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Kirk Douglas - der Jahrhundert-Schauspieler

Mime feiert heute seinen 100. Geburtstag

Ab heute ist er wahrlich ein Jahrhundert-Schauspieler: Kirk Douglas feiert seinen 100. Geburtstag. Und das Beste: Wenn der Jubilar zwar körperlich - auch als Folge eines Schlaganfalls 1996 - nicht mehr auf der Höhe sein mag, so ist er doch geistig immer noch rege und gab letztens zum Beispiel "Variety" ein Interview, in dem er seine Karriere und seinen Lebensweg reflektierte.

Jüngeren Zuschauern mag Kirk nur mehr etwas als Vater von Michael Douglas sagen, der sich selbst seit den siebziger Jahren als Schauspieler und Produzent etabliert hat, aber der am 9. Dezember 1916 in Amsterdam im US-Bundesstaat New York als Issur Danielovitch und Sohn russischer Einwanderer Geborene ist über Jahrzehnte selbst eine mächtige Persönlichkeit in der US-Filmindustrie als Darsteller, Produzent und gelegentlicher Regisseur und Drehbuchautor gewesen. Daneben ist Kirk auch noch ein Autor, der gerade an seinem zwölften Buch arbeitet, und Philantrop, der inzwischen über seine 1964 gegründete Stiftung mehr als 120 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke wie für Schulen und Kindergärten und die Alzheimer-Forschung sowie für mittellose Schauspielkollegen gespendet hat.

Für seinen wichtigsten Beitrag hält Douglas, dessen bekannteste Filme die beiden Stanley Kubrik-Werke "Paths of Glory" von 1957 und "Spartacus" von 1960, die Jules Verne-Verfilmung "20000 Leagues Under the Sea" von 1954 und das Billy Wilder-Drama "Ace in the Hole" ("Reporter des Satans") aus dem Jahr 1951 sind, aber die Tatsache, dass er die Schwarze Liste Hollywoods brach. Seit Ende der Vierziger durften Drehbuchautoren, denen man kommunistische Einstellungen unterstellte, nicht mehr in der Filmindustrie arbeiten. Als Produzent Douglas den kaltgestellen Dalton Trumbo offiziell bat, sein Drehbuch für "Spartacus" zu schreiben, forderte er die Industrie erfolgreich heraus. In dem Moment, in dem Trumbo's Name im Vorspann des Abenteuerfilms erschien, war die Schwarze Liste und damit ein düsteres Kapitel der Selbstzensur Hollywoods faktisch zu Ende.

Kirk hatte Glück, dass er nach dem Dienst in der US Navy im Zweiten Weltkrieg und der durch ein Stipendium ermöglichten Schauspielschule gleich in seinem ersten Film "The Strange Love of Martha Ivers" 1946 als Nebendarsteller so überzeugte, dass er in Hollywood sofort Fuß fassen konnte. 1948 spielte er in dem Kriminalfilm "I Walk Alone" erstmals an der Seite von Burt Lancaster, mit der er in den kommenden Jahrzehnten noch häufig gemeinsam vor den Kameras stehen sollte; zuletzt im Jahr 1986 in der Komödie "Tough Guys" ("Archie und Harry"). 1948 erhielt er in der Komödie "My Dear Secretary" erstmals die Hauptrolle. Dreimal war er für den "Oscar" als "Bester Hauptdarsteller" nominiert: Für "Champion" von 1949, für "The Bad and the Beautiful" von 1952 und als Vincent van Gogh in "Lust for Life" aus dem Jahr 1956.

Im Mai nächsten Jahres werden Kirk Douglas und seine zweite Frau Anne Buydens ihren 63. Hochzeitstag in ihrem Haus in Beverly Hills feiern. "Ich habe das Glück gehabt, vor 63 Jahren meine Seelenverwandte zu treffen, und ich glaube, dass unsere wunderbare Ehe und unsere nächtlichen Schwätze zur 'goldenen Stunde' mir geholfen haben, alles zu überleben."

Heute aber heißt es erstmal feiern: 200 Gäste werden zu einer Feier erwartet, die Sohn Michael und Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones organisiert haben. Neben Michael kommen die Söhne Joel und Peter sowie sieben Enkelinnen und Enkel. Kirk hat schon angekündigt, es nach dem Rummel "bis zu meinem 200. Geburtstag erstmal ruhiger angehen zu lassen".

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Kirk Douglas!



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