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Split mit James McAvoy
Split mit James McAvoy
© Universal Pictures International Germany

Kinocharts USA (3. - 5.2.): "Split" trotzt Super Bowl mit Hattrick

"Rings" schwacher Zweiter

Am US-Kinowochenende kam alles so wie erwartet: "Split" gewann den Horrorkampf an der Spitze mit dem Neustarter "Rings" und erreichte so den Hattrick - den ersten für Regisseur M. Night Shyamalan seit "The Sixth Sense" von 1999. Und die Gesamtumsätze der Top Twelve-Filme waren angesichts des Super Bowls am Wochenende mit 81 Millionen Dollar erwartet schwach und ganz knapp unter dem Vorjahresniveau, als "Kung Fu Panda 3" am zweiten Wochenende mit 21 Millionen Dollar den Premiumplatz behauptete.

Gold
Es ist ein kleiner Triumph für M. Night Shyamalan. Nur 9 Millionen Dollar hat sein "Split" gekostet und wird heute die 100 Millionen Dollar-Marke kreuzen. Nach 14 Millionen Dollar am dritten Wochenende und einem trotz der Super Bowl-Konkurrenz nur erfreulich mäßigen Umsatzrückgang von minus 43 Prozent im Wochenendvergleich stand die Universal Pictures-Produktion am Sonntagabend bei 99 Millionen Dollar. 174 Kinos hatten das James McAvoy-Werk noch ins Programm genommen, so dass es jetzt in 3373 Spielstätten läuft.

Silber
Zwölf Jahre nach "The Ring Two" versucht "Rings" die aus Japan stammende und dort noch immer erfolgreiche "Ringu"-Saga neu zu beleben. Das scheint angesichts der miserablen Kritiken, negativen Zuschauerreaktionen und nun auch schwachen Umsätze am Eröffnungswochenende misslungen zu sein. Mit 13 Millionen Dollar geht der 25 Millionen Dollar teure Horrorfilm aus dem Wochenende. "The Ring Two" erzielte 35 Millionen Dollar zur Premiere. Die von dem spanischen Regisseur F. Javier Gutiérrez inszenierte Paramount Pictures-Produktion steht auf 2931 Spielplänen.

Bronze
Jetzt ist herausgekommen, dass das Video, das angeblich zeigte, wie ein Hund bei den Dreharbeiten zu "A Dog's Purpose" ("Bailey - Ein Freund fürs Leben") gequält wurde, gefälscht ist. Zudem hat die American Humane Organization keine Hinweise auf Tierquälerei gefunden. Ob und wie weit die Anschuldigungen dem Hundefilm geschadet haben, bleibt Spekulation. Das Eröffnungswochenende von 18 Millionen Dollar bewegte sich am oberen Ende der Erwartungen, mit jetzt 10 Millionen Dollar am zweiten Wochenende fiel der Besucherschwund mit minus 40 Prozent nur ermutigend mäßig aus. Die Universal Pictures-Produktion kam in zusätzliche 119 Spielstätten, so dass nun 3178 Filmtheater den Dennis Quaid-Film zeigen. Nach zehn Tagen steht das Einspiel des 22 Millionen Dollar teuren Dramas bei 33 Millionen Dollar.

Die Neuen
"The Space Between Us" ("Den Sternen so nah") konnte dem allgemeinen Desinteresse und den schlechten Kritiken nicht entkommen und schlägt hart auf dem neunten Platz mit 3,8 Millionen Dollar auf. Das STX-Entertainment-Drama mit Asa Butterfield steht auf 2812 Spielplänen.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Hidden Figures" (7. Woche / bisher insgesamt 119 Millionen Dollar), der nun mit 3401 Kinos "xXx - The Return of Xander Cage" als meistgespielten Streifen Nordamerikas abgelöst hat; Fünfter ist "La La Land" (9. Woche / 118 Mio.); Sechster ist "Resident Evil: The Final Chapter" (2. Woche / 22 Mio.); Siebter ist "Sing" (7. Woche / 263 Mio.); Achter ist das Drama "Lion" mit Dev Patel (11. Woche / 24 Mio.) und Zehnter schließlich "xXx - The Return of Xander Cage" (3. Woche / 40 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Am achten Wochenende hat es schließlich den erfolgreichsten Film des Jahres 2016 erwischt: Mit 524 Millionen Dollar verabschiedet sich "Rogue One: A Star Wars Story" als gigantischer Erfolg. Vom Umsatz her ist das Spin-off der zweiterfolgreichste "Star Wars"-Streifen hinter "The Force Awakens" und dessen unvorstellbaren 936 Millionen Dollar. Nicht gerade geringe 200 Millionen Dollar hat der Science Fiction-Film mit Felicity Jones Walt Disney Studios gekostet, aber wie erwartet hat sich diese Investition mehr als rentiert und bewiesen, dass auch "Star Wars"-Ableger erfolgreich sein können. Weltweit fehlen "Rogue One" noch rund 100 Millionen Dollar zu "Captain America: Civil War", um sich auch diese Jahreskrone aufsetzen zu können.

"Monster Trucks", der Paramount Pictures wie eine Abschreibungszeitbombe in den Bilanzen lag - und tatsächlich bilanzierte die Konzernmutter Viacom den Abenteuerfilm schon vor dem lange aufgeschobenen Start als Misserfolg - ist mit 31 Millionen Dollar in vier Wochen monströs gefloppt. 125 Millionen Dollar hat das Lucas Till-Werk gekostet, an die selbst das weltweite Ergebnis von derzeit 57 Millionen Dollar auch nicht annähernd herankommt.

Schon am zweiten Wochenende ist "Gold" aus den Top Ten verdrängt worden. Nach dem missratenen Start des Weinstein Company-Abenteuerfilms war klar, dass der Matthew McConaughey-Streifen nur Blech ist. 6 Millionen Dollar sind gerade mal in zehn Tagen zusammen gekommen. Wie viel die Produktion gekostet hat, ist nicht bekannt, aber Weinstein ließen sich die Verleihrechte 15 Millionen Dollar wert sein. Keine gute Entscheidung.



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