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The Accountant - Ben Affleck
The Accountant - Ben Affleck
© Warner Bros.

Kinocharts USA (14. - 16.10.): Bei Ben Affleck stimmen die Zahlen

"The Accountant" Nr. 1 in weiterhin müdem Markt

Der müde US-Kinoherbst setzt sich fort. Seit zwei Monaten, als "Suicide Squad" am ersten August-Wochenende mit gigantischen 133 Millionen Dollar startete, hat es keine Produktion mehr geschafft, am Premierenwochenende die 40 Millionen Dollar-Marke zu übertreffen. Das gelang auch Ben Affleck am Wochenende mit seinem "The Accountant" bei weitem nicht - und der startete schon besser als erwartet.

Insgesamt spielten die Top Twelve nur 88 Millionen Dollar ein, deutlich weniger als am Vorjahreswochenende, als die Komödie "Goosebumps" mit Jack Black und 23 Millionen Dollar an der Spitze einstieg. Damals hatten die erfolgreichsten Zwölf 111 Millionen Dollar umgesetzt.

Gold
Ohne sein Batman-Kostüm ist Ben Affleck augenscheinlich wesentlich uninteressanter für das amerikanische Publikum. "The Accountant" konnte nur einen Bruchteil der 166 Millionen Dollar erlösen, die Affleck's "Batman v Superman: Dawn of Justice" vor einem halben Jahr zum Debut in die Kassen spülte. Die 24 Millionen Dollar, so unspektakulär sie auch sind, übertreffen dabei sogar noch die Voraussagen der Analysten, die zum Teil von nur rund 15 Millionen Dollar ausgegangen waren. Und vor allem reicht das Ergebnis zu einer unangefochtenen Übernahme der Spitzenposition in den Charts.

Der Kriminalfilm, der die Kritiker gespalten hat, startete in 3332 Kinos und erreichte dort einen durchschnittlichen Umsatz von mäßigen 7400 Dollar. Was Warner Brothers Hoffnungen machen darf, sind die sehr positiven ersten Zuschauerreaktionen, die hoffen lassen, dass "The Accountant" in Nordamerika zumindest sein Budget von 44 Millionen Dollar egalisieren wird.

Silber
Aus eigener Tasche hat Kevin Hart seinen dritten Konzertfilm "Kevin Hart: What Now?" finanziert, den Universal Pictures mit 2567 Kopien gestartet haben - eine hohe Zahl für einen Dokumentarfilm. Die Rezensenten loben den Film, der auch beim Publikum ankommt. Und Hart hat gute Chancen, sein Investment von 10 Millionen Dollar wieder zu sehen, denn mit dem Debutwochenende haben die Kassen schon zum Klang von 12 Millionen Dollar geklingelt - noch nie ist ein Stand Up Comedy-Streifen so gut gestartet.

Doch besieht man sich die Zahlen genauer, relativiert sich dieser Erfolg: Vorgänger "Let Me Explain" konnte am ersten Wochenende 10 Millionen Dollar verbuchen, benötigte dafür 2013 aber mit 876 Lichtspielhäusern lediglich etwa ein Drittel des Einsatzes und der Kosten von "What Now?", dessen Kopienschnitt jetzt bei schwachen 4600 Dollar liegt.

Bronze
Die nach den bloß gemischten Kritiken recht schwachen Reaktionen, die "The Girl on the Train" bei den Zuschauern am Premierenwochenende hervorgerufen hat, haben ihren Widerhall in dem abebbenden Zuschauerstrom am zweiten Wochenende gefunden. Um minus 51 Prozent sackte der Umsatz im Wochenendvergleich für das Emily Blunt-Werk ab, das den Kinokassenthron räumen musste.

Eintrittskarten im Wert von 11 Millionen Dollar wurden in den 3241 Spielstätten verkauft, was einem mäßigen Schnitt von 3700 Dollar pro Saal entspricht. Die Universal Pictures-Produktion hatte 97 weitere Leinwände besetzt, was den heftigen Fall aber anscheinend höchstens abmildern konnte. Immerhin sind in den ersten zehn Tagen mit insgesamt 46 Millionen Dollar die reinen Produktionskosten von 45 Millionen Dollar wieder drin.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Miss Peregrine's Home for Peculiar Children", der mit 3835 Filmtheatern der meistgezeigte Streifen Nordamerikas bleibt (3. Woche / bisher insgesamt 66 Millionen Dollar); Fünfter wurde der Thriller "Deepwater Horizon" mit Mark Wahlberg (3. Woche / 49 Mio.); Sechster wurde der Animationsfilm "Storks" (4. Woche / 59 Mio.); Siebter wurde "The Magnificent Seven" (4. Woche / 85 Mio.); Achter wurde die Komödie "Middle School: The Worst Years of My Life" (2. Woche / 14 Mio.); Neunter wurde das Drama "Sully" mit Tom Hanks (6. Woche / 118 Mio.) und Zehnter schließlich das Drama "The Birth of a Nation" mit Jackie Earle Haley (2. Woche / 12 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Wenn man mitleidsvoll ist, dann kann man konstatieren, dass "Masterminds" immerhin eine zweistellige Millionenzahl erreicht hat. Die in den Strudel der Insolvenz des Filmstudios Relativity Media geratene Komödie, die bereits im Sommer 2014 gedreht und deren Veröffentlichungsdatum innerhalb von eineinhalb Jahren fünfmal verschoben worden ist, ging von Anfang an mit dem "Katastrophen"-Aufkleber ins Rennen. Insofern sind 16 Millionen Dollar für den Zach Galifianakis-Streifen noch ehrenhaft, decken das Budget von 25 Millionen Dollar aber bei weitem nicht.

Das nur mit begrenzter Kopienzahl laufende Walt Disney-Drama "Queen Katwe" mit David Oyelowo, das es in die Top Ten geschafft hatte, ist am vierten Wochenende mit bis jetzt 7 Millionen Dollar wieder verdrängt worden. Auch dies reicht nicht zum Abdecken der Produktionskosten von 15 Millionen Dollar.



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