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Independence Day: Wiederkehr
Independence Day: Wiederkehr
© 20th Century Fox

Kinocharts Deutschland (14. - 17.7.): Roland Emmerich landet bei den Deutschen

"Toni Erdmann" sensationell

Das Ende der Fußball-Europameisterschaft dürfte von den Kinobesitzern herbeigesehnt worden sein, und tatsächlich lag das letzte, ballfreie Wochenende mit der Besucherzahl um sagenhafte 90 Prozent über dem Endspiel-Wochenende und dessen schönem Wetter. Gegenüber dem Vorjahreswochenende, als "Minions" mit 760 000 Zuschauern den Hattrick an der Charts-Spitze vollmachte, lag das Wochenende nur um minus 3 Prozent darunter.

Gold
Das Timing stimmte für Roland Emmerich und seinen "Independence Day"-Aufguss "Independence Day - Wiederkehr". Zwar sind 514 000 Zuschauer kein Vergleich mit dem mega-gehypten Original vor 20 Jahren, das mit 1,9 Millionen verkauften Tickets einst einen Rekordstart hinlegte, aber dennoch eine sehr gute Premiere. 20th Century Fox brachten den Science Fiction-Film in 744 Kinos, in die durchschnittlich ordentliche 623 zahlende Zuschauer strömten.

Silber
Opfer des schönen Wetters war eine Woche zuvor "Ice Age - Kollision voraus!" geworden. Nun verlor der Animationsstreifen, ebenfalls aus dem Hause Fox, am dritten Wochenende zwar die Spitze, steigerte aber die Besucherzahl um ein sattes Drittel. Mit plus 32 Prozent gegenüber dem Wochenende zuvor wurden diesmal 377 000 Karten abgesetzt. Die Fortsetzung blieb mit massiven 826 Leinwänden der mit weitem Abstand meistgezeigte Film Deutschlands, erhielt sogar zwei Spielorte dazu. Im Schnitt hervorragende 457 kleine und große Zeichentrick-Fans strömten in die Lichtspielhäuser. Alles in allem steht "Ice Age" somit bereits bei 1,4 Millionen Zuschauern.

Bronze
Auf ebenfalls 1,4 Millionen Besucher kommt "Ein ganzes halbes Jahr", der dafür allerdings vier Wochen benötigt hat. Dennoch natürlich ein exzellentes Ergebnis für das britische Drama, das am Wochenende ebenso den Besuch signifikant mit plus 27 Prozent gegenüber dem Vorwochenende steigern konnte. Das Emilia Clarke-Werk wurde durch den Neustarter "Independence Day" auch um einen Rang nach unten verdrängt. Warner Brothers hatten der Literaturverfilmung fünf weitere Säle gebucht, so dass sie nun auf 688 Spielplänen steht. Durchschnittlich sehr gute 280 Karten wurden immer noch für den Sam Claflin-Film abgesetzt, der damit Langlebigkeit beweist.

Die Neuen
Die wahre Geschichte des Wochenendes spielte sich derweil auf dem fünften Platz und in den proppenvollen 96 Programmkinos ab. "Toni Erdmann", die Komödie von Maren Ade, die bei den Filmfestspielen in Cannes gefeiert worden war, begeisterte 80 600 Interessierte - ein sensationeller Schnitt von 750 Augenpaaren pro Filmtheater, über die sich der Berliner Verleiher NFP freuen kann.

Umgekehrt enttäuschte ein anderer deutscher Vertreter. Studiocanal starteten den Animationsfilm "Mullewapp - Eine schöne Schweinerei" in immerhin 522 Kinos, in die aber lediglich 41 600 junge und alte Besucher kamen, was einem miserablen Schnitt von 73 pro Kopie entspricht. Der Streifen mit der Stimme von Axel Prahl ging so nur als Achter ins Ziel.

Einen Platz dahinter debutierte dank 41 000 Zuschauern das Drama "Streetdance - New York", das Universum Film auf 292 Leinwände startete. Im Schnitt schwache 119 Zuschauer fanden sich bei dem Keenan Kampa-Streifen ein.

Zehnter schließlich wurde die französische Komödie "Unterwegs mit Jacqueline", die damit den Trend erfolgreicher Programmkinotitel unserer westlichen Nachbarn halbwegs fortsetzen kann. Für das Mohamed Hamidi-Werk wechselten in 125 Lichtspielhäusern rund 30 000 Karten die Besitzer. Die Alamode-Produktion erreicht so mäßige 135 Zuschauer im Schnitt.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Smaragdgrün" (2. Woche / bisher insgesamt 290 000 Zuschauer); Sechster ist "Central Intelligence" (5. Woche / 755 000) und Siebter schließlich "Conjuring 2" (5. Woche / 609 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Nach dem schwachen Start gab es für "Verräter wie wir" nicht viel zu bestellen: Schon am zweiten Wochenende ist Charts-Schluss für den britischen Thriller mit Ewan McGregor. Die Studiocanal-Produktion erreichte bloß bittere 64 000 Besucher.

Fortsetzung ja oder nein? Erfolg ja oder nein? Geht es nach den deutschen Zahlen, dann lautet die Antwort für "Warcraft - The Beginning" jeweils ja. Mit 1,2 Millionen Zuschauern in acht Wochen ist der Fantasy-Film von Duncon Jones ein Erfolg für Universal Pictures geworden. Die Computerspiel-Adaption hat satte 89 Prozent ihres Umsatzes außerhalb des heimatlichen US-Markts generiert, und knapp 14 Millionen Euro stammen dabei aus hiesigen Landen.

Auch erst am achten Wochenende ist "Alice im Wunderland - Hinter den Spiegeln" aus den Top Ten verdrängt worden, aber mit 795 000 verkauften Eintrittskarten fällt der Erfolg deutlich mäßiger aus als beim Fantasy-Kollegen "Warcraft". Die Walt Disney-Produktion mit Mia Wasikowska schneidet damit wie im internationalen Trend deutlich schwächer ab als das Original 2010, das mit knapp 3 Millionen Besuchern ein Riesenerfolg war. Hier der Trend: Kein weiteres Alice-Abenteuer.

Eine Fortsetzung wird es aber sicherlich für "Angry Birds" geben, denn der Animationsfilm ist auch hier zu Lande mit 1,4 Millionen kleinen und großen Besuchern in zehn Wochen ein großer Erfolg für Columbia Pictures geworden.

Der Idris Elba-Thriller "Bastille Day" hat sich mit 106 000 Zuschauern in vier Wochen zwar noch knapp in die Sechsstelligkeit gerettet, aber viel Freude hat er Studiocanal nicht bereitet.



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