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Berlinale Plakat
Berlinale Plakat
© Velvet Creative Office / Internationale Filmfestspiele Berlin

Digitales Kino auf der Berlinale 2017

1 Petabyte Datenübertragung

In den letzten Jahren ist der Anteil der auf der Berlinale digital angelieferten und vorgeführten Filme stetig gestiegen. Diese Entwicklung setzt sich auch 2017 weiter fort - fast alle der über 2500 Vorführungen im Berlinale Programm und im European Film Market werden digital im DCP-Format projiziert.

Hinter dem digitalen Kino der Berlinale, das im Vergleich zu anderen Filmfestivals weltweit eine einzigartige und innovative Rolle einnimmt, steht eine moderne temporäre Infrastruktur, welche ohne die aktive Unterstützung von Unternehmen aus der IT- und Kinotechnik-Branche nicht möglich wäre. ARRI, Colt Technology Services, Dell EMC, Dolby, Aspera - an IBM company, Barco sowie Rohde & Schwarz bilden gemeinsam ein eingespieltes Netzwerk von Partnern, die die Berlinale bei der Umsetzung des Festivals mit unverzichtbaren Produkten und Services im Bereich Digital Cinema unterstützen.

So stellt das Telekommunikationsunternehmen Colt Technology Services das Glasfasernetzwerk und die Colocation-Flächen im Berliner Rechenzentrum bereit, von dem aus die Filmdaten zu den über 60 Leinwänden in Berlin übertragen werden können. Das Berlinale-Netzwerk verfügt mittlerweile über eine Gesamtbandbreite von 100 Gigabit/Sek, die vor und während des Festivals genutzt wird, um etwa ein Petabyte an Daten zu übertragen. Erstmals wird dabei auch Software-defined networking eingesetzt, das die flexible und bedarfsgerechte Anpassung der Übertragungsbandbreiten ermöglicht.

Die enormen Datenmengen werden auf einem Verbund aus sechs Isilon-Speichersystemen der Firma Dell EMC hochverfügbar und mehrfach redundant untergebracht. Verteilt auf über 200 Festplatten stehen 550 Terrabyte Speicherplatz für die weit über 1000 Kinokopien bereit.

Seit 2002 übernimmt ARRI die Herstellung und digitale Bildbearbeitung des beliebten Berlinale Trailers in allen benötigten Fassungen und Formaten, der aktuell in 4K-Auflösung und in "high-frame-rate" gezeigt wird.

Dolby versorgt die Berlinale mit Sound Equipment, Digital Cinema Servern und technischem Support. Seit 2015 wird der Berlinale Palast mit der immersiven Audio-Technologie Dolby ATMOS ausgestattet. Erstmals wird auf der Berlinale auch das Dolby Fidelio Wireless Audio System eingesetzt, um ausgewählte Vorführungen dem Berlinale-Publikum barrierefrei zugänglich zu machen.

Aspera - an IBM company stellt wie schon in den letzten Jahren die Faspex-Software zur Beschleunigung der Datenübertagung zwischen den Produktionen aus aller Welt und den Berlinale-Servern im Colt-Rechenzentrum bereit. Dadurch wird, auch dank der zehn Gigabit pro Sekunde schnellen Internet-Anbindung im Colt-Rechenzentrum, der Empfang eines digitalen Kinofilms innerhalb von rund 30 Minuten möglich. Immer mehr Produktionen machen von dieser Möglichkeit der verschlüsselten, Netzwerk-basierten Anlieferung von Filmen Gebrauch und ersparen sich und der Berlinale so das Handling von Bändern oder Festplatten.

Um weiterhin auch Produktionen zeigen zu können, die ihre Filme nicht als digitale Kinokopie (DCP), sondern als Videoband oder -datei anliefern, setzt die Berlinale auf die bewährte Postproduktions-Technik der Firma Rohde & Schwarz. Das Berlinale-Team nutzt hierfür die Encoding-Systeme R&S Venice, R&S SpycerBox und R&S®CLIPSTER zur schnellen und sicheren Wandlung verschiedenster Formate in das verschlüsselte DCP Format.

Auch Barco, Hersteller von DCI-zertifizierten Kino-Projektoren, unterstützt das Festival erneut mit fünf DLP-Projektoren der Serien DP4K-32B und DP4K-23B. Diese 4K-Projektoren werden unter anderem im Berlinale Palast und im Friedrichstadt-Palast verwendet, um die bis zu 22 Meter breiten Leinwände mit brillanten Bildern in höchster Qualität zu bespielen.


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