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Kinocharts UK (21. - 23.10.): "Trolls" bringen "Storks" zum Absturz

Cannes-Gewinner "I, Daniel Blake" beeindruckt

Die zwei starken Premieren "Trolls" und "Jack Reacher: Never Go Back" haben für Geschäftigkeit in den britischen Kinos am Wochenende gesorgt. Für die heimische Filmindustrie brachte der beeindruckende Start von Ken Loach's Drama und Cannes-Gewinner "I, Daniel Blake" eine weitere gute Nachricht. So konnten die Top Ten-Werke mit plus 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreswochenende, als "Hotel Transylvania 2" mit der Stimme von Adam Sandler an seinem zweiten Wochenende den Kinokassenthron mit 2,2 Millionen Pfund verteidigte, ein sehr gutes Gesamtergebnis erzielen.

Gold
"Trolls" debutierte mit sehr guten 5,4 Millionen Pfund überraschend unangefochten auf dem ersten Rang. Der Appetit des (Familien)Publikums auf Animationsstreifen scheint wie in Deutschland unstillbar. Die von 20th Century Fox in 608 Lichtspielhäuser gebrachte DreamWorks Animation-Produktion mit der Stimme von Anna Kendrick erzielte einen Schnitt von rund 9000 Pfund pro Kopie. Der Aufstieg der "Trolls" bedingte den Absturz der "Storks". Die Zeichentrickkonkurrenz von Warner Brothers stürzte mit einem außergewöhnlichen Zuschauerschwund von minus 70 Prozent vom dritten auf den achten Rang ab.

Silber
Tom Cruise hatte das Nachsehen: "Jack Reacher: Never Go Back" verzeichnete 2,6 Millionen Pfund in 519 Sälen, ein ganzes Stück weniger als Vorgänger "Jack Reacher", der vor vier Jahren auf 3,5 Millionen Pfund am Startwochenende gekommen war. Der Umsatz war mit 5100 Pfund pro Leinwand solide für den Paramount-Kriminalfilm.

Bronze
Tabellenführer "The Girl on the Train" musste den überzeugenden Neuankömmlingen Platz machen und fuhr mit 2,0 Millionen Pfund am dritten Wochenende als dritter Sieger ins Ziel. Der Zuschauerschwund blieb mit minus 41 Prozent im Vergleich zur Vorwoche erfreulich mäßig, besonders wenn man die direkte Konkurrenz durch "Jack Reacher" bedenkt. Zwar musste der Emily Blunt-Film 19 Spielstätten räumen, bleibt aber mit 611 Filmtheatern knapp vor "Triolls" der meistgezeigte Streifen im United Kingdom. Die entertainment One -Produktion erzielte einen weiterhin guten Schnitt von 3200 Pfund pro Kopie und hat bis jetzt bereits beeindruckenden 17 Millionen Pfund eingespielt.

Die Neuen
Was es mit dem Ursprung des Bösen auf sich hat, interessierte die Briten nur mäßig: "Ouija: Origin of Evil" kam mit nur 779 000 Pfund in 408 Filmtheatern auf den sechsten Rang. Der Universal-Horrorfilm mit Annalise Basso erreichte einen nur schwachen Schnitt von 1900 Pfund.

Erfreulich dagegen das Ergebnis von "I, Daniel Blake". Nachdem Ken Loach's letzter Spielfilm "Jimmy's Hall" von 2014 insgesamt nur 543 000 Pfund erreicht hatte, kommt der Gewinner der Goldenen Palme bereits nach einem Wochenende auf 445 000 Pfund. Die hohe Nachfrage zeigt sich im guten Kopienschnitt von 4700 Pfund in den bloß 94 Kinos. Die EntertainmentOne-Produktion qualifizierte sich für den neunten Platz.

Die zeitgleich in den USA böse gefloppte Komödie "Keeping Up with the Joneses" ("Die Jones - Spione von nebenan") mit Isla Fisher stieß auch auf der Insel auf Desinteresse. Die 20th Century Fox-Produktion setzte nur 271 000 Pfund in 295 Lichtspielhäusern um, was einem erbärmlichen Schnitt von ganzen 920 Pfund pro Saal entspricht. Damit kommt der Zach Galifianakis-Werk auf den zehnten Platz.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "Inferno" (2. Woche / bisher insgesamt 5,7 Millionen Pfund); Fünfter wurde "Bridget Jones's Baby" (6. Woche / 44 Mio.); Siebter wurde "Miss Peregrine's Home for Peculiar Children" ("Die Insel der besonderen Kinder" / 4. Woche / 10 Mio.) und Achter schließlich wurde "Storks" (2. Woche / 3,4 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein moderater Erfolg ist der Lionsgate-Thriller "Deepwater Horizon" mit Mark Wahlberg geworden, für den in vier Wochen Eintrittskarten im Wert von 5,2 Millionen Pfund die Besitzer wechselten. Das Gleich gilt für den Columbia Pictures-Western "The Magnificent Seven" mit Chris Pratt, der in fünf Wochen 6,0 Millionen Pfund erlöst hat.

Gigantisch das Ergebnis von "Finding Dory" mit der Stimme von Ellen DeGeneres, der in 13 Wochen 42 Millionen Pfund für Walt Disney Studios eingebracht hat.

Das britische Drama "American Honey" mit Sasha Lane hat es trotz herausragender Kritiken nicht geschafft, beim Publikum zu verfangen und ist am zweiten Wochenende schon wieder aus den Top Ten heraus. Nur 312 000 Pfund generierte die Universal Pictures-Produktion.

Umstrittener, aber erfolgreicher ist der britische Dokumentarfilm "My Scientology Movie" von John Dower, der in drei Wochen 880 000 Pfund in die Kassen spülte.



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