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Get Out mit Daniel Kaluuya
Get Out mit Daniel Kaluuya
© Universal Pictures

Kinocharts USA (24. - 26.2.): "Get Out" kommt groß heraus

Komiker Jordan Peele triumphiert mit grandiosem Horrorfilm

Der Februar endete für die nordamerikanischen Kinobesitzer schwach, aber immerhin besser als ein Jahr zuvor. Allein der unwahrscheinlichste aller Spitzenreiter - ein Horrorfilm von Komiker Jordan Peele - bereitete den Lichtspielhäusern mit einem unerwartet starken Ergebnis Vergnügen, ansonsten sind 107 Millionen Dollar der Top Twelve kein Ruhmesblatt. Am Vorjahreswochenende waren es sogar nur 96 Millionen Dollar gewesen, als "Deadpool" mit Ryan Reynolds und 31 Millionen Dollar den Hattrick schaffte.

Gold
Wie mit "Split" finden Produzent Jason Blum und Universal Pictures mit einem günstig produzierten Horrorfilm den Erfolg - und vielleicht noch einen größeren, auf jeden Fall einen überraschenderen. Dass Jordan Peele, die eine Häfte des Komikerduos Key & Peele, die letzten Sommer noch mit der albernen Katzenkomödie "Keanu" in den Kinos zu sehen waren, einen Streifen inszenieren würde, den durch die Bank alle Kritiker preisen und der am Startwochenende 33 Millionen Dollar einspielen würde, hätte kaum jemand für möglich gehalten. "Get Out" kam wirklich groß heraus, besonders wenn man bedenkt, dass die reinen Produktionskosten lediglich 5 Millionen Dollar betragen haben. Nach drei Tagen ist das in 2781 und damit gar nicht so vielen Spielorten laufende Werk schon dick in der Gewinnzone.

Silber
Mit 4057 Filmtheatern, was 31 weniger als in der Vorwoche sind, bleibt Ex-Spitzenreiter "The LEGO Batman Movie" am dritten Wochenende der meistgezeigte Streifen Nordamerikas. Bei einem mäßigen Besucherschwund von minus 41 Prozent zum Vorwochenende lag der Umsatz für den Animationsstreifen mit der Stimme von Will Arnett bei 19 Millionen Dollar. Insgesamt hat die 80 Millionen Dollar teure Warner Brothers-Produktion 133 Millionen Dollar erlöst.

Bronze
Dank eines nur mäßigen Publikumsrückgangs von minus 42 Prozent konnte "John Wick: Chapter Two" am dritten Wochenende mit dem stark nachlassenden "The Great Wall" die Plätze tauschen und einen Platz nach oben auf das Treppchen klettern. Dazu reichten der Lionsgate-Produktion 9 Millionen Dollar in 2954 Filmtheatern (minus 159). Alles in allem haben die Zuschauer Karten im Wert von 75 Millionen Dollar für den 40 Millionen Dollar teuren Keanu Reeves-Thriller erworben.

Die Neuen
Ganz übel floppen der chinesische Animationsfilm "Rock Dog" mit der Stimme von Luke Wilson, den Lionsgate in die US-Kinos verliehen haben, und den seit Jahren im Regal schlummernden, in Köln gedrehten britischen Thriller "Collide" mit Nicholas Hoult, den Open Road Films veröffentlicht haben. Beide schafften es mit nur 3 beziehungsweise gar nur 1,5 Millionen Dollar nicht in die Top Ten.

Auf den Plätzen
Vierter wurde "The Great Wall" (2. Woche / bisher insgesamt 34 Millionen Dollar); Fünfter wurde "Fifty Shades Darker" (3. Woche / 103 Mio.); Sechster wurde die Ice Cube-Komödie "Fist Fight" (2. Woche / 23 Mio.); Siebter wurde "Hidden Figures" (10. Woche / 153 Mio.); Achter wurde "La La Land" (12. Woche / 141 Mio.); Neunter wurde "Split" (6. Woche / 131 Mio.) und Zehnter schließlich das australische Drama "Lion" mit Dev Patel (14. Woche / 43 Mio.), das wieder neu in die Top Ten eingestiegen ist.

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Dafür dass er einen schweren Start mit den Vorwürfen des - ausgerechnet -Tiermissbrauchs und schlechten Kritiken hatte, hat sich das Drama "A Dog's Purpose" ("Bailey - Ein Freund fürs Leben") mit Dennis Quaid noch gut behauptet. Die 22 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion hat in fünf Wochen Karten im Wert von 58 Millionen Dollar abgesetzt.

Ein ganz übler Flop ist "A Cure for Wellness". Am Premierenwochenende kamen wenig Zuschauer und die warnten offenbar ihre Freunde, sich den Horrorfilm mit Dane DeHaan nicht anzuschauen. Um böse minus 67 Prozent brach der Zuschauerstrom ein, so dass die 20th Century Fox-Produktion bereits am zweiten Wochenende ihren Chartsabschied nehmen musste. 40 Millionen Dollar wurde allein an reinem Produktions-Budget investiert, nur 7 Millionen sind bis jetzt zurück geflossen. Derjenige Studio-Manager, der diesen Streifen freigegeben hat, sollte jetzt am besten zur Kur fahren...



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