-Men Apocalypse
X-Men Apocalypse
© 20th Century Fox

Kinocharts UK (20. - 22.5.): "X-Men" gar nicht in Untergangsstimmung

"The Jungle Book" über 40 Millionen Pfund

Während "Captain America" seine Pflicht an den britischen Kinokassen mehr als erfüllt hat und sich nun langsam aus den Lichtspielhäusern rausschaukelt, kommt die hauseigene Marvel Comic-Konkurrenz der "X-Men" und zündet ein Feuerwerk in den Filmtheatern, dass die Top Ten um 35 Prozent über das Ergebnis des Vorjahreswochenendes trägt, als "Pitch Perfect 2" mit Rebel Wilson am zweiten Wochenende den Premiumplatz mit 2,6 Millionen Pfund halten konnte.

Gold
Keine Frage, dass 7,3 Millionen Pfund für "X-Men: Apocalypse" ein gutes Ergebnis für Marvel Films und 20th Century Fox sind. Dies ist ein besseres Ergebnis als das des ersten Reboots der Reihe "First Class" von 2011, der mit 5,4 Millionen Pfund startete, liegt aber unter der Fortsetzung "Days of Future Past", welcher zum Auftakt vor zwei Jahren 9,1 Millionen Pfund verbuchte. Möglicherweise liegt das an den ungewohnt durchwachsenen Kritiken der sonst so hochgelobten Reihe. Der Fantasy-Film kam auf 598 Leinwände und löste so "The Jungle Book" als meistgezeigten Streifen auf der Insel ab. Durchschnittlich ließen die Kinogänger sehr gute 12 200 Pfund in den Spielstätten des Michael Fassbender-Films.

Silber
"The Angry Birds Movie" hielt am zweiten Wochenende mit 2,0 Millionen Pfund den zweiten Rang. Der nach einem Smartphone-Spiel entwickelte Animationsstreifen konnte sich exzellent behaupten, wobei nach dem schönen Wetter, das die Wochenendpremiere verhagelt hatte, jetzt viele Familien den Kinobesuch nachholten. Nur um verschwindend geringe minus 6 Prozent gingen die Umsätze daher im Wochenvergleich zurück. Sechs Spielstätten hatten die Columbia Pictures-Produktion zusätzlich ins Programm genommen, die nun mit 526 Kopien lief und auf einen guten Schnitt von 3800 Pfund kam. Bisher hat der Streifen mit der Stimme von Jason Sudeikis 4,5 Millionen Pfund eingebracht.

Bronze
Ebenfalls keine Veränderung auf dem dritten Platz, den der unglaublich laufende "The Jungle Book" verteidigt und inzwischen als erste Produktion des Jahres 2016 die 40 Millionen Pfund-Marke im United Kingdom geknackt hat. Der Jon Favreau-Film, der in seiner sechsten Erfolgswoche läuft, war den jungen und alten Zuschauern wieder 1,4 Millionen Pfund wert - ein Rückgang von lediglich minus 11 Prozent. Walt Disney Studios können wahrscheinlich selbst kaum glauben, wie gut ihr Abenteuerfilm angenommen wird. Aber erste Kinobesitzer haben das Werk aus 28 Sälen genommen, so dass es nun noch mit 568 Kopien im Umlauf ist. Durchschnittlich sehr gute 2500 Pfund lagen am Ende des Wochenenendes in jeder Kinokasse.

Die Neuen
Eine weitere Enttäuschung für die beiden Toms Hanks und Tykwer nach dem Verlauf in Deutschland. Die deutsche Komödie "Ein Hologramm für den König" erreicht in 374 Filmtheatern bloß 378 000 Pfund und damit nur den sechsten Platz. Die Icon-Produktion muss sich mit einem schwachen Kopienschnitt von 1000 Pfund begnügen.

Thomas, die fantastische Lokomotive fährt mit ihrem neuen Abenteuer "Thomas & Friends: The Great Race" auf den neunten Platz. Für die Reise an Bord des britischen Animationsfilms haben die kleinen und großen Besucher 147 000 Pfund übrig gehabt, die sie in 292 Sälen ausgaben. Für das britische Werk waren das im Schnitt läppische 506 Pfund. Die National Amusements-Produktion hatte einfach keine Chance gegen die übermächtigen Dschungeltiere und vor allem die frisch erwachten ärgerlichen Vögel.

Ein Überraschungsgast und kleiner Dauerbrenner konnte sich mit "Sing Street" auf den zehnten Platz vorschieben: Lionsgate Films haben das irische Drama zunächst nur in Irland in die Kinos gebracht und nach zehn Wochen jetzt auch in die britischen Filmtheater. In 85 Spielstätten wurden 126 000 Pfund umgesetzt. Für das Werk von Regisseur und Drehbuchautor John Carney ("Can a Song Save Your Life?"), das exzellente Kritiken und Zuschauerbewertungen erhalten hat, fehlt nach zehn Wochen nur noch wenig an der ersten Million Pfund.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Captain America: Civil War" (4. Woche / bisher insgesamt 34 Millionen Pfund); Fünfter wurde "Bad Neighbours 2" (3. Woche / 5,0 Mio.); Sieber wurde die britische Komödie "Florence Foster Jenkins" mit Hugh Grant (3. Woche / 2,5 Mio.) und Achter schließlich der britische Thriller "Our Kind of Traitor" mit Damian Lewis (2. Woche / 812 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wie zu erwarten gewesen ist, konnten die Briten mit der neuen Komödie "Everybody Wants Some!!" von Richard Linklater ("Boyhood") nicht viel anfangen: Keine Stars und dann auch noch Baseball als Hintergrund. Bereits am zweiten Wochenende ist die Entertainment One-Produktion mit bloß 324 000 Pfund auch schon wieder aus den Charts verschwunden.

Der britische Entertainment One-Thriller "Eye in the Sky" ist das klassische Beispiel für einen Film, der von Mundpropaganda profitiert hat. Mäßig gestartet, konnte sich der Helen Mirren-Streifen lange auf den vorderen Plätzen behaupten und ist nun erst am sechsten Wochenende mit respektablen 4,8 Millionen Pfund aus den Top Ten verdrängt worden. Ein schöner Abschluss für die Leinwandkarriere des viel zu früh verstorbenen Alan Rickman.

Obwohl der Horrorfilm "Green Room" hervorragende Kritiken erhalten hat, die Mundpropaganda ebenfalls gut ist und die Altitude-Produktion mit Imogen Poots eine heimische Darstellerin aufbietet, haben die Kinogänger nur wenig Interesse für das Werk aufbringen können, das damit nach zwei Wochen mit rund 200 000 Pfund vom Box Office-Radar verschwunden ist.

Eine ganz andere Geschichte - und eine schon wieder für Walt Disney höchst erfreuliche - erzählt der Animationsfilm "Zootropolis", der mit 23 Millionen Pfund in neun Wochen ein Riesenerfolg geworden ist.



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