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Berlinale Plakat
Berlinale Plakat
© Velvet Creative Office / Internationale Filmfestspiele Berlin

Berlinale: Engagement für Flüchtlinge

Kulturelle Teilhabe fördern und gemeinsame Erlebnisse schaffen

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden sich auch 2017 für die Integration von Geflüchteten einsetzen. Das Festival machte es sich schon immer zur Aufgabe, Verständigung, Toleranz und Akzeptanz zu fördern und auf gesellschaftliche Situationen zu reagieren - mit seinem Programm, aber auch durch viele zusätzliche Aktivitäten.

Die bereits bestehende Kooperation mit KulturLeben Berlin zur Förderung kultureller Teilhabe von sozial Benachteiligten wird erneuert. Menschen mit geringem Einkommen erhalten weiterhin eine Ticketermäßigung von 50 Prozent und bekommen freie Platzkontingente vermittelt. Im vergangenen Jahr wurden konkrete Projekte zur Unterstützung von Geflüchteten gestartet. Aufgrund des sehr positiven Feedbacks der Beteiligten und im Sinne der nachhaltigen Integration werden diese nun fortgesetzt und erweitert.

Die Berlinale spricht gegenüber Gästen und Besuchern des Festivals eine Spendenempfehlung für die Kinder- und Jugendabteilung im Zentrum ÜBERLEBEN aus (ehemals Behandlungszentrum für Folteropfer e. V.). In dem Berliner Zentrum werden Kinder und Jugendliche, die Folter und Kriegsgewalt, Flucht und Verfolgung durchlebt haben, psychosozial und integrativ unterstützt. Neben der individuellen therapeutischen Versorgung sind Gruppenaktivitäten ein wichtiger Aspekt der Arbeit des Zentrums. So wurde mit den Erlösen aus dem letzten Jahr Jugendlichen mit Fluchterfahrung und Traumatisierung die Teilnahme an einem Filmcamp ermöglicht. Dabei waren sie in verschiedenen Rollen vor und hinter der Kamera aktiv und haben sich selbst gewählten, zum Teil autobiographischen Themen auf kreative Art und Weise genähert. Gespendet werden kann per Überweisung oder an den 17 Spendenstelen, die über das Festivalgelände verteilt sind.

Im Rahmen der "Patenschaften für Kinobesuche" wurden Ehrenamtliche gemeinnütziger Berliner Organisationen der Flüchtlingshilfe eingeladen, sich als Kinopaten anzumelden und zusammen mit Geflüchteten Berlinale-Vorstellungen zu besuchen. Das Projekt zielt darauf ab, ehrenamtliches Engagement zu würdigen, bereits bestehende Bekanntschaften zu vertiefen und kulturellen Austausch zu fördern.

Im Rahmen einer Kooperation mit den Berliner Volkshochschulen werden 160 Freitickets für VHS-Integrationsklassen und deren Kursleiter zur Verfügung gestellt. Zur Auswahl stehen acht deutsche Filme, die in der Reihe LOLA at Berlinale im Zoo Palast gezeigt werden.

In Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten (BBZ/ KommMit e.V.) werden während des Festivals wieder etwa 20 Hospitanten mit Fluchthintergrund in verschiedenen Arbeitsbereichen einen Einblick in den Festivalalltag erhalten.

Die Sektion Generation bietet Schülern seit elf Jahren die Möglichkeit, im Rahmen eines Schulprojektes an der Berlinale teilzunehmen und Filme unter filmpädagogischer Anleitung zu sehen, zu diskutieren und nachzubereiten. Seit letztem Jahr ist das Schulprogramm auch für Willkommensklassen geöffnet. In diesem Jahr nehmen zehn Willkommensklassen teil.


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