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Doctor Strange mit Chiwetel Ejiofor und Benedict...batch
Doctor Strange mit Chiwetel Ejiofor und Benedict Cumberbatch
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (11.- 13.11.): Amy Adams kommt gut an

"Doctor Strange" stellt Erfolgsrezept aus

Das Jahr ist noch lange nicht zu Ende, und dennoch können sich Walt Disney Studios bereits jetzt über ihr umsatzstärkstes Jahr in der Firmengeschichte freuen: Bislang sind 2,3 Milliarden Dollar in den nordamerikanischen Kinos zusammen gekommen, was den Vorjahresrekord von 2,2 Milliarden Dollar geknackt hat. Keine Frage, dass sich diese Summe noch enorm erhöhen wird, denn "Rogue One - A Star Wars Story" steht noch aus. Dieser wird am 16. Dezember in die US-Kinos kommen.

Am Wochenende machte der starke "Doctor Strange" dem Haus mit der Maus nochmals viel Freude und trug zu den hervorragenden Umsätzen der Top Twelve bei, die mit 150 Millionen Dollar das Vorjahresergebnis von 96 Millionen Dollar satt übertrafen. Damals verteidigte "Spectre" mit Daniel Craig und 33 Millionen Dollar an seinem zweiten Wochenende die Tabellenführung.

Gold
Um rund die Hälfte niedriger fiel am zweiten Wochenende das Ergebnis für "Doctor Strange" an der Charts-Spitze aus, eine respektable Standfestigkeit für einen Streifen dieser Größenordnung. Es zeigt, dass nicht nur die Marvel-Enthuasiasten am ersten Wochenende in die Kinos rauschten, sondern dass gute Mundpropaganda und Wiederholungsseher für die Qualität des Fantasy-Films bürgen. In unverändert 3882 Lichtspielhäusern verblieben knapp 43 Millionen Dollar, was einem grandiosen Schnitt von 11 000 Dollar pro Kopie entsprichte.

Bis jetzt haben Eintrittskarten im Wert von 153 Millionen Dollar die Besitzer für den 165 Millionen Dollar teuren Benedict Cumberbatch-Streifen gewechselt. International läuft es mit bisher 341 Millionen Dollar phantastisch. Mit weltweit rund einer halben Milliarde Dollar rollt die Walt Disney-Produktion auf die Top Ten der erfolgreichsten Werke des Jahres zu.

Silber
Zufriedene Gesichter auch bei 20th Century Fox, denn "Trolls" behauptet sich ebenso wie "Doctor Strange" hervorragend und konnte parallel an seinem zweiten Wochenende den zweiten Platz problemlos verteidigen. Mit einem phantastisch geringen Besucherschwund von lediglich minus 24 Prozent kam der Animationsstreifen auf rund 35 Millionen Dollar und erhöhte sein Gesamtergebnis auf bis jetzt 94 Millionen Dollar. Sechs weitere Kinos hatten den sowieso schon meistgespielten Streifen ins Programm genommen, der nun auf 4066 Leinwänden zu sehen ist. Mit 8600 Dollar erzielte das Werk mit der Stimme von Anna Kendrick einen exzellenten Schnitt.

Bronze
Die erste Premiere taucht mit "Arrival" auf dem dritten Rang auf. Der Science Fiction-Film, der sich an Zuschauer wendet, die von ihrem Oberstübchen Gebrauch machen wollen, ist von Paramount Pictures in vergleichsweise wenig Säle gebracht worden: 2317 Spielorte zeigen das Amy Adams-Werk, das großartige Rezensionen und sehr gute Mundpropaganda erhalten hat. 24 Millionen Dollar zum Start für den 47 Millionen Dollar teuren Streifen sind ein sehr guter Start, wie auch der durchschnittliche Umsatz von 10 300 Dollar pro Filmtheater zeigt.

Die Neuen
Universal Pictures luden die nordamerikansichen Zuschauer in diesem Jahr als erste ein, Weihnachten auf der Leinwand zu feiern. Die Komödie "Almost Christmas", die von gemischten Kritiken begleitet wird, ist in 2376 Kinos zu sehen und stieg mit 15 Millionen Dollar auf dem vierten Platz ein. Das 17 Millionen Dollar teure Werk, bei dem Danny Glover ein Ensemble aus hauptsächlich afro-amerikanischen Schauspielern anführt, weist einen mäßigen Schnitt von 6300 Dollar pro Spielstätte auf.

Die Katastrophe mit Ansage - der den Kritiken vorab nicht gezeigte französische, aber auf Englisch in Kanada gedrehte Horrorfilm "Shut In" aus dem Hause Luc Besson - ist angemessen und wie erwartet schrecklich gestartet. Mit bloß 3,6 Millionen Dollar qualifizierte sich die EuropaCorp-Produktion, die keine einzige gute Kritik hat erhalten können, nur als Siebter. Der Naomi Watts-Streifen kommt auf einen miserablen Schnitt von 1700 Dollar. Für EuropaCorp der dritte Riesenflop innerhalb eines Jahres nach "The Transporter Refueled" (insgesamt 16 Millionen Dollar) und der Kevin Spacey-Komödie "Nine Lives" ("Voll verkatert" / 20 Millionen Dollar), deren Premiere in Deutschland gerade erstmal nach hinten verschoben worden ist.

Auf den Plätzen
Fünfter wurde das Mel Gibson-Drama "Hacksaw Ridge" (2. Woche / bisher insgesamt 32 Millionen Dollar); Sechster wurde "The Accountant" (5. Woche / 78 Mio.); Achter wurde die Tyler Perry-Komödie "Boo! A Madea Halloween" (4. Woche / 70 Mio.); Neunter wurde "Jack Reacher: Never Go Back" (4. Woche / 55 Mio.) und Zehnter schließlich "Inferno" (3. Woche / 31 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Ouija: Origin of Evil" ist mit 34 Millionen Dollar in vier Wochen ein Achtungserfolg für Universal Pictures geworden, denn die von Produzent Jason Blum wie stets niedrig gehaltenen Produktionskosten betragen nur 9 Millionen Dollar. Dennoch werden die Manager und Filmemacher rund um Regisseur und Drehbuchautor Mike Flanagan enttäuscht sein, dass ihr besserer Streifen deutlich weniger als das Original "Ouija" eingebracht hat, der vor zwei Jahren 50 Millionen Dollar erlöste. Angesichts weltweit 110 Millionen Dollar ist ein weiterer "Ouija"-Teil dennoch nicht auszuschließen.

Am sechsten Wochenende ist "The Girl on the Train" aus den Top Ten gefahren. Mit 73 Millionen Dollar ist der 45 Millionen Dollar teure Kriminalfilm mit Emily Blunt, den Universal Pictures in die Lichtspielhäuser verliehen haben, ein moderater Erfolg geworden.

Das Gleiche gilt für "Miss Peregrine's Home for Peculiar Children" ("Die Insel der besonderen Kinder") mit Eva Green, der in sieben Wochen den Kinogängern 85 Millionen Dollar wert gewesen ist. Allerdings haben 20th Century Fox hier die stattliche Summe von 110 Millionen Dollar investiert. International läuft es mit 173 Millionen Dollar wesentlich besser, so dass am Ende, rechnet man die Kosten für Werbung und Verleih noch hinzu, wenigstens die schwarze Null für das Tim Burton-Werk stehen könnte.



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