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The Conjuring 2
The Conjuring 2
© Warner Bros.

Kinocharts UK (17. - 19.6.): "The Conjuring 2" mit eingebautem Heimvorteil

"Gods of Egypt" mit blecherner Bronze

Die Fußball-Europameisterschaft kostet im fußballbegeisterten Großbritannien natürlich auch die Kinos viele Besucher - zumal diesmal neben England auch noch Wales und Nordirland dabei sind, aber auf das vergangene Wochenenede fiel zumindest kein Spiel der englischen Elf. So waren die Besucherzahlen aller Top Ten-Filme besser als am Wochenende davor, konnten aber absolut nicht mit dem Vorjahreswochenende mithalten, als "Jurassic World" mit Chris Pratt am zweiten Wochenende mit 11 Millionen Pfund auf dem Kinokassenthron blieb.

Gold
"The Conjuring2: The Enfield Case" heißt der sonst im Ausland schmuckloser betitelte Horrorfilm, der zum Start die Spitze von "Me Before You" ("Ein ganzes halbes Jahr") erobert hat. Das hat seinen Grund: Der Enfield Poltergeist, der in dem Patrick Wilson-Streifen eine Rolle spielt und von 1977 bis 1979 sein Unwesen getrieben haben soll, ist eine in Großbritannien bekannte Geschichte, verbreitet durch die Klatschpresse, Inhalt von Büchern und Fernsehdokumentationen. So trat dieser zweite "Conjuring"-Part als US-Produktion trotzdem mit Heimvorteil an.

Und das machte sich gewaltig an den Kassen bezahlt: Stattliche 4,6 Millionen Pfund kamen in 504 Kinos zusammen - das Original kam vor drei Jahren auf nur 2,1 Millionen Pfund, um am Ende bei sehr guten 10 Millionen Pfund zu landen. Von diesem Endergebnis hat die aktuelle Warner Brothers-Produktion nun schon nach drei Tagen einen erklecklichen Teil geschafft. Durchschnittlich gute 9200 Pfund verblieben in jedem Saal.

Silber
Ex-Spitzenreiter "Me Before You" ("Ein ganzes halbes Jahr") hielt sich am dritten Wochenende mit einem nur mäßigen Zuschauerschwund von minus 33 Prozent im Vergleich zur Vorwoche solide und erzielte 979 000 Pfund in 565 Lichtspielhäusern (plus 36). Damit löst die Romanverfilmung "Alice Through the Looking Glas" ("Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln") als derzeit meistgezeigten Streifen auf der Insel ab. Im Schnitt setzte das Emilia Clarke-Drama ordentliche 1700 Pfund pro Leinwand um. Insgesamt sind bis jetzt Karten im Wert von 6,5 Millionen Pfund für die Warner Brothers-Produktion verkauft worden.

Bronze
Dieses Bronze fühlt sich wie Blech an: "Gods of Egpyt" steigt zwar zum Debut auf's Treppchen, aber dazu reichten auch schon schwächliche 484 000 Pfund. Der von Entertainment One auf 405 Spielpläne gesetzte Fantasy-Film mit Gerard Butler erreichte damit einen schlechten Umsatz von lediglich 1200 Pfund pro Filmtheater. Hier half kein Heimvorteil des schottischen Hauptdarstellers; die miserablen Kritiken und der Odium des Flops aus den USA wogen schwerer.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows" (2. Woche / bisher insgesamt 5,5 Millionen Pfund); Fünfter wurde "Alice Through the Looking Glas" (4. Woche / 9,0 Mio.); Sechster wurde "The Nice Guys" (3. Woche / 3,0 Mio.); Siebter wurde "X-Men: Apocalypse" (5. Woche / 17 Mio.); Achter wurde "Warcraft: The Beginning" (3. Woche / 5,7 Mio.); Neunter wurde "The Boss" (2. Woche / 1,2 Mio.) und Zehnter schließlich "Angry Birds" (6. Woche / 9,7 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Kein Interesse an "Mother's Day". Die Jennifer Aniston-Komödie, die sich in den USA noch zu nicht ganz so peinlichen 32 Millionen Dollar hat durchmogeln können, kommt im United Kingdom nicht so ungeschoren davon: Am zweiten Wochenende ist die Lionsgate-Produktion mit läppischen 870 000 Pfund schon wieder aus den Charts verschwunden. Nach Weihnachten, Neujahr und nun Muttertag wird uns nun hoffentlich eine Thanksgiving-Auflage erspart bleiben.

Ganz anders gestaltet sich der Abgang des anderen Top Ten-Abschieds: "The Jungle Book" geht als aktuell erfolgreichster Film des Jahres 2016 in Großbritannien. Der Jon Favreau-Abenteuerfilm, der weltweit noch die Milliarden Dollar-Grenze erreichen kann, hat Walt Disney Studios in zehn Wochen 45 Millionen Pfund eingebracht.



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