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Jason Bourne - Matt Damon
Jason Bourne - Matt Damon
© Universal Pictures International Germany

Kinocharts USA (29. - 31.7.): "Jason Bourne" besser als "M:I-5"

"Star Trek" im Sinkflug

Neun Jahre nach seinem letzten Abenteuer als Jason Bourne ist Matt Damon am Wochenende auf die nordamerikanischen Leinwände zurückgekehrt - und hat mit dem simpel "Jason Bourne" betitelten Werk nicht enttäuscht: Mit knapp 60 Millionen Dollar setzte sich die verspätete Fortsetzung souverän an die Spitze der US-Charts und zog die Top Twelve zu insgesamt erfreulichen 177 Millionen Dollar an. Dieser Umsatz liegt deutlich über dem des Vorjahreswochenendes, als die Top Twelve 146 Millionen Dollar generierten. Damals debutierte "Misson: Impossible - Rogue Nation" mit Tom Cruise mit 55 Millionen Dollar.

Gold
Der Trend, dass Fortsetzungen in diesem Jahr hinter den Ergebnissen ihrer Vorgänger zurückbleiben, hat sich mit "Jason Bourne" so halbwegs fortgesetzt. Die Universal Pictures-Produktion ist mit den 59 Millionen Dollar wesentlich stärker gestartet als die Quasi-Fortsetzung "The Bourne Legacy" mit Jeremy Renner im Jahr 2012, die zur Premiere 38 Millionen Dollar einfuhr. Aber gemessen am letzten "echten" Bourne mit der Kombo Regisseur Paul Greengrass und Hauptdarsteller Matt Damon, dem 2007 veröffentlichten "The Bourne Ultimatum", kann "Jason Bourne" nicht mithalten. Damals flossen 69 Millionen Dollar in die Kassen, was nach den gestiegenen Ticketpreisen heute rund 85 Millionen Dollar entspräche.

Insofern ist "Jason Bourne" sehr gut gestartet, was auch der durchschnittliche Umsatz von 14 700 Dollar in den 4026 Kinos zeigt. Der Thriller hat damit "The Secret Life of Pets" auch als meistgezeigten Streifen in den Staaten abgelöst. Ein Triumph ist das Sequel aber nicht und dürfte angesichts der nur gemischten Kritiken und lauwarmen Zuschauerreaktionen auf dem Heimatmarkt allenfalls die reinen Produktionskosten von 120 Millionen Dollar übertreffen. Für einen Profit muss dann das Ausland herhalten.

Silber
Paramount Pictures werden dem bereits genehmigten vierten "Star Trek"-Teil sicherlich kein so üppiges Budget von 185 Millionen Dollar mehr zugestehen wie dem aktuell laufenden "Star Trek Beyond". Dieser hat am zweiten Wochenende einen heftigen Trudler nach unten erlitten, als der Zuschauerstrom um beunruhigende minus 58 Prozent eingebrochen ist. Die Enterprise landete als Spitzenreiter der Vorwoche gerade noch vor dem Neuling "Bad Moms" auf dem zweiten Platz. 24 Millionen Dollar ließen die Zuschauer in den unverändert 3928 Lichtspielhäusern; im Schnitt verblieben dort sehr gute 6300 Dollar. Positiv ist, dass der Science Fiction-Film nach zehn Tagen die magische 100 Millionen Dollar-Marke mit 106 Millionen Dollar genommen hat, aber in die Schwarzen Zahlen werden Chris Pine & Co. in den USA bei diesem Trend nicht mehr fliegen können.

Bronze
"Bad Moms" ist mit mäßigen 23 Millionen Dollar Dritter geworden. Von den teilweise erhofften und auch prognostizierten 30 Millionen plus X ist die STX Entertainment-Produktion damit weit entfernt. Die mit "R - Restricted" freigegebene Komödie, die für Jugendliche daher nur eingeschränkt sehrbar ist, zielt auf ein weibliches Publikum, das auch die Zuschauerschaft mit 82 Prozent wie zu erwarten dominierte. Die Komödie startete mit 3215 Kopien und erreichte einen Schnitt von 7400 Dollar. Da der Mila Kunis-Streifen nur 20 Millionen Dollar gekostet hat, kommt es jetzt auf die Standhaftigkeit der "Bad Moms" an, ob diese profitabel werden.

Die Neuen
Das Gleiche gilt für "Nerve", der deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Der auf ein jugendliches Publikum zielende Thriller war bereits am Mittwoch gestartet und verfehlte dann am Wochenende mit 9,4 Millionen Dollar die zweistellige Millionenzahl. Das reicht nur für den achten Rang. Für Lionsgate Films, die das Emma Roberts-Werk mit 2538 Kopien gestartet haben, ist das eine Enttäuschung, da sie nach den freundlichen Kritiken auf mehr gehofft hatten. Die durchschnittlich bloß 3700 Dollar pro Spielort lassen sich nicht schönreden. Insgesamt sind seit Mittwoch jetzt 15 Millionen Dollar in den Kassen gelandet, aber zu viel mehr als dem Übertreffen des Budgets von 20 Millionen Dollar wird es nicht reichen.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "The Secret Life of Pets" (4. Woche / bisher 297 Millionen Dollar); Fünfter wurde "Ice Age: Collision Course" (2. Woche / 43 Mio.); Sechster wurde der Horrorfilm "Lights Out" mit Teresa Palmer (2. Woche / 43 Mio.); Siebter wurde die Melissa McCarthy-Komödie "Ghostbusters" (3. Woche / 106 Mio.); Neunter wurde "Finding Dory" (7. Woche / 469 Mio.) und Zehnter schließlich "The Legend of Tarzan" (5. Woche / 122 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein mäßiger Erfolg ist die Komödie "Mike and Dave Need Weddding Dates" mit Anna Kendrick und Zac Efron geworden. Die 33 Millionen Dollar teure 20th Century Fox-Produktion hat in vier Wochen 44 Millionen Dollar Umsatz generiert.

"The Infiltrator" mit Bryan Cranston ist gefloppt. Der Kriminalfilm ist vom kleinen Verleiher Broad Green Pictures mit einer nur mäßigen Kopienzahl gestartet worden, konnte sich aber nicht als Überraschungserfolg platzieren. Den Produktionskosten von 48 Millionen Dollar stehen lediglich 14 Millionen Dollar Einspiel gegenüber.

Als Erfolg hat sich die Kombination Dwayne Johnson und Kevin Hart erwiesen. Ihre Komödie "Central Intelligence", für die New Line Cinema 50 Millionen Dollar ausgegeben haben, konnte in sieben Wochen Eintrittskarten im Wert von 125 Millionen Dollar absetzen.



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