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Suicide Squad mit Jared Leto
Suicide Squad mit Jared Leto
© Warner Bros.

Kinocharts Deutschland (25. - 28.8.): "Mother's Day" kommt zu spät

Premieren enttäuschen bei Sommerhitze

Die sommerliche Hitze am Wochenende hat die Kinolust der Deutschen auf den Gefrierpunkt sinken lassen - allerorten leere Sitzreihen, worunter die Platzhirsche und die Premieren gleichermaßen litten - eine ganz besonders, denn sie kam nicht mal in die Top Ten. Gegenüber dem Vorjahreswochenende, als "Straight Outta Compton" mit O'Shea Jackson Jr. an der Spitze mit 165 000 Besuchern startete, lagen die Besucherzahlen der Top Ten-Filme um lediglich 5 Prozent darunter - aber im Vergleich mit der Vorwoche schmierten sie um minus 57 Prozent ab.

Gold
194 000 Zuschauer fanden sich bei "Suicide Squad" und dessen zweitem Wochenende ein, was heftigen minus 61 Prozent entsprach. Die Warner Brothers-Produktion läuft unverändert in 618 Kinos, in denen im Schnitt ordentliche 315 Kinogänger Platz nahmen. Nach zehn Tagen liegt der Fantasy-Film mit Jared Leto bei 953 000 verkauften Tickets auf Erfolgskurs.

Silber
Familien hatten bei dem schönen Wetter auch bestimmt etwas Besseres zu tun, als in abgedunkelten Sälen Platz zu nehmen, und so bekam "Pets" mit einem Umsatzrückgang von schmerzhaften minus 67 Prozent den Sommer besonders stark zu spüren. Noch in der fünften Woche hat ein zusätzliches Kino den Universal Pictures-Animationsstreifen auf den Spielplan gesetzt, so dass der sowieso schon meistgespielte Streifen dies mit weitem Abstand und 753 Kopien auch bleibt. Am Wochenende lösten 101 junge und ältere Zuschauer eine Eintrittskarte, was einem soliden Schnitt von 135 Augenpaaren pro Leinwand entspricht. Der Zeichentrickfilm mit der Stimme von Dietmar Bär ist inzwischen von 2,8 Millionen Besuchern gesehen worden und damit hinter "Zoomania" (3,7 Millionen Zuschauer) das zweiterfolgreichste Werk das Jahres.

Bronze
Auch "Jason Bourne" musste mit einem Besucherschwund am dritten Wochenende von minus 65 Prozent ordentlich Federn lassen. Lediglich noch 60 000 Karten ließen sich für die Universal Pictures-Produktion in 592 Lichtspielhäusern (plus 32) an den Kinogänger bringen - ein schwacher Schnitt von 102 zahlenden Zuschauern pro Spielort. Den Matt Damon-Thriller haben bisher 691 000 Besucher gesehen.

Die Neuen
Von den fünf großen Neustarts gewann "Die Unfassbaren 2" mit Jesse Eisenberg das interne Rennen der Debutanten und wurde mit 54 000 Zuschauern in 410 Spielstätten Vierter. Ein schlechter Schnitt von bloß 133 verkauften Karten für den Concorde-Kriminalfilm.

Obwohl mit nur 270 und damit wesentlich weniger Kopien anlaufend, hätte "The Mechanic - Resurrection" "Die Unfassbaren 2" fast noch zu fassen gekriegt: 50 000 Besucher sahen den Universum-Thriller mit Jason Statham, der Fünfter wurde, und sorgten so für einen ebenfalls schwachen Schnitt von 187 besetzten Sesseln pro Saal.

In 283 Filmtheatern lief der Blake Lively-Horrorfilm "The Shallows" an und gewann 43 000 Interessierte für sich, was zum sechsten Rang reichte. Die Columbia Pictures-Produktion erreichte so einen ebenfalls nur schwachen Schnitt von 154 Zuschauern pro Filmtheater.

Richtig schlimm traf es derweil "Elliot, der Drache" und "Mother's Day". Ersterer litt wie "Pets" unter dem kinounfreundlichen Familiensommerwetter und setzte gerade mal 35 000 Karten ab. Die Walt Disney-Wiederverfilmung von "Elliot, das Schmunzelmonster" mit Bryce Dallas Howard konnte so durchschnittlich nur lächerliche 65 kleine und große Besucher in den üppig bemessenenen 541 Kinos willkommen heißen. Somit lief der Fantasy-Film als Achter ein.

Weitab außerhalb der Top Ten als 13. platzierte sich der ziemlich verspätete "Mother's Day". Ob Zuschauer Weihnachtsfilme zu Ostern sehen wollen, sei dahin gestellt, aber für einen Muttertag mit vierteljährlicher Verspätung interessierten sich augenscheinlich viel zu wenige Besucher. 16 000 Karten wechselten in 241 Sälen die Besitzer, womit die NFP-Komödie mit Jennifer Aniston einen ebenfalls miserablen Schnitt von 70 Kinogängern pro Kopie erreicht.

Auf den Plätzen
Achter ist "Conni & Co" (2. Woche / bisher insgesamt 188 000 Zuschauer); Neunter ist Wiedereinsteiger "Toni Erdmann" (7. Woche / 477 000) und Zehnter schließlich "Schweinskopf al dente" (3. Woche / 297 000).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Die "Ice Age"-Reihe ist in Deutschland eine sichere Bank. Während der fünfte Teil in den USA nur mäßig erfolgreich abgeschnitten ist, rannten die jungen und älteren Zuschauer "Kollision voraus!" die Buden ein und machten den 20th Century Fox-Animationsstreifen mit der Stimme von Otto Waalkes mit 2,7 Millionen verkauften Eintrittskarten in neun Wochen zu einem großen Erfolg. Allerdings ist auch hier der Abwärtstrend unverkennbar, denn den Vorgänger "Voll verschoben" hatten 2012 noch 6,6 Millionen Besucher sehen wollen.

Gefloppt ist dagegen schon beim zweiten Teil "Teenage Mutant Ninja Turtles - Out of the Shadows" mit Will Arnett. Den Paramount Pictures-Fantasy Film wollten in drei Wochen lediglich 240 000 Zuschauer sehen. Das Original war vor zwei Jahren noch 854 000 Besuchern ihr Eintrittsgeld wert gewesen.

Ein Achtungserfolg ist der Warner Brothers-Horrorfilm "Lights Out" mit Teresa Palmer geworden, vor dem in vier Wochen 323 000 Zuschauer Platz genommen haben.

Am sechsten Wochenende ist "Star Trek Beyond" aus den Charts geflogen, mit 1,2 Millionen Zuschauern an Bord. Damit schneidet die Paramount Pictures-Produktion mit Chris Pine genauso gut wie das Reboot von 2009, aber etwas schwächer als Vorgänger "Into Darkness" von 2013 ab, den 1,5 Millionen Zuschauer gesehen haben.

Ein großer Erfolg ist "Ein ganzes halbes Jahr" geworden: Mit 2,2 Millionen Zuschauern in zehn Wochen hat sich das britische Warner Brothers-Drama mit Emilia Clarke überragend lange in den Top Ten behaupten können.



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