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X-Men Apocalypse mit Jennifer Lawrence
X-Men Apocalypse mit Jennifer Lawrence
© 20th Century Fox

Kinocharts UK (27. - 29.5.): X-Men: Alice im Rückspiegel

Zuschauer meiden "Money Monster"

Langes Wochenende in Großbritannien: Der Montag war frei, aber dem Kinobesuch hat es nicht viel genutzt: "X-Men" ließ am zweiten Wochenende empfindlich nach und konnte sich nur deshalb an der Spitze halten, weil Neuankömmling "Alice Through the Looking Glas" enttäuschte. Noch schlimmer traf es "Money Monster", der nicht mal die Million vollmachen konnte. So verwundert es nicht, dass die Umsätze der Top Ten um 29 Prozent hinter denen des Vorjahreswochenendes zurückbleiben, als Dwayne Johnson erfolgreich mit "San Andreas" und 4,6 Millionen Pfund an der Spitze einstieg.

Gold
Die Mundpropaganda für "X-Men: Apocalypse" kann nicht allzu gut gewesen sein: Um satte minus 65 Prozent brach der Zuschauerstrom am zweiten Wochenende gegenüber der Premiere ein. Das reichte noch zu 2,5 Millionen Pfund in 590 Kinos. Acht Lichtspielhäuser haben damit den Fantasy-Film bereits aus dem Programm genommen; pro Spielort wechselten durchschnittlich Eintrittskarten im Wert von guten 4300 Pfund die Besitzer. Bis jetzt hat die 20th Century Fox-Produktion mit Jennifer Lawrence 12 Millionen Pfund erlöst.

Silber
Das gleiche Schicksal wie in den USA und in Deutschland ereilte "Alice Through the Looking Glas" auch im Vereinigten Königreich: Zum Debut verzeichnete das Johnny Depp-Werk nur einen Bruchteil - hier ein Fünftel - des Umsatzes des Vorgängers "Alice in Wonderland", der 2010 gigantisch auf der Insel lief: Nach einer Premiere mit 10 Millionen Pfund ging er am Schluss mit 42 Millionen Pfund aus den Sälen. Für die Fortsetzung kamen jetzt gerade mal 2,2 Millionen Pfund zusammen. Die Walt Disney-Produktion startete mit einem großen Aufgebot von 603 Kopien und löste "X-Men" zumindest als meistgezeigten Streifen in Großbritannien ab. Im Schnitt verblieben mäßige 3700 Pfund in den Spielstätten.

Bronze
Um einen Rang nach unten wurde "Angry Birds" verdrängt. Am dritten Wochenende versiegte der Besucherstrom mit minus 54 Prozent recht heftig und das Ergebnis gestaltete sich mit 919 000 Pfund nur noch sechsstellig - und das, obwohl Columbia Pictures wie in Deutschland die Saalzahl nochmals um 32 auf 568 Filmtheater erhöhten. Während sich die Strategie hierzulande auszahlte, verfing sie auf der Insel weniger. Der Umsatzschnitt war mit 1600 Pfund mäßig. Der Animationsstreifen mit der Stimme von Josh Gad steht aktuell bei 5,8 Millionen Pfund.

Die Neuen
Ein schwacher Start für "Money Monster". Trotz gleich dreier klangvoller Namen - Regisseurin Jodie Foster, George Clooney und Julia Roberts - blieben die Zuschauer für die Columbia-Produktion aus, die mit bloß 820 000 Pfund das Treppchen verfehlte. 412 Filmtheater zeigten den Thriller, der lediglich knapp 2000 Pfund pro Kino erreichte.

Einen Achtungserfolg erreichte die irische Independent-Komödie "Love & Friendship" mit Kate Beckinsale. Die Jane Austen-Verfilmung war auf lediglich 80 Leinwänden zu sehen, erreichte aber dennoch mit 263 000 Pfund die Top Ten auf dem achten Platz. Durchschnittlich kam das von Lionsgate verliehene Werk von Whit Stillman ("The Last Days of Disco") auf beachtliche 3300 Pfund pro Kopie.

Dem drei Jahre alten französische Animationsstreifen "Die Winzlinge - Operation Zuckerdose" reichten rund 100 000 Pfund in gerade mal 74 Lichtspielhäusern für den neunten Platz.

Auf den Plätzen
Fünfter wurde "The Jungle Book" (7. Woche / bisher insgesamt 42 Millionen Pfund); Sechster wurde "Captain America: Civil War" (5. Woche / 35 Mio.); Siebter wurde "Bad Neighbours 2" (4. Woche / 5,8 Mio.) und Zehnter schließlich "Ein Hologramm für den König" (2. Woche / 700 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Enttäuschend das Ergebnis von "Florence Foster Jenkins". Die britische 20th Century Fox-Komödie mit Meryl Streep und Hugh Grant in Hochform erreichte trotz hervorragender Kritiken nur 2,9 Millionen Pfund in vier Wochen.

Eine weitere heimische Produktion fand noch weniger Resonanz: Die John le Carré-Adaption "Our Kind of Traitor" ist am dritten Wochenende schon wieder aus den Charts verschwunden: Nur 1,0 Million Pfund erreichte der StudioCanal-Thriller mit Ewan McGregor.

Kinder und Erwachsene legten keinen langen Zwischenstop bei "Thomas & Friends: The Great Race" ein. Auch hier floppt eine britische Produktion: Der National Amusements-Animationsstreifen erreicht in zwei Wochen bloß 192 000 Pfund.

Die irische Komödie "Sing Street" von John Carney ("Can a Song Save a Life?") kann ihren Erfolg von der Nachbarinsel nicht ins United Kingdom tragen. Nach einer einwöchigen Stippvisite in den Charts ist schon wieder Schluss, aber immerhin sind insgesamt schon 1,0 Millionen Pfund für die Lionsgate-Produktion zusammen gekommen.



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