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Kinocharts USA (10. - 12.6.): "The Conjuring 2" verschreckt "Warcraft"

Videospielverfilmung räumt international ab

Mit "The Conjuring 2", "Warcraft" und "Now You See Me 2" ("Die Unfassbaren 2") gingen drei Produktionen mit jeweils fast der gleichen Kopienzahl ins Rennen um die Kinokassenkrone. Tatsächlich kamen alle drei Neulinge auf das Treppchen, hatten so also keine Probleme, Spitzenreiter "Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows" aus den Erfolgsregionen zu vertreiben. Aber letztlich konnte nur einer des Trios zufrieden sein.

Die mäßigen Ergebnisse spiegeln sich im Jahresvergleich deutlich wider: Vergangenes Jahr war "Jurassic World" mit Chris Pratt mit dem Sensationsergebnis von knapp 209 Millionen Dollar gestartet. Jetzt kamen die drei Debutanten zusammen nicht mal auf die Hälfte dieser Summe. Letztes Jahr spielten die Top Twelve 266 Millionen Dollar ein; an diesem Wochenende reichte es zu lediglich 145 Millionen Dollar.

Gold
Nachdem in diesem Jahr so viele Fortsetzungen enttäuscht haben, können die Manager bei Warner Brothers durchatmen: Ihr "The Conjuring 2" verpasst mit 40 Millionen Dollar zwar das Premierenergebnis des Originals von 2013, das auf 41 Millionen Dollar gekommen war, aber zumindest bleibt der Horrorfilm nicht um Längen zurück. Der Vera Farmiga-Streifen startete in 3343 Kinos und erreichte einen Schnitt von guten 12 000 Dollar. Die reinen Produktionskosten von 40 Millionen Dollar sind nach drei Tagen schon mal drin.

Silber

"Warcraft" hat die Kritiker nicht überzeugt, um es mal freundlich auszudrücken. Der Fantasy-Film hätte gute Besprechungen benötigt, um einen überzeugenden Start hinzulegen. Da diese ausblieben, ist das mäßige Ergebnis von 24 Millionen Dollar nicht überraschend. Die Videospieladaption hat Universal Pictures satte 160 Millionen Dollar gekostet. Die dürften die Studiomanager abschreiben - wäre da nicht das Ausland, insbesondere China. Im Land der Mitte dauerte es gerade mal fünf Tage, bis umgerechnet über 150 Millionen in die Kassen des Duncan Jones-Werks geflossen waren. Insgesamt sind im Ausland bereits 262 Millionen Dollar zusammen gekommen. Profitabel dürfte der Ben Foster-Film indes erst werden, wenn er weltweit die 500 Millionen Dollar erreicht. Nach dem schwachen US-Start scheint dies unwahrscheinlich - und somit dürfte eine Fortsetzung unwahrscheinlich sein. Beim Einsatz auf 3400 Leinwänden erreichte "Warcraft" einen mäßigen Schnitt von 7100 Dollar pro Saal.

Bronze
"Now You See Me 2" ("Die Unfassbaren 2") teilte im Gegensatz zu "The Conjuring 2" das Schicksal so vieler Fortsetzungen 2016 und blieb hinter dem Umsatz seines Vorgängers zurück: Statt 29 Millionen Dollar reichte es für den Thriller nur zu 23 Millionen Dollar. Die Lionsgate-Produktions mit Mark Ruffalo erreichte den gleichen unbefriedigenden Kopienschnitt von 7100 Dollar wie "Warcraft" in 3232 Spielorten.

Auf den Plätzen
Ex-Spitzenreiter und neuer Vierter "Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows" löst mit unverändert 4071 Filmtheatern "X-Men: Apocalypse" als mit Abstand meistgespielten Film Nordamerikas ab (2. Woche / bisher insgesamt 61 Millionen Dollar); Fünfter wurde "X-Men: Apocalypse" (3. Woche / 136 Mio.); Sechster wurde "Me Before You" ("Ein ganzes halbes Jahr" / 2. Woche / 37 Mio.); Siebter wurde "The Angry Birds Movie" (4. Woche / 98 Mio.); Achter wurde "Alice Through the Looking Glas" ("Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" / 3. Woche / 62 Mio.); Neunter wurde "Captain America: Civil War" (6. Woche / 397 Mio.) und Zehnter schließlich "The Jungle Book" (9. Woche / 353 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wo schon von enttäuschenden Fortsetzungen die Rede gewesen ist: "Neighbors 2: Sorority Rising" ("Bad Neighbors 2") hat Universal Pictures in vier Wochen 53 Millionen Dollar eingebracht. Damit erreicht der 35 Millionen Dollar teure Zac Efron-Streifen gerade mal ein Drittel des Umsatzes des ersten Teils von 2014, der 150 Millionen Dollar erlöste.

Ein richtig herber Flop für Universal Pictures ist derweil die Komödie "Popstar: Never Stop Never Stopping", die schon am zweiten Wochenende aus den Top Ten geflogen ist. Der von den "Saturday Night Live"-Machern um Hauptdarsteller und Drehbuchautor Andy Samberg ersonnene Streifen interessierte trotz guter Kritiken kaum jemanden, so dass die 20 Millionen Dollar teure Produktion bis jetzt bloß magere 8,3 Millionen Dollar umgesetzt hat.

Und noch ein Reinfall: "The Nice Guys" mit Russell Crowe kommt - trotz ebenfalls guter Rezensionen - nach vier Wochen auf nur 33 Millionen Dollar. Da haben sich Warner Brothers, die alleine in die Produktion der Komödie 50 Millionen Dollar investiert haben, sicherlich mehr versprochen.



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