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Pets
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© Universal Pictures International Germany

Kinocharts USA (15. - 17.7.): Haustiere halten Geisterjägerinnen in Schach

5. Wochenende in Folge ein Animationsfilm oben

Die Animationstiere beherrschen weiterhin die US-Kinocharts. Nach dem Hattrick des gigantischen "Finding Dory" an der Spitze, konnte nun "The Secret Life of Pets" seinen Premiumplatz verteidigen. Damit wird der Kinokassenthron zum fünften Mal in Folge von einem Zeichentrickfilm besetzt, was sich diese Woche mit dem fünften "Ice Age"-Streifen fortsetzen könnte. Das gute Debut von "Ghostbusters" war indes nicht groß genug, um das Vorjahresergebnis zu übertreffen, als "Ant-Man" mit Paul Rudd und 57 Millionen Dollar seine Premiere ganz oben feiern konnte. Damals erwirtschafteten die Top Twelve 183 Millionen Dollar, während es an diesem Wochenende nur zu 154 Millionen Dollar reichte.

Gold
"The Secret Life of Pets" mit der Stimme von Louis C.K. büßte nach seinem 103 Millionen Dollar-Superstart zwar überraschend viele Zuschauer ein - minus 51 Prozent im Wochenendvergleich - aber es reichte mit 50 Millionen Dollar am zweiten Wochenende noch immer zur Spitze. Der weiterhin mit Abstand meistgezeigte Streifen Nordamerikas ist derzeit in 4381 Kinos zu sehen und damit sogar in 11 mehr als zum Premierenwochenende. Der durchschnittliche Umsatz pro Kopie ist mit 11 500 Dollar weiterhin hervorragend.

Nach zehn großartigen Tagen liegt die 75 Millionen Dollar teure Universal-Produktion, hinter der das "Despicable Me"- und "Minions"-Team (das Werk wird von einem "Minions"-Kurzfilm eröffnet) steht, bei insgesamt bereits 203 Millionen Dollar. Offenbar sind die Animationskünstler von Illumination Entertainment hier auf eine weitere Goldader gestoßen.

Silber
Bei Columbia Pictures sah man dem Start von "Ghostbusters" mit Sorge entgegen. Nach Monaten der Stimmungsmache von Fans des Originals von 1984 gegen den Paul Feig-Streifen und dem Scheitern so vieler Fortsetzungen und Reboots in diesem Jahr zeichneten sich Sorgenfalten auf den Stirnen der Manager bei der Sony-Tochter insbesondere angesichts des nicht unerheblichen Preisschilds von 144 Millionen Dollar ab.

Doch nun darf man aufatmen: 46 Millionen Dollar sind zwar kein überragendes, aber ein gutes Ergebnis und sogar das beste, das Regisseur Feig und seine Hauptdarstellerin Melissa McCarthy bei ihren vier gemeinsamen Projekten erzielt haben. Da die Werke mit der Schauspielerin stets sehr langlebig laufen, können alle Beteiligten nun sogar auf bis zu 145 Millionen Dollar hoffen, womit zumindest die reinen Produktionskosten schon mit dem Geschäft auf dem Heimatmarkt abgedeckt wären. Durchschnittlich 11 600 Dollar verblieben jedem der 3963 Kinobesitzer in seiner Kasse am Ende des Wochenendes.

Bronze
Gut behauptete sich "The Legend of Tarzan", der am dritten Wochenende mäßige minus 47 Prozent seines Umsatzes verlor, einen Platz absank und Überflieger "Finding Dory" knapp hinter sich lassen konnte. Der Abenteuerfilm erreichte 11 Millionen Dollar, was einem Schnitt von guten 3100 Dollar in den 3551 Lichtspielhäusern entspricht. 40 Spielstätten hatten den Alexander Skarsgard-Streifen aus dem Programm genommen. Mit 103 Millionen Dollar hat die Warner Brothers-Produktion die siebenstellige Millionenzahl erreicht. Das Problem sind die immensen Produktionskosten von 180 Millionen Dollar. Um profitabel zu werden, benötigt das Werk das Auslandsgeschäft. Dort sieht es mit bisher insgesamt 90 Millionen Dollar recht gut aus.

Die Neuen
Der Independent-Thriller "The Infiltrator" startete trotz guter Kritiken nur schwach auf dem achten Platz. Der neue Verleiher Broad Green hatte bloß 1600 Leinwände für seinen Bryan Cranston-Film erhalten - und dort war die Nachfrage mit nur 5 Millionen Dollar am Wochenende schwach, wie auch der Schnitt von 3300 Dollar pro Spielstätte zeigt. Da "The Infiltrator" seit Mittwoch zu sehen ist, hat er insgesamt knapp 7 Millionen Dollar verbucht.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Finding Dory" (5. Woche / bisher insgesamt 445 Millionen Dollar), der nun "Shrek 2" als umsatzstärksten Animationsstreifen aller Zeiten überholt hat. Jener stellte 2004 mit 441 Millionen Dollar den Rekord auf. Fünfter wurde die Zac Efron-Komödie "Mike and Dave Need Wedding Dates" (2. Woche / 31 Mio.); Sechster wurde der Horrorfilm "The Purge: Election Year" (3. Woche / 71 Mio.); Siebter wurde "Central Intelligence" (5. Woche / 117 Mio.); Neunter wurde "The BFG" (3. Woche / 47 Mio.) und Zehnter schließlich "Independence Day: Resurgence" (4. Woche / 99 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein Erfolg ist der kleine, für nur 17 Millionen Dollar produzierte Horrorfilm "The Shallows" für Columbia Pictures geworden. Der Streifen, der Blake Lively im Überlebenskampf mit einem Hai zeigt, konnte in vier Wochen 51 Millionen Dollar erreichen.

Ebenfalls erfolgreich hat mit "The Conjuring 2" ein weiterer Horrorstreifen abgeschnitten. Die New Line Cinema-Produktion mit Vera Farmiga setzte in sechs Wochen 101 Millionen Dollar um. Damit ist sie allerdings deutlich weniger profitabel als das Original von 2013, das mit 20 Millionen Dollar nur die Hälfte der Fortsetzung kostete, aber 137 Millionen Dollar einspielte. Da das Werk aber im Ausland exzellent läuft und dort bereits 200 Millionen Dollar in die Kassen hat fließen lassen, dürften die Studiomanager einem weiteren Sequel nicht abgeneigt sein.



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