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Sing
Sing
© Universal Pictures International Germany

Kinocharts Deutschland (8. - 11.12.): Deutsche Zuschauer singen mit

"Sing" in, Olaf Schubert out

Animationsfilme für die ganze Familie bleiben in diesem Jahr eine sichere Bank für die deutschen Kinoverleiher und -besitzer. Mit "Sing" ist wieder ein Zeichentrick ganz oben eingestiegen und hat mit seinem guten Ergebnis dazu beigetragen, das Top Ten-Ergebnis um 24 Prozent über das des Vorjahreswochenendes zu hieven. Damals führte "Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2" mit Jennifer Lawrence an seinem vierten Wochenende die Charts mit 275 000 Zuschauern an.

Gold
384 000 junge und ältere Zuschauer lösten eine Karte für "Sing", bei dessen deutscher Synchronisation Daniel Hartwich und Alexandra Maria Lara zu hören sind. Die Universal Pictures-Produktion startete in 588 Kinos und erzielte im Schnitt gute 655 besetzte Kinosessel pro Saal.

Silber
Nach seinem Hattrick an der Spitze, der inzwischen zu insgesamt 2,5 Millionen verkauften Karten geführt hat, fand sich "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" diesmal als zweiter Sieger wieder. Am vierten Wochenende lösten 264 000 Besucher ein Ticket in 717 Sälen. Damit hatten 50 Lichtspielhäuser den Fantasy-Film aus dem Programm genommen, womit die Warner Brothers-Produktion auch ihre Position als meistgespielter Streifen einbüßte und an "Willkommen bei den Hartmanns" abgeben musste. Die Nachfrage nach dem Eddie Redmayne-Werk ist nach wie vor hoch, wie die sehr gute Auslastung von 369 Kinogängern pro Leinwand zeigt.

Bronze
Bei genauso vielen Besuchern liegt "Willkommen bei den Hartmanns", der durch "Sing" ebenfalls einen Rang nach unten verdrängt worden ist: 2,5 Millionen Kinogänger haben die deutsche Komödie gesehen, die bereits in ihre sechste Woche geht. Die 50 Spielorte, die "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" verlustig gegangen sind, scheinen dabei eins zu eins an die zweite Warner Brothers-Produktion gegangen zu sein. 776 Filmtheater spielen jetzt den Senta Berger-Streifen, in die am Wochenende nochmals 158 000 Besucher strömten. Auch hier ist die Nachfrage mit 204 verkauften Karten pro Saal noch immer hervorragend.

Die Neuen
Auf dem vierten Platz feierten 121 000 Zuschauer die "Office Christmas Party". Neue Constantin starteten die Jason Bateman-Komödie mit 368 Kopien, was zu einem mäßigen Schnitt von 329 Feierwilligen pro Spielstätte führt.

Auch etwas für die ganze Familie, aber wesentlich weniger als "Sing" nachgefragt war "Die Vampirschwestern 3 - Reise nach Transsilvanien", den Columbia Pictures immerhin auf 500 Spielpläne setzten. Aber den deutschen Abenteuerfilm mit Christiane Paul wollten dort lediglich 71 000 kleine und größere Zuschauer sehen, so dass durchschnittlich bloß enttäuschende 144 Augenpaare vor den Leinwänden saßen. Das reichte nur zum sechsten Platz.

Das ist aber noch Gold gemessen daran, wie es Olaf Schubert erging. Seine Komödie "Schubert in Love", die gerade mal mit 109 Kopien startete, verzeichnete nur 10 900 Getreue, was einem Durchschnitt von schwachen 100 Zuschauern pro Saal entspricht. Die Wild Bunch-Produktion wurde so nur Achtzehnter.

Auf den Plätzen
Fünfter ist "Arrival" (3. Woche / bisher insgesamt 439 000 Zuschauer); Siebter ist "Petterson & Findus - Das schönste Weihnachten überhaupt" (6. Woche / 432 000); Achter ist "Underworld - Blood Wars" (2. Woche / 143 000); Neunter ist "Sully" (2. Woche / 135 000) und Zehnter schließlich "Trolls" (8. Woche / 1,0 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Florence Foster Jenkins" erleidet das gleiche Schicksal wie in den USA und in Großbritannien. Von der Kritik gelobt, von den Zuschauern verschmäht. Am dritten Wochenende ist Top Ten-Schluss für die britische Komödie mit Meryl Streep und Hugh Grant, die von Neue Constantin in die hiesigen Filmtheater gebracht worden ist. 160 000 Besucher sind bis jetzt gezählt worden.

Keine Frage: Das ist ein ganz bitterer Flop für Studiocanal. Ihr "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt" muss nach dem Katastrophenstart vor Wochenfrist nun die Charts-Segel streichen und ist nach zehn Tagen schon wieder raus, definitiv ohne Applaus. Der Abenteuerfilm von Wolfgang Groos hat überhaupt nicht gezündet und konnte bisher bloß 79 000 junge und ältere Kinogänger für sich gewinnen, obwohl er immer noch mit mächtiger Kopienzahl von 523 im Einsatz ist.

Am siebten Wochenende ist "Doctor Strange" aus den Charts verdrängt worden. Der Fantasy-Film ist mit 1,4 Millionen Besuchern ein großer Erfolg geworden, aber die Walt Disney-Produktion mit Benedict Cumberbatch kommt damit trotzdem nur auf die Hälfte von "Deadpool", den dieses Jahr 2,7 Millionen Zuschauer sehen wollten.



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