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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind mit...mayne
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind mit Eddie Redmayne
© Warner Bros.

Kinocharts Deutschland (1. - 4.12.): Null Interesse an Robbi, Tobbi und dem Fliewatüüt

"Sully" schmiert ab

Die Geschichte des letzten deutschen Kinowochendes ist schnell erzählt: Die Zuschauer bleben beim Bewährten, und die Neustarter schmierten allesamt und teils böse ab. Insgesamt mündete das in ein schwaches Top Ten-Ergebnis, das mehr nach Glühwein als nach Popcorn duftete und um 10 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreswochenendes lag, als "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2" mit Jennifer Lawrence den Hattrick an der Spitze mit 412 000 Besuchern schaffte.

Gold
Auch an diesem Wochenende ein Hattrick, diesmal vollbracht von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind", der 386 000 Karten absetzen konnte, was einem nur erfreulich schwachen Zuschauerrückgang von minus 28 Prozent entspricht. Mit unverändert 767 Kinos bleibt der Fantasy-Film der meistgezeigte Streifen Deutschlands. Die Nachfrage nach dem Eddie Redmayne-Werk ist mit durchschnittlich 503 Besuchern pro Saal immer noch exzellent, und die Warner Brothers-Produktion mit bisher alles in allem 2,2 Millionen Zuschauern ein großer Erfolg.

Silber
Die Silber-Medaille geht erneut an "Willkommen bei den Hartmanns", der schon in seine fünfte Woche geht. Die deutsche Komödie erhielt von Warner Brothers 13 weitere Leinwände spendiert und flackert nun in 727 Lichtspielhäusern. Ein Ende des Booms für den Senta Berger-Streifen ist noch nicht in Sicht: 177 000 Eintrittskarten wechselten am Wochenende die Besitzer, was einem sehr guten Schnitt von 244 besetzten Sesseln pro Spielort und einem nur sanften Besucherrückgang von minus 24 Prozent entspricht. Diese Hartmanns sind noch immer höchst willkommen und hatten bisher 2,3 Millionen Gäste.

Bronze
Auch Platz drei konnte gehalten werden. Hier bleibt am zweiten Wochenende "Arrival". Der Science Fiction-Film verzeichnete 108 000 Besucher in 441 Kinos. Columbia Pictures haben damit die Saalzahl des Streifens mit plus 44 ordentlich aufgestockt, was die Nachfrage einigermaßen hergab. Die Auslastung war mit 245 Augenpaaren pro Leinwand mäßig, aber der Besucherschwund mit bloß minus 22 Prozent großartig. 320 000 Zuschauer haben das Amy Adams-Werk bis jetzt gesehen.

Die Neuen
Enttäuschung allerorten, und unter den Blinden ist "Underworld - Blood Wars" König. Überraschend vor dem mit Tom Hanks prominent besetzten "Sully" konnte der Thriller mit bloß 76 000 verkauften Tickets den vierten Platz erobern. Die Columbia Pictures-Produktion mit Kate Beckinsale lief in 442 Kinos an und erreichte einen schwachen Schnitt von 173 Zuschauern pro Kopie.

"Sully" ist lediglich Fünfter mit einer Besorgnis erregend schwachen Zuschauerzahl von 64 000 in 358 Filmtheatern. Durchschnittlich lediglich 180 Besucher war das Warner Brothers-Drama das Eintrittsgeld wert.

Am schlimmsten erwischte es ausgerechnet den deutschen Neustarter. Studiocanal hatten Zutrauen in ihren "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" und starteten den Abenteuerfilm auf 515 Leinwänden. Aber sei es, dass sich Produzenten und Medien den Nostalgiefaktor nur herbeigeredet haben oder die Weihnachtseinkäufe doch wichtiger gewesen sind - mit nur 37 000 kleinen und großen Besuchern ist das Wolfgang Groos-Werk lediglich Neunter geworden. Lächerliche 72 Besucher nahmen durchschnittlich vor den Leinwänden Platz.

Auf den Plätzen
Sechster ist "Trolls" (7. Woche / insgesamt bis jetzt 1,0 Millionen Besucher); Siebter ist "Petterson und Findus - Das schönste Weihnachten überhaupt" (5. Woche / 354 000); Achter ist "Florence Foster Jenkins" (2. Woche / 110 000) und Zehnter schließlich "Doctor Strange" (6. Woche / 1,4 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Ein mäßiger Erfolg ist "Jack Reacher - Kein Weg zurück" mit Tom Cruise geworden: In vier Wochen haben 433 000 Besucher die Paramount Pictures-Produktion gesehen. Das ist ein etwas schwächeres Ergebnis als für das 2013 gelaufene Original, das damals 532 000 Zuschauer verbuchte.

Ein fetter Flop ist "Deepwater Horizon": Schon am zweiten Wochenende ist der Mark Wahlberg-Thriller aus den Charts geflogen; bloß 101 000 Besucher wollten die Studiocanal-Produktion sehen.

Ein Riesenerfolg verabschiedete sich derweil mit "Findet Dorie": Mit 3,7 Millionen jungen und älteren Kinogängern liegt der Walt Disney-Animationsfilm nach zehn Wochen nur noch knapp hinter den Jahresbesten "Pets" und "Zoomania". Ob er einen oder gar beide noch wird überholen können, wird sich besonders im familenstarken Weihnachtsgeschäft zeigen.



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